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Cover des Tages: taz ernennt SPD-Finanzminister Olaf Scholz zur “roten Null”

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Manchmal haben Überschriften die Kraft, sich in die kollektive Medienwahrnehmung einzubrennen. Die heutige taz-Headline gehört in diese Kategorie. Die Berliner ernennen Finanzminister Olaf Scholz (SPD) voller Wut und Enttäuschung zur “roten Null”. Damit haben sie dem Politiker so richtig einen mitgegeben. Der Spitznamen ist böse, lustig und listig zugleich - genau die Zutaten für eine lange Lebenszeit. Die “rote Null” wird Scholz vermutlich so schnell nicht mehr los.

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Auslöser für die Titelseite der tageszeitung ist die Vorstellung des geplanten Haushalts für das nächste Jahr durch den neuen Finanzminister. Kurz gesagt plant der SPD-Politiker Ausgaben von 341 Milliarden Euro, stets unter der Prämisse die schwarze Null zu halten.

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Damit übernimmt Scholz die große PR-Erzählung seines Vorgängers Wolfgang Schäuble. Für die Süddeutsche ist der Haushaltsplan des neuen Finanzministers “fast schon ein Skandal”. Die taz würde in ihrer Darstellung das “fast” wohl streichen. So überschreibt Ulrich Schulte seinen Kommentar mit “Olaf Schäubles Wahlbetrug”- Das nächste hübsche Wortspiel auf Kosten des SPD-Politikers. Ulrich meint: “Mit der Huldigung des Sparens legt sich Scholz selbst Ketten an. Wenn die nächste Krise kommt, etwa durch einen Handelskrieg mit den USA, wird es ihm schwerfallen, von dem Dogma abzurücken. Und dann geht es nicht mehr darum, ob Investitionen ausreichen. Dann müsste Scholz im Sozialetat sparen, um die schwarze Null zu retten.”

Mit unvorteilhaften Spitznamen hat Olaf Scholz schon so seine Erfahrungen. In seiner Zeit als SPD-Generalsekretär bekam er 2003 von der Zeit den Beinamen “Scholzomat” verpasst, für die Art  er die Agenda-Politik Gerhard Schröders verkaufte.

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