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Trotz iPhone X-Schwäche: Tech-Analyst erwartet weiterhin, dass Apple die Billionen-Dollar-Bewertung bald knackt

CEO Tim Cook muss immer wieder beweisen, dass er die Erwartungen der Wall Street erfüllen kann © Apple
CEO Tim Cook muss immer wieder beweisen, dass er die Erwartungen der Wall Street erfüllen kann © Apple

Kein Superzyklus, keine Billionen-Bewertung: So lässt sich das Börsenjahr 2018 für Apple nach etwas mehr als dem ersten Viertel auf den Punkt bringen. Analysten sind seit Monaten bemüht, die überraschende Absatzschwäche des iPhone X einzupreisen. Brian White vom Finanzdienstleister Monness, Crespi, Hardt & Co kann dem ausgebliebenen iPhone X-Boom unterdessen gar etwas Gutes abgewinnen. Der notorische Apple-Optimist sieht ein Ende der Abhängigkeit von neuen Flaggschiffmodellen und erwartet bei den nächsten Quartalszahlen eine positive Überraschung – in Cash.

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Apple-CEO Tim Cook dürfte der Rummel um Mark Zuckerberg nicht ungelegen kommen: Nach Jahren unter minutiöser Beobachtung  der Branchenpresse steht aktuell einmal nicht Apple, sondern Facebook im Fokus der Aufmerksamkeit – und damit der Kritik.

Der Datenskandal des weltgrößten Social Networks lässt Apple plötzlich wie den Weißen Ritter der Internet- und Techbranche aussehen, an dem sich der Facebook-Chef zuletzt vergleichsweise hilflos abarbeitete. Tim Cook sieht in diesen Tagen dagegen wie der Gentleman der IT-Industrie aus, Mark Zuckerberg wie der nerdige Rüpel.

iPhone X startet enttäuschend

Entsprechend dürfte der 57-jährige nichts gegen die ungewöhnliche Nebenrolle haben, lenkt sie doch von Apples eher mäßigem Start ins neue Jahr ab, in dem der große Hoffnungsträger iPhone X offenkundig immer deutlicher hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Die Research-Abteilungen der Großbanken haben sich in den vergangenen Monaten mit immer weiter herabgesenkten Verkaufsschätzungen beim iPhone X überboten. Das Brokerhaus Rosenblatt Securities etwa rechnet damit, dass aktuell gerade noch 1 bis 1,5 Millionen Geräte pro Monat produziert werden.

Verschiebung des Upgradezyklus
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Für den langjährigen Apple-Analysten  Brian White, der inzwischen von der Investmentbank Drexel Hamilton zum Finanzdienstleister Monness, Crespi, Hardt & Co gewechselt ist, ist der schwache Verkaufsstart des neuen Flaggschiffsmartphones indes kein Problem. Im Gegenteil: White bewertet das Ausbleiben des Superzyklus als positiv, weil sich das Kaufverhalten der Kunden zu einer regelmäßigen Erneuerung des Kultsmartphones verschieben würde.

Der explosive Nachfrageboom bei der Einführung einer neuen Generation – wie etwa beim iPhone 6 – würde sich stattdessen in einen regelmäßigen Upgradezyklus wandeln. Zudem würde Apples Servicesparte, bereits jetzt der zweitumsatzstärkste Geschäftszweig, weiter an Bedeutung gewinnen.

Als drittes Argument für weiter steigende Kurse nennt der Monness, Crespi, Hardt-Analyst in seiner Research-Note, die dem Business Insider vorliegt, Apples immer größere Cashreserven, über die Tim Cook durch die Rückführung des Auslandskapitals nun effektiver verfügen könne. Brian White erwartet demnach bereits bei den kommenden Quartalszahlen Anfang Mai eine massive Ausweitung des Kapitalrückzahlungsprogramms um 100 bis 200 Milliarden Dollar.

Brian White sieht Kurspotenzial von 235 Dollar

Die Konsequenz: Als Kursziel für die nächsten zwölf Monate nennt White die stolze Marke von 235 Dollar. Das ist nicht nur das optimistischste Kursziel aller Analysten, die Apple begleiten, sondern würde dem Techpionier gleichfalls spielend den Sprung über die Bewertungsmarke von einer Billion Dollar verhelfen.

Tatsächlich wäre Apple bei Kursen von 235 Dollar 1,2 Billionen Dollar wert. Aktuell muss sich der wertvollste Konzern der Welt bei Kursen von 172 Dollar mit einem Börsenwert von 875 Milliarden Dollar begnügen und benötigt zum Durchbruch der magischen Bewertungsgrenze ein Kursplus von 14 Prozent.

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