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Zukunft des ÖR, Chelsea Manning und Sascha Lobo: Diese Panels sollten Sie an Tag 1 der re:publica nicht verpassen

Spricht auch in diesem Jahr zur "Netzgemeinde" – Sascha Lobo

Der Startschuss für die re:publica 2018 ist gefallen. Auch in diesem Jahr pilgern zahlreiche Blogger und Medien-Experten nach Berlin, um über die digitale Gesellschaft und ihren Wandel zu diskutieren – MEEDIA wird von der re:publica berichten und empfiehlt an jedem Veranstaltungstag einige Panels, bei denen sich ein Besuch lohnen könnte.

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11.00 – 12.o0 Uhr: re:publica Opening

Ziemlich genau 50 Jahre liegt die 68er-Bewegung zurück. Heute finden Revolutionen – wenn überhaupt – eher im Internet statt. Aber auch die Neue Rechte, gegen die sich Bewegungen damals wie heute richten, hat sich im Web eingerichtet. „Welche Ideen der 68 sprechen auch 50 Jahre später noch zu uns- vor allem als Memes?“, fragt das re:publica-Opening Panel, auf dem Friedemann Karig, Stefan Niggemeier, Samira El Ouassil und Nils Markwardt diskutieren.

12.15 – 13.15 Uhr: Chelsea Manning zu Gast bei der re:publica

Ihr Auftritt sorgte bereits bei der diesjährigen South by Southwest für Aufsehen: Am heutigen Mittwoch ist Chelsea Manning zu Gast in Berlin. Im Opening Fireside Chat wird die Whistleblowerin ein Jahr nach ihrer Freilassung sicher über ihre Arbeit und die anschließende Gefangenschaft sprechen. Manning war als IT-Spezialistin in der US-Armee tätig. 2010 wurde sie wegen des Verdachts verhaftet, die Whistleblower-Plattform Wikileaks mit Informationen über die US-Aktivitäten in Afghanistan und im Irak versorgt zu haben. 2013 wurde Manning verurteilt – und 2017, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit von US-Präsident Barack Obama begnadigt und aus Guantanamo entlassen.

13.30 – 13.30 Uhr: re:publica-Gründer Markus Beckedahl zur aktuellen Medienpolitik

Mehr seine Plattform Netzpolitik als seine Konferenz re:publica hat Markus Beckedahl einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Um 13.30 Uhr hält der Digital-Experte eine Keynote zur aktuellen Medienpolitik der Bundesregierung. „Pop rights?! Zwischen Politik und Netz“ heißt sein Vortrag, über den er unter anderem bereits im MEEDIA-Interview gesprochen hat.

14.45 – 15.45 Uhr: „Smart Regulation. Medienvielfalt und digitale Öffentlichkeit erhalten!“

Die Macht der Tech- und Plattformriesen aus den USA sind natürlich auch bei der re:publica ein Thema: Unter dem Titel „Smart Regulation. Medienvielfalt und digitale Öffentlichkeit erhalten!“ werden Staatssekretärin Heike Raab (SPD), funk-Programmverantwortliche Sohpie Burkhardt, Anja Zimmer von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und Google-Managerin Sabine Frank diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Richard Gutjahr.

17.15 Uhr – 18.15 Uhr: „Brauchen wir das ZDF noch?“ – mit Intendant Thomas Bellut

Die Frage ist klar, die Antwort – zumindest aus Sicht von Thomas Bellut – ebenfalls. Dennoch dürften die Erklärungen des ZDF-Intendanten angesichts der noch nicht lang zurückliegenden Debatte samt Volksentscheid über die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Schweiz mit Aufmerksamkeit verfolgt werden. Bellut gegenüber sitzen wird Fragenstellerin und  Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld.

Das Panel mit Thomas Bellut wird am Mittwoch den Abschluss eines Debatten-Tages über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sein. Bereits am Vormittag (12.15 Uhr) diskutiert ein Panel die Notwendigkeit und Bereitschaft zur Reform des Mediensystems. Dort zu Gast sein wird auch die rbb-Intendantin Patricia Schlesinger. Darüber hinaus wird am Nachmittag (14.45 Uhr) Leonhard Dobusch, Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied im ZDF-Fernsehrat, zu diesem Thema sprechen – und eine radikale Reform der digitalen Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Anstalten fordern. Im Interview mit MEEDIA sprach er über seinen Vorschlag vorab.

Sondertipp um 19.45 Uhr: Sascha Lobos „Kraftrede“

Er ist von der re:publica genauso wenig wegzudenken, wie seine Frisur als sein Markenzeichen: Auch in diesem Jahr wird Sascha Lobo als Finale des ersten Tages auf der Bühne stehen und über die Entwicklungen der (digitalen) Gesellschaft referieren. Während seine Auftritte als Reden „zur Lage der Nation“ bekannt worden sind, wird er in diesem Jahr eine „Kraftrede“ halten. „Dafür und nicht dagegen.“

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