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Stimmen zur Adblocker-Entscheidung: “Urteil ist ein Schlag ins Gesicht der Digitalen Wirtschaft und des unabhängigen Journalismus”

Axel Springer (CEO Mathias Döpfner, li.) hatte gegen Eyeo (CEO, Till Faida, re) geklagt. Nicht zufrieden mit dem Richterspruch ist Dirk Maurer von BVDW
Axel Springer (CEO Mathias Döpfner, li.) hatte gegen Eyeo (CEO, Till Faida, re) geklagt. Nicht zufrieden mit dem Richterspruch ist Dirk Maurer von BVDW

Für Axel Springer ist es eine herbe Niederlage und für Adblock Plus von Eyeo ein Sieg auf ganzer Linie: Der I. Senat des Bundesgerichtshofes hat entschieden, dass Werbeblocker keinen unlauteren Wettbewerb und keine rechtswidrige aggressive Geschäftspraxis darstellen. Die meisten Reaktionen sind von Unverständnis geprägt. So fürchten gleich mehrere Verbände eine massive Gefährdung des Finanzierungsmodell für journalistische Inhalte. Andere sehen dagegen das Leitbild des mündigen Verbrauchers bestätigt.

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Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) reagiert mit Unverständnis auf das Urteil: „Dadurch würde jedes Finanzierungsmodell für journalistische Inhalte im Netz, das auf die Einnahmen von digitaler Werbung setzt, massiv gefährdet“, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff heute in Berlin.
Als schwer nachvollziehbar bezeichneten die Verleger die BGH-Entscheidung, dass das kostenpflichtige „Whitelisting“ von Eyeo auch weiterhin erlaubt bleibe. „Damit würden künftig die Vertreiber von Adblockern das Werbegeschäft machen, allerdings ohne eigene Leistungen, die allein von den Medienhäusern erbracht werden“, betonte Wolff.

Auch der Deutsche Dialogmarketing Verband äußerte sich zu dem Urteil. Der DDV sieht das Leitbild des mündigen Verbrauchers bestätigt. “Das heutige Urteil des BGH unterstützt die Haltung des DDV, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er einen Adblocker nutzt, um Werbeinhalte im Internet auszublenden”, kommentiert DDV-Präsident Patrick Tapp. “Wer jedoch werthaltigen Content erwartet und nutzt, muss auch bereit sein, eine faire Gegenleistung dafür zu erbringen: entweder, indem er Werbung zulässt, oder aber, indem er für den Inhalt zahlt – tut er das nicht, muss er zukünftig mit einem Verlust an Qualität bei frei zugänglichem Content rechnen”.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bedauert dagegen die Entscheidung des Bundesgerichtshofs, wonach Adblocker keinen Wettbewerbsverstoß darstellen sollen. So stelle die Position des BGH, wonach auch das Blacklisting rechtlich unbedenklich ist, nicht nur die etablierten Erlösmodelle der Verlage in Frage, sie habe auch unabsehbare Folgen für die Finanzierung journalistischer Inhalte in den Medien. Bezahlschranken würden nur in sehr wenigen Fällen weiterhelfen. „Das Urteil ist ein Schlag ins Gesicht der Digitalen Wirtschaft und des unabhängigen Journalismus. Es gefährdet die bewährten Geschäftsmodelle und die Vielfalt der Medienlandschaft, die Folgen sind kaum abzusehen”, erklärt Dirk Maurer von IP Deutschland und Stellvertretender Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises im BVDW.

Die Adblocker-Plus-Mutter Eyeo zeigte sich nach der Entscheidung des BGH sehr zufrieden. So kommentierte CEO Till Faida: “Wir freuen uns, dass sich nun auch das höchste deutsche Gericht für den freien Willen der Nutzer entschieden hat und zugleich die Legitimität unseres Acceptable Ads Programms bestätigt worden ist. Wir werden uns jetzt wieder voll und ganz darauf konzentrieren, unseren Nutzern und unseren Partnern innovative und nachhaltige Lösungen zu bieten.”

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Das sieht der klagende Springer jedoch gänzlich anders. So sagte Claas-Hendrik Soehring, Leiter Medienrecht beim Berliner Medienhaus gegenüber MEEDIA: “Wir halten die Entscheidung des Bundesgerichtshofs für falsch. Denn bereits das Blockieren von Werbung, das sogenannte ‚Blacklisting‘, ist rechtswidrig. Wir sehen im heutigen Urteil eine Verletzung der über Artikel 5 Grundgesetz geschützten Pressefreiheit, weil Werbeblocker die Integrität von Onlinemedien und deren Finanzierung gezielt zerstören. Programme wie ‘AdblockPlus’ gefährden die Qualität und Vielfalt von Informationsangeboten und verletzen damit auch die Interessen der Allgemeinheit. Hier geht es um einen Eingriff in den Kern der freiheitlichen Medienordnung. Wir werden Verfassungsbeschwerde erheben.“

Tim Hoesmann, Rechtsanwalt für Medien- und Urheberrechte, versteht die Argumente beider Seiten und hält das BGH-Urteil auf Grundlage der Begründung für “nachvollziehbar”. Dennoch sei die Entscheidung schwierig, weil sich der I. Senat zum “Whitelisting und Blacklisting nicht so detailliert geäußert hat, wie man es sich vielleicht erhofft hatte”, wie er im Gespräch mit MEEDIA sagt. “Nun, AdBlocker sind zulässig und das Geschäftsmodell rechtens. Die Medienunternehmen müssen jetzt überlegen, wie sie einzelne Angebote umgestalten lassen und welche technischen Möglichkeiten es da gibt.” Dass Axel Springer vor das Verfassungsgericht ziehen möchte, kann er verstehen. “Allerdings haben 99,5 Prozent aller Verfassungsbeschwerden keine Aussicht auf Erfolg”, sagt Hoesmann. “Das Verfassungsgericht sieht sich nicht in der Verantwortung, die Urteile des BGH zu überprüfen.”

 

Update, 20. April, 12 Uhr: Die Einschätzung von Jurist Tim Hoesmann hat die Redaktion nach der Veröffentlichung eingefügt.

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Alle Kommentare

  1. Das ist doch die Gelegenheit, mal die Werbung auf den Seiten zu überdenken. Warum ist der Adblocker so beliebt? Weil die Werbung nervt. Muss Werbung nerven? Sicher nicht. Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal über Grundsätzliches nachdenken.

  2. Eigentlich haben die Verlage es doch selbst in der Hand
    – keine Tracker und Malware-Verseuchung mehr in Kauf nehmen, sondern dafür sorgen, dass dem Besucher kein Schaden droht und keine nervige Werbung mehr (Overlays und ähnlichen Schrott)
    – AdBlock-Nutzer_innen aussperren
    Aber nein, sie sagen “wasch mich, aber mach mich nicht nass” – das kann nun mal nicht klappen.

    Davon ab ist das alles eh Unsinn: es gibt so viele Tools, die über kein Geschäftsmodell verfügen, die können die nicht auf dem Klageweg loswerden.
    Deshalb versuchen die jetzt auch, AdBlocker zu verbieten. Und unsere Regierung hat ja für jeden Lobbyisten offene Ohren… leider haben die Bürger_innen keine Lobby…

  3. Wie wärs mit besseren Produkten für die man dann auch was bezahlen will UND nicht plärrende Videos etc ertragen muss

    Just sayin

  4. Es kann doch wirklich nicht sein, dass Medien wie der “Stern” und andere explizit dazu auffordern, jetzt erst mal ein bisschen Werbung zu gucken, bevor der Beitrag gelesen werden kann. Bei allem Verständnis für die Finanzprobleme der Medien, “Qualitätsleser von Qualitätsmedien” sind keine verblödeten Kühe, die man zum Grasen auf die Weide führt, damit sie schön artig Milch geben.
    Die online-Werbung ist im Übrigen inzwischen so penetrant, dass ein Besuch bestimmter Seiten kaum noch zumutbar ist und vermutlich so auch keine Zukunft hat. Die Verlage sollten sich besser überlegen, wie sie ihre Seiten attraktiver gestalten und Werbung so plazieren können, dass sie nicht als Aufforderung verstanden wird, möglichst schnell wegzuklicken. Nerv-Werbung funktioniert ohnehin nicht.

