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Korrespondenten-Dinner: Komikerin Michelle Wolf zerlegt US-Präsident Trump – und der reagiert säuerlich

US-Präsident Donald Trump liefert sich mit den Medien seit Wahlkampfzeiten erbitterte Fehden
US-Präsident Donald Trump liefert sich mit den Medien seit Wahlkampfzeiten erbitterte Fehden

Es ist eine große Tradition, die schon für manch deftige Schlagzeile gesorgt hat: das Korrespondenten-Dinner in Washington. Einmal im Jahr treffen sich dabei Journalisten und US-Politiker zu einer Gala, bei der nicht immer festliche, sondern oft auch bitterböse Reden gehalten werden. Wie am Wochenende: US-Präsident Trump blieb dem Dinner bereits das zweite Jahr in Folge fern, konnte dem Presse-Spott jedoch nicht entkommen. Vor allem Komikerin Michelle Wolf rechnete mit Trump und seinem Stab gnadenlos ab. 


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Donald Trump und Journalisten: Das ist eine Wechselbeziehung, aus der keine Freundschaft mehr entstehen dürfte. Seit Beginn seiner Präsidentschaft attackiert Trump die Presse aufs Heftigste. Entsprechend scharf fallen die Konter beim turnusmäßigen Korrespondenten-Dinner aus, das einmal im Jahr in Washington stattfindet.

Seit fast 100 Jahren (1920) veranstaltet die Vereinigung des White House Press Corps (WHCA) am letzten Aprilwochenende üblicherweise in Anwesenheit des US-Präsidenten und seines Vizepräsidenten ein Dinner. Dass Donald Trump nach seinem höchst angespannten Verhältnis zur Presse kein gesteigertes Interesse an einer Teilnahme an dem Festessen hatte, war absehbar.

“Warum sollte ich in einem Raum mit einem Haufen Fake News-Liberalen sein wollen?” hatte Trump im Vorfeld verächtlich seine Abwesenheit erklärt – und war stattdessen zu einer Kundgebung nach Michigan aufgebrochen.

“Wie ein Pornostar, kurz bevor er Sex mit einem Trump hat”

Die Rechnung folgte am Samstagabend prompt. Präsentiert wurde sie von Komikerin Michelle Wolf, die Trump in ihrer Rede von Beginn an frontal anging. “Um es zu sagen wie ein Pornostar, kurz bevor er Sex mit einem Trump hat: Bringen wir’s hinter uns”, lästerte die 32-Jährige.

Im Verlauf der 20-minütigen Rede wurde Wolf noch deutlicher und deftiger – u.a mit einer Anspielung an Trumps legendäres Bus-Video.

“Ivanka ist so hilfreich wie eine leere Box Tampons”

Nicht nur der 45. Präsident wurde in Wolfs Rede scharf kritisiert, sondern auch sein Stab (besonders Pressesprecherin  Sarah Sanders, die Wolf für ihr Make-up verspottete) und seine Familie.

Trump-Tochter Ivanka watschte Wolf mit mehreren derben Sprüchen ab. “Ivanka sollte eine Fürsprecherin für Frauen werden. Stattdessen ist sie so hilfreich wie eine leere Box Tampons. Sie hat nichts Befriedigendes für Frauen getan. Wie der Vater, so die Tochter”, lautet das vernichtende Urteil der Berufskomikerin.

Entsprechend vorhersehbar fiel die Reaktion von Donald Trump aus. “Während (die Kundgebung – Anmerkung der Redaktion) in Michigan, Washington, ein großer Erfolg war, hat (die Veranstaltung – A.d.R.) in Washington, D.C. nicht funktioniert. Jeder redet darüber, dass das Korrespondenten-Dinner ein großer, langweiliger Flop war… und die sogenannte Komikerin hat es wirklich vermasselt”, twitterte Trump.

Trump war nicht der einzige Kritiker von Wolfs Auftritt. New York-Times-Korrespondentin  Maggie Haberman twitterte, Wolf habe mit ihrer ätzenden Kritik den Bogen überspannt.

Am Ende ihrer Rede nahm Wolf sogar die Medien ins Visier: “Ich habt geholfen, dieses Monster zu kreieren – und nun profitiert Ihr auch noch davon”.

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