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Sexuelle Belästigung beim WDR: Weiterer "ranghoher Mitarbeiter" freigestellt

WDR-Intendant Tom Buhrow (l.) und Sonderermittlerin Monika Wulf-Mathies wollen die Vorwürfe gegen Mitarbeiter und Sender aufarbeiten

Im Zuge der internen WDR-Ermittlungen zu den Vorwürfen sexueller Belästigungen bei dem öffentlich-rechtlichen Sender zieht Intendant Tom Buhrow weitere Konsequenzen: Nach Angaben der Bild-Zeitung soll nach dem ehemaligen Auslandskorrespondenten nun ein zweiter „ranghoher Mitarbeiter“ des Senders freigestellt worden seien.

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Ein WDR-Sprecher bestätigte den Vorgang auf Nachfrage der Bild, wollte aber zu konkreten Vorwürfen sowie zu der Identität des Mannes keine Angaben machen.
Losgetreten wurde die Affäre rund um sexuelle Belästigungen durch diverse Veröffentlichungen des stern und des Recherchebüros Correctiv. Dabei ging es um Anschuldigungen gegen einen ehemaligen WDR-Korrespondenten, gegen einen hochrangigen WDR-Journalisten und einen Mitarbeiter einer WDR-Tochterfirma. Der Spiegel legte in seiner jüngsten Ausgabe nach und berichtete von Vorwürfen gegen drei weitere WDR-Mitarbeiter. Betroffen sein sollen ein prominenter TV-Kollege, der mittlerweile im Ruhestand ist, ein Hörfunk-Journalist, der wegen Stalkings bereits aktenkundig sein soll, aber bis heute beim WDR arbeitet; und ein Mitarbeiter der Abteilung Revision.
Gegen die WDR-Führung wurden auch Vorwürfe erhoben, frühzeitig von Vorwürfen gewusst zu haben, allerdings wenig bis nichts unternommen zu haben. Der WDR verwahrte sich gegen diese Darstellungen. Fakt sei, dass es derzeit im WDR einen nachgewiesenen Fall sexueller Belästigung gab, der arbeitsrechtliche Konsequenzen gehabt habe und nun nochmals überprüft wird. Allen anderen Hinweisen auf weitere mögliche Fälle werde „mit aller Sorgfalt nachgegangen“, so der Sender.
Auf einem Pressetermin in der vergangenen Woche hatte WDR-Intendant Tom Buhrow verkündet, die ehemalige EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies als Sonderermittlerin einzusetzen. Für ihre unabhängige Prüfung soll die SPD-Politikerin und ehemalige Gewerkschaftsvorsitzende (ÖTV) “uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen, Vorgängen sowie Gesprächspartnern” erhalten, so der WDR. Die Ergebnisse sollen nach Abschluss der Untersuchung dann veröffentlicht werden. Die 76-Jährige hatte zuletzt von 2001 bis 2008 als Leiterin des Zentralbereichs Politik und Nachhaltigkeit bei der Deutschen Post/DHL fungiert.

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