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Politico Europe macht die Hälfte des Umsatzes mit Bezahl-Abos, die mindestens 7.000 Euro pro Jahr kosten

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Politico Europe, das von Politico gemeinsam mit Axel Springer als Joint Venture betrieben wird, baut das Geschäft mit (hoch)bezahlten Pro-Abos weiter aus. Wie der Branchendienst Digiday meldet, macht Politico Europe mittlerweile die Hälfte des Umsatzes mit solchen Bezahl-Abos. Die Abos sind dabei extrem teuer und können sogar in den sechsstelligen Bereich gehen. Der neue Politico-Dienst DataPoint spielt in der Bezahlstrategie eine wesentliche Rolle.

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DataPoint wurde erst Anfang April gestartet und kann ebenfalls für mindestens 7.000 Euro pro Jahr abonniert werden. Bei DataPoint werden vorgefertigte Präsentationen zu wichtigen Politikfeldern angeboten, die von Kunden heruntergeladen, bearbeitet und in eigene Präsentationen eingebaut werden können. Dabei geht es um Politikfelder wie Technologie, Agrar und Ernährung, Energie und Klima, Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Verkehrswesen, Handel, Brexit, Nachhaltigkeit, Daten und Digitalisierung, Haushalt und Wettbewerb. “Mit DataPoint beginnen wir damit, stark in Daten-Journalismus und Tools für Professionals zu investieren”, sagt Johannes Boege, Chief Product Officer bei Politico Europe. Das Angebot richtet sich nicht zuletzt an Lobbyisten und Vertreter von EU-Organisationen, die sich mit den vorgefertigten Präsentation Zeit und Geld sparen können.

Auch das restliche Pro-Angebot von Politico richtet sich an Profis und nicht an eine breite Leserschaft, darum auch die exorbitant hohen Abo-Gebühren. Bislang arbeiten laut Digiday drei Daten-Analysten für das DataPoint-Angebot eng mit dem Newsroom in Brüssel zusammen. “Unser Ziel ist es es, absolut unverzichtbar zu werden”,  sagt Politico Pro Europe-Chefredakteurin Nirvi Shah zu Digiday. Dabei sei es Teil der Strategie, Produkte jenseits der redaktionellen Angebote zu schaffen, um sich vom Wettbewerb abzusetzen. DataPoint soll pro Woche drei neue Präsentationen bereitstellen. Bislang umfasst die Bibliothek rund dreißig Präsentationen.

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Der Gesamtumsatz von Politico Europe sei im Jahresvergleich um 30 Prozent gestiegen, die Hälfte davon stammt mittlerweile aus dem Geschäft mit bezahlten Pro-Abos. 2016 lag der Paid-Content-Anteil am Gesamt-Umsatz noch bei 30 Prozent. Der Rest sind Werbe-Erlöse und Events. Ziel ist es, bis 2019 den Break Even zu erreichen. Insgesamt arbeiten derzeit 63 Journalisten für Politico Europe, 44 davon in der Zentrale in Brüssel.

 

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