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Algorithmen im Newsfeed: Nach NZZ und Springer setzt jetzt auch die FAZ auf personalisierte Nachrichten

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat am gestrigen Donnerstag ein großes Update für ihre App veröffentlicht. Teil davon ist ein Algorithmus-basierender Nachrichtenfeed, der den Lesern personalisierte Nachrichten bieten soll. Die FAZ ist aber nicht das einzige deutschsprachige Medium, das ein solches Angebot im Portfolio hat. Zudem arbeiten andere ebenfalls an ähnlichen Angeboten.

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Laut dem Verlag wünschen sich Leser “immer häufiger Nachrichtenangebote, die ihren individuellen Lesegewohnheiten besser entsprechen”. Das Angebot soll das Leseerlebnis bereichern und mit überraschenden Inhalten ergänzen. Daher finden Leser seit Donnerstag neben der herkömmlichen Startseite einen “Entdecken”-Tap in der App. Die FAZ erhofft sich damit auch eine bessere Nutzerbindung und höhere Verweildauer in der App.

Mit dem personalisierten Feed ist die FAZ das dritte große deutschsprachige Medium, das einen solchen anbietet. Zuvor hat die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) mit ihrer Companion-App ein ähnliches Angebot getestet und der Axel Springer Verlag hat mit Bild Buzz und Upday gleich zwei Formate im Portfolio, die Inhalte basierend auf dem Nutzerinteresse ausspielen. Die FAZ ist, genauso wie die NZZ und der Axel Springer Verlag, Mitglied der Google Digital News Initiative, haben dafür aber nicht zusammengearbeitet. Die FAZ wurde jedoch von der Initiative finanziell unterstützt.

Den Algorithmus für den Feed hat das Digital-Team der FAZ mit Partnern auf Basis der Cartana Intelligence Services in der Microsoft-Azure-Cloud entwickelt, wie der Chefredakteur Digitale Produkte der FAZ, Carsten Knop, auf MEEDIA-Anfrage mitteilt. Vorangegangen waren rund eineinhalb Jahre Arbeit. Der Verlag hatte die Technik schon in der Vorgängerversion der App freigeschaltet, um auf dieser Basis den Algorithmus weiter zu entwickeln.

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Nach MEEDIA-Informationen arbeitet auch Zeit Online an einem ähnlichen Konzept. Es sei aber noch zu früh, um nähere Details zu kommunizieren, sagte eine Sprecherin.

Zuzüglich zu Upday, dass nur auf Samsung Telefonen verfügbar ist, und Bild Buzz plant der Axel Springer Verlag zur Zeit keine weiteren Implementierung eines Algorithmen-basierenden Feeds in anderen Angeboten. Spiegel Online und die Süddeutsche Zeitung möchten sich zu etwaigen Überlegungen nicht äußern.

Aktualisierung am 26.04.2018, 11:30 Uhr: Der Text wurde mit der Antwort der Süddeutschen Zeitung ergänzt.

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