    1. Fragen Sie mal bei SPON nach. Deren Werbeeinnahmen sinken rapide..der AdBlocker ist eben wertvoller als das Geschreibsel, was sich eh mit ARD, SZ und Zeit deckt.

  5. Wenn schon der potentielle Leser dieser inkompetenten Journaille keinen Cent hinterherwerfen will, dann muss man ihn eben zwingen.
    Es gibt ja aktuell genug Idioten, die Zwangsabgaben zur Rettung der Meinungs-und Pressefreiheit postulieren. Wir leben im 21. Jahrhundert! Informationen gibt es mehr als genug. Aber vielleicht kommt sie noch, die Zwangsabgabe zur medialen Vielfalt und Bereicherung.

  6. Buhuhuuu, der Blinkibunti-Überfall auf die wehrlosen Leserinnen und Leser wurde abgewehrt, jetzt müssen wir aber sehr darüber weinen.

    Ganz einfache Frage: So einen Adblocker zu installieren macht ja doch einen gewissen Aufwand: recherchieren, herunterladen, installieren, einstellen. Meinen die Herrschaften Funktionäre, den Aufwand würde auch nur ein einziger Mensch auf sich nehmen, wenn er sich nicht erheblich geärgert hätte über die Flut an blinkendem und brüllendem Reklame-Mist, die er von den Nun-Heulsusen ins Gesicht geschüttet bekam?

    Redlicher Lohn, das.

    Das Gehirn wird erstaunlicherweise aber immer noch nicht eingeschaltet.

  7. Willkommen im 21. Jahrhundert, werte Damen und Herren der Verlagsbranche. Wenn mit dem aktuellen Geschäftsmodell kein Geld mehr zu verdienen sein soll, dann wäre das Geschäftsmodell zu überdenken.
    Für investigativen, enthusiastischen und authentischen Journalismus würde der Leser sicherlich auch Geld ausgeben. Dann könnte auf eine Werbe-Belästigung verzichtet werden, wenn der seitens des Verlages dies vertreten werden kann. Stattdessen folgt die aktuelle Meidenlandschaft einem subjektivem Einheitsbrei und Geschwafel. Wo bleibt der wahre Journalismus der so genannten Mainstream-Medien? Alternativen gibt es zu Hauf.

  8. agressive Werbung im briefkasten ist verboten worden.
    im tv kann ich umschalten.
    und im Internet soll ich das hinnehmen, das kann ja auch nicht sein.
    ich bin alt genug, um selbst zu entscheiden ob ich mit werbung zugemüllt werden will oder nicht, dazu brauche ich keinen BDZV.

  9. Die Verlagshäuser haben noch nicht begriffen, daß es das Geschäftsmodell des “unabhängigen Qualitätsjournalismus” schon lange nicht mehr gibt. Ersten sind die Medien nicht unabhängig und zweitens liefern sie keine Qualität. Der heutige Journalist ist in der Regel ein Generalist, der von nichts richtig Ahnung hat und in erster Linie PR und Click-Bait Produkte produziert. Wirklich unabhängige Blogger, die sich seit Jahren intensiv mit einem Thema beschäftigen bieten eine Qualität an Information und Analyse, die die Mainstream Medien niemals erreichen. Deren Journalisten sind überbezahlte Propaganda-Nutten mit elitären Dünkeln.

  10. Sie wehren sich und zappeln und strampeln und dabei erkennt man mit jeder Bewegung besser, wie lächerlich und hirnrissig die Argumentation von Springer ist. Das die sich nicht schämen!

    Ich finde, das ist großartige Unterhaltung!

    Das ändern der Darstellung im eignen Browser ist rechtwidrig?

    Ob ich (Werbe-)Bilder im Browser anzeige oder nicht entscheidet jetzt Springer?

    Und wenn jetzt mein Browser keine Bilder darstellen kann und noch nie konnte? Oder Popups? Darf ich dann den Browser nicht mehr verwenden?

    Und darf mein Anti-Viren-Programm noch das Ausführen eines Schadprogrammes verhindern, wenn der Quelltext der Seite ganz klar sagt: Ausführen? (aka drive-by-infektion)?

    Allein schon diese Aussage zeigt deutlich wie verlogen manche Medien sind:

    “Da Programme wie Adblock Plus die freiheitliche Medienordnung gefährdeten, …”

    Das heißt im Klartext nichts anderes, als das der Nutzer sich zwingend mit Werbung, Trackern und Pop-ups zumüllen lassen muss, um an den “freiheitlichen Medien” partizipieren zu dürfen. Es spricht Bände darüber, welche Definition und Meinung Unternehmen wie Axel Springer von Pressefreiheit haben. In letzter Konsequenz ist diese unwichtiger als Werbeeinnahmen.

    Wer SPIEGEL ONLINE ohne Adblocker besucht, weiß welche Ausmaße mittlerweile die Werbung, selbst startende Werbevideos, Overlays und Pop-ups angenommen haben. Bei SPON wird alles ausgeworfen was die Industrie anbietet.

  11. Dieses Urteil könnte sich als ein Akt der Sucht-Prävention herausstellen.

    Der Drang von Journalisten, indoktrinieren zu müssen, sowie der Zwang, die Opfer dafür auch noch bezahlen lassen zu wollen.

    Egal ob die Bezahlung direkt in cash, oder eben indirekt durch die Zwangs-Konsumierung von Werbung erfolgt.

    Einige Medienschaffende (in anderen Sparten wird die Bezeichnung “Drücker” verwendet) sollten sich vielleicht einer Therapie unterziehen. Vielleicht könnte es helfen, sich von der Sucht der Bedienung des eigenen Selbstwertgefühls, vom Zwang des vermuteten Vorhandenseins einer eigenen Bedeutung zu befreien.

    Es müßte ein Journalismus möglich sein, der sich auf Sachlichkeit, auf das Bemühen um Objektivität beim Zusammentragen möglichst aller erreichbarer Fakten beschränkt und dem Leser sodann das Urteil überläßt, wie er eine Faktenlage bewertet. Egal, was bei dem dabei herauskommen mag.

    Wer weiß, vielleicht gäbe es an einem derartigen Medienprodukt ein Interesse, welches dann auch honoriert würde, weil der Konsument die Einschätzung gewinnt, sich eine Unkenntnis derartiger Zusammenfassungen gar nicht leisten zu können, und sich dies auch gar nicht leisten mag. Denn gute Informationen haben immer einen Wert und sind immer gesucht.

    Derzeitiger Zustand: Bedeutungs-Junkies haben die Lenkung der Welt übernommen. Medien sind ein wichtiger Bestandteil der entstandenen Lenkungs-Elite, welche den Menschen die Selbstbestimmung aus der Hand genommen, aus der Hand geschlagen hat.

    Neu ist dabei die verwendete Technik. Früher hat es dazu der Gewalt bedurft. Inzwischen ist die Psychologie weiter.

    Nur Dumpfköpfe können langfristig bereit sein, sich die Bedingungen ihrer Existenz unterjubeln zu lassen. Es ist also vielleicht ein gutes Zeichen, wenn unsere heutigen Medien in Existenzschwierigkeiten geraten, ihnen der “Stoff” entzogen wird. Es ist ein gutes Zeichen, wenn Reste von Rechtsstaatlichkeit unseren selbsternannten Lenkern eine Existenzgarantie verweigern. Denn derartige Garantien sollte die Politik der Transparenz wegen selber in die Hand nehmen müssen.

    Vielleicht also ein guter Tag.

    Dieses Urteil könnte sich als ein Akt der Sucht-Prävention herausstellen.

