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Nicht einmal einen Monat nach Launch: CEO Donata Hopfen verlässt Daten-Allianz Verimi

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Mit Verimi haben zehn deutsche Konzerne in Zusammenarbeit die Login-Allianz Verimi an den Start gebracht – nur wenige Wochen nach Launch erfährt das Start-up mit Springer-Beteiligung den ersten Dämpfer. CEO Donata Hopfen wird das Unternehmen verlassen. Sie hatte die Leitung erst im Oktober vergangenen Jahres übernommen und dafür die Geschäftsführung von Bild aufgegeben.

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Wie MEEDIA aus Branchenkreisen erfuhr, soll es zwischen der Managerin und den Anteilseignern unterschiedliche Auffassung zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens gegeben haben. Bei einer Gesellschafterversammlung am Dienstag vergangener Woche habe die Vorstandschefin dann erklärt, ihren Posten aufgrund der unüberbrückbaren Differenzen zur Verfügung zu stellen.

Wie die Deutsche Presse Agentur weiter berichtet, wird Jeannette von Ratibor vorübergehend die Verimi-Geschäftsführung verstärken. Sie kommt vom Anteilseigner Deutsche Telekom. Wie es für Ex-CEO Hopfen weitergeht, ist derzeit unklar. Wie es in einer Erklärung von Verimi heißt, habe der “personelle Wechsel keinen Einfluss auf die strategische Planung und Ausrichtung” des Unternehmens: “Plattform und Produkt werden entlang der festgelegten Roadmap unverändert weiterentwickelt.”

Zum Abschied gab es von seiten der Gesellschafter lobende Worte für die scheidende Chefin. “Wir danken Donata Hopfen für ihren engagierten Einsatz. Sie hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass wir mit Verimi so erfolgreich gestartet sind”, sagt Markus Pertlwieser, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Vorstand bei der Deutschen Bank.

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Auch Donata Hopfen gibt in der Pressemeldung zu ihrem Ausscheiden ein Statement ab: “Es war mir eine große Freude, Verimi in den vergangenen Monaten mit aufzubauen (…). Ich danke meinem ganzen Team und wünsche Verimi allen Erfolg, um dieses für die Digitalisierung in Europa so wichtige Projekt weiter voranzubringen.”

Verimi war erst Anfang April an den Start gegangen. Idee des Unternehmens ist es unter anderem, eine konzernübergreifende Login-Funktion zu schaffen. Das Produkt soll eine europäische Antwort auf die Marktmacht von Internetkonzernen wie Google oder Facebook sein. An dem Projekt waren zum Start zehn deutsche Konzerne beteiligt, darunter Axel Springer, die Allianz, die Deutsche Bank, Lufthansa, Deutsche Telekom und die Bundesdruckerei.

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