Partner von:
Anzeige

Facebook unter Dauerdruck: EU-Parlament will Zuckerberg-Anhörung, in den USA fliehen die Nutzer

Screenshot: © CNBC
Unter Dauerdruck: Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei seiner aufsehenerregenden Anhörung vor dem US-Kongress

Nach der Anhörung ist vor der nächsten Vorladung: Kaum hat Mark Zuckerberg den zweitägigen Befragungsmarathon im US-Kongress und Repräsentantenhaus überstanden, droht schon die nächste Anhörung. Die EU drängt den Facebook-Chef, sich auch in Europa den Fragen der Parlamentarier zu stellen. Unterdessen droht Facebook zunehmend Ungemach in der Heimat: Nach Angaben des Marktforschers Techpinions haben die Amerikaner Konsequenzen aus dem Datenskandal gezogen – und jeder zehnte das Social Network verlassen.

Anzeige

Mark Zuckerberg bleibt keine Zeit zum Durchatmen. Kaum hat der 33-Jährige den zweitägigen Anhörungmarathon in den USA halbwegs unbeschadet überstanden, wollen Politiker diesseits des Atlantiks Anworten vom Facebook-Chef zum Datenskandal.

Die Grünen-Politiker Jan Philipp Albrecht und Sven Giegold hatten EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani aufgefordert, den Facebook-Chef zur Anhörung nach Brüssel zu zitieren: “Zuckerberg muss sich nun den Europaabgeordneten stellen, um glaubwürdig zu bleiben”, erklärte Albrecht.

Am Abend war klar, dass das EU-Parlament der Zuckerberg-Anhörung geschlossen zustimmte.  EU-Parlamentspräsident Tajani twitterte dazu heute, er sei zuversichtlich, dass Zuckerberg erscheine. “Wir sind zuversichtlich, dass Herr Zuckerberg auch bereit sein wird, unsere Fragen zu beantworten und damit zeigt, dass er sich ebenso gegenüber den europäischen Bürgern verpflichtet fühlt.”

Anzeige

#DeleteFacebook: Nutzer ziehen nach Datenaffäre Konsequenzen

Abgesehen von Showdowns mit der Politik droht dem Facebook-Chef Ungemach in seinem Arbeitsalltag. Wie der Marktforscher Techpinions in einer Studie unter amerikanischen Nutzern herausgefunden haben will, hat der Datenskandal um Cambridge Analytica reale Konsequenzen für Facebook.

Demnach hätten 9 Prozent der Befragten angegeben, dass sie Facebook in Reaktion auf die Datenaffäre in den vergangenen Wochen verlassen hätten. 17 Prozent der amerikanischen Facebook-Nutzer gaben an, sie hätten die App auf ihrem Smartphone gelöscht. Sogar 35 Prozent erklärten, sie würden das Social Network als Konsequenz nun weniger nutzen.

Mark Zuckerberg hat einem Nutzerrückgang zuletzt sowohl in Interviews als auch vor dem US-Kongress widersprochen.  Ob die Befragten am Ende mehr Absicht als ihr tatsächliches Handeln ausdrückten, bleibt abzuwarten – alarmierend ist die neue Facebook-Ablehnung allemal. An der Wall Street gab die Facebook-Aktie nach der Erholung der vergangenen Handelstage wieder um 1,5 Prozent auf knapp 164 Dollar nach.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia