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Machtzuwachs für Ove Saffe? Ex-Spiegel-Chef soll gesamtes Zeitungsgeschäft bei Funke steuern

Ove Saffe verantwortet bei Funke als Geschäftsführer bereits die Springer-Zukäufe Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost
Ove Saffe verantwortet bei Funke als Geschäftsführer bereits die Springer-Zukäufe Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost

Nach der Ernennung des Bauer-Managers Andreas Schoo zum neuen Zeitschriften-Geschäftsführer bahnen sich im Management der Funke Mediengruppe offenbar weitere Veränderungen an. Danach soll Ove Saffe, Geschäftsführer des Hamburger Abendblatts, konzernintern aufsteigen und künftig das gesamte Zeitungsgeschäft des Essener Medienhauses verantworten. Dem Ex-Spiegel-Verlagschef stehen dabei schwierige Aufgaben bevor.

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Erst vor wenigen Tagen hat der frühere Bauer-Geschäftsführer Andreas Schoo seinen neuen Posten als Zeitschriftenchef bei der Funke Mediengruppe angetreten. Jetzt verdichten sich bei dem Essener Medienhaus die Gerüchte, dass in Kürze eine Personalie bekannt gegeben wird, die für den Verlag von ebenso strategischer Bedeutung ist: Danach soll Ove Saffe, bislang Geschäftsführer für das Hamburger Abendblatt sowie der Berliner Morgenpost, künftig konzernweit die gesamte Verantwortung für das Zeitungsgeschäft des Medienunternehmens übernehmen. Ein Sprecher der Funke Mediengruppe hierzu auf Anfrage von MEEDIA: „Bitte haben Sie Verständnis, dass ich dazu im Moment keinen Kommentar abgeben kann“.

Sollte Saffe aufsteigen, würde der ehemalige Geschäftsführer des Spiegel-Verlags einen deutlichen Machtzuwachs bekommen. Denn das Zeitungsreich der Funke Mediengruppe ist vielschichtig. Es reicht vom Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Braunschweiger Zeitung bis zur Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Fraglich ist allerdings, ob Saffe hierzu seinen Dienstsitz nach Essen verlagert. Kolportiert wird, dass der Manager das Zeitungsgeschäft der Funke Mediengruppe möglicherweise von Hamburg aus steuert und nur zeitweise in der Woche in Essen arbeitet.

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Auf Saffe kommen gewaltige Aufgaben zu. Denn das Geschäft mit Regionalzeitungen steht unter massivem Kostendruck. Schwindende Auflagen und steigende Papierpreise belasten die Renditen von Tageszeitungen. Doch der Geschäