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Doch keine Mittelklasse: Apples LCD-iPhone X soll nur 200 Dollar weniger kosten als das OLED-Modell

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iPhone X: Alle Hoffnungen ruhen inzwischen auf einer günstigeren LCD-Version © Apple

Es klang zu schön, um wahr zu sein: Ein neues Apple-Smartphone im Design des iPhone X zum halben Preis dank eines LCD- statt OLED-Displays – das sagt seit Monaten KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo voraus. Nun macht Rosenblatt-Analyst Jun Zhang einen Strich durch die Rechnung. Ganze 200 Dollar weniger als das iPhone X (oder seinem Nachfolger) werde das 6,1 Zoll große LCD-iPhone kosten, prognostiziert Zhang, der eine Historie von genauen Prognosen besitzt.

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Das iPhone X ist tot, lang leben seine Nachfolger: Das ist das Mantra, das in diesen Tagen an der Wall Street vorherrscht.  Inzwischen über 70 Milliarden Dollar an Börsenwert hat Apple allein in den vergangenen vier Handelstagen vernichtet, seit neue Hiobsbotschaften  von Zulieferern und Analysten die Aktie nach unten ziehen. “Anleger befinden sich im totalen Panikmodus”, fasst GBH-Analyst Daniel Ives  die Ausverkaufsstimmung unter Apple-Aktionären zusammen.

Fest steht zumindest: Das iPhone X wird kein Hit mehr, zu dramatisch und schnell ist das Interesse am hochpreisigen OLED-iPhone, das eigentlich einen neuen Superzyklus auslösen sollte, abgeflaut. Der große Hoffnungsträger bleibt offenkundig immer deutlicher hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück, zu hoch hat Apple sein neues Smartphone-Flaggschiff mit OLED-Display, das in Deutschland in der Spitzenversion zu happigen 1319 Euro angeboten wird, bepreist.

Zwei OLED-Nachfolger zum iPhone X erwartet

Entsprechend richtet sich der Blick bereits in die Zukunft: Bleibt Apple bei seinem traditionellen Launch-Rhythmus, könnte der wertvollste Konzern  schon in viereinhalb Monaten neue iPhones vorstellen. Dass der Techpionier Nachfolgemodelle zu seinem erst im vergangenen November komplett neu designten Spitzensmartphone anbietet, gilt als gesichert.

Wie der gut vernetzte Tech-Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities bereits im vergangenen Dezember in einer Research-Note prognostizierte, dürfte Apple in diesem Jahr sogar zwei iPhone-Modelle mit OLED-Display auf den Markt bringen.

Das iPhone X könnte sogar noch teurer werden

Kuo erwartet ein Nachfolgemodell zum jetzigen iPhone X, das mit einer Bildschirmdiagonale von 5,8 Zoll ausgestattet, nach dem Formfaktor aber nur wenig größer als das iPhone 8 ist – mutmaßlich das iPhone Xs. Mit Verweis auf die Zuliefererkette berichtete Kuo zudem, dass Apple bei der nächsten X-Generation in diesem Jahr auch ein größeres iPhone mit 6,5 Zoll großem OLED-Display präsentieren wird – mutmaßlich das iPhone X(s) Plus.

Die gute Nachricht für Apple-Fans ist also, dass sie künftig auch die seit 2014 bekannte Plus-Variante des X-Modells wählen können. Die schlechte Nachricht lautet jedoch, dass Apples Hochpreis-Smartphone kaum günstiger werden dürfte: Die Schweizer Großbank UBS rechnet beim nächsten iPhone X-Modell sogar mit einem Preisaufschlag von 100 Dollar. Der Grund: Wenn Apple Kunden einmal an ein neues Preisniveau gewöhnt hat, hat der Techpionier in der Vergangenheit immer wieder weiter an der Preisschraube gedreht.

Große Erwartungen an Mittelpreis-iPhone
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Bleibt der Traum vom randlosen iPhone also nur wohlhabenden Kunden vorbehalten, die bereit sind, weit über 1000 Euro für ein Smartphone designed in Cupertino auszugeben? Nicht unbedingt: Ming-Chi Kuo nährt seit Monaten die Hoffnung auf ein iPhone-Modell im X-Design, das im Mittelpreis-Segment positioniert werden könnte.

Wie Kuo vergangene Woche in einer neuen Research-Note prognostizierte, die dem Blog 9to5Mac vorliegt, könnte Apple sein neues Mittelpreis-iPhone, das über eine Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll und ein ähnlich randloses Display wie das iPhone X verfügen soll, bereits ab 550 bis 650 Dollar anbieten.

Rosenblatt: LCD-iPhone X soll nur 200 Dollar billiger werden als das OLED-Modell

Der Grund für den Preissturz ist das Display. Während das hochpreisige iPhone X wegen der erstmals verwendeten OLED-Displays, die Samsung liefert, so massiv verteuert wird, dürfte Apple beim Mittelpreis-iPhone, das sich nach Kuos Einschätzung zum eigentlichen Kassenschlager entwickeln könnte, ein aus den vergangenen Jahren bekanntes LCD-Display verwenden.

Doch nach Meinung  von Rosenblatt Securities geht die Rechnung nicht auf. Wie Analyst Jun Zhang in einer neuen Research-Note prognostiziert, die dem Blog Apple Insider vorliegt, dürfte das LCD-iPhone X nur 200 Dollar billiger werden als das OLED-Modell – und damit ab 799 Dollar angeboten werden.

LCD-iPhone X mit größtem Verkaufspotenzial

Der Einwand klingt plausibel: Warum sollte Apple ein brandneues iPhone-Modell, das sich nur im Display von der Premiumversion unterscheidet, zum halben Preis anbieten – und damit sogar günstiger als das iPhone 8? Einig sind sich Zhang und Kuo über das Verkaufspotenzial des LCD-iPhone im Look des iPhone X.

Der Rosenblatt-Analyst prognostiziert, dass Apple für das zweite Halbjahr 60 Millionen LCD-iPhones fertigen lassen will und dagegen nur 50 Millionen OLED-iPhone X, wobei das 5,8 Zoll große Modell mit 28 Millionen Einheiten in etwas größerem Umfang gefertigt werde als das mutmaßlich teuerste iPhone aller Zeiten in 6,5 Zoll (22 Millionen Einheiten).

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