    Der Drang von Journalisten, indoktrinieren zu müssen, sowie der Zwang, die Opfer dafür auch noch bezahlen lassen zu wollen.

    Egal ob die Bezahlung direkt in cash, oder eben indirekt durch die Zwangs-Konsumierung von Werbung erfolgt.

    Einige Medienschaffende (in anderen Sparten wird die Bezeichnung “Drücker” verwendet) sollten sich vielleicht einer Therapie unterziehen. Vielleicht könnte es helfen, sich von dem Zwang, von der Sucht der Bedienung des eigenen Selbstwertgefühls, einer vermuteten eigenen Bedeutung zu befreien.

    Es müßte ein Journalismus möglich sein, der sich auf Sachlichkeit, auf das Bemühen um Objektivität beim Zusammentragen möglichst aller erreichbarer Fakten beschränkt und dem Leser sodann das Urteil überläßt, wie er eine Faktenlage bewertet. Egal, was bei dem dabei herauskommen mag.

    Wer weiß, vielleicht gäbe es an einem derartigen Medienprodukt ein Interesse, welches dann auch honoriert würde, weil der Konsument die Einschätzung gewinnt, sich eine Unkenntnis derartiger Zusammenfassungen gar nicht leisten zu können, und sich dies auch gar nicht leisten mag. Denn gute Informationen haben immer einen Wert und sind immer gesucht.

    Derzeitiger Zustand: Bedeutungs-Junkies haben die Lenkung der Welt übernommen. Medien sind ein wichtiger Bestandteil der entstandenen Lenkungs-Elite, welche den Menschen die Selbstbestimmung aus der Hand genommen, aus der Hand geschlagen hat.

    Neu ist dabei die verwendete Technik. Früher hat es dazu der Gewalt bedurft. Inzwischen ist die Psychologie weiter.

    Nur Dumpf köpfe können langfristig bereit sein, sich die Bedingungen ihrer Existenz unterjubeln zu lassen. Es ist also vielleicht ein gutes Zeichen, wenn unsere heutigen Medien in Existenzschwierigkeiten geraten, ihnen der “Stoff” entzogen wird. Es ist ein gutes Zeichen, wenn Reste von Rechtsstaatlichkeit unseren selbsternannten Lenkern eine Existenzgarantie verweigern. Denn derartige Garantien sollte die Politik der Transparenz wegen selber in die Hand nehmen müssen.

    Vielleicht also ein guter Tag.

  12. Ich bin (Dank des Alters) seit den Anfängen des Internets dabei und habe – nach vielen Jahres des leidvollen Duldens – zwischenzeitlich auch einen AdBlocker installiert.
    Gründe:
    1. Die Werbung wurde immer lauter, aufdringlicher, STÖRENDER! Es gab/gibt kein Regulativ mehr!.
    2. Wegklicken ist nicht mehr möglich oder aber man muss das “Schließfenster” mit der Lupe suchen.
    3. Die räumliche Positionierung auf den Seiten quält mittlerweile erheblich. Es ist eben keine Werbung mehr am Seitenrand, sondern regelrechte Belästigung.
    4. Die journalistische Qualität bleibt immer mehr auf der Strecke! Statt in eine gute journalistische Leistung zu investieren, gingen die meisten Verlage den Weg der Redaktionszusammenlegung, der Verschmelzung der Lokal-, Regionalausgaben, also des “billigen” Journalismus! Die neuen Erlösquellen sollten wohl die Werbeeinblendungen sein – leider hat sich die Verlagsbranche damit ziemlich heftig ins eigene Knie geschossen!
    5. Erlösmodelle für die Printbranche wurden jahrelang nicht diskutiert – alle qualitativ hochwertigen Inhalte (= Tafelsilber) wurden verschenkt – das prägt den Nutzer!
    6. Die ePaper der Printobjekte werden von den Verantwortlichen auch heute immer noch nicht für voll genommen (auch hier wieder “Verschenkkultur”).

    Ergo: Mein Mitleid über die Jammerei von Döpfner/des BDZV hält sich ziemlich in Grenzen!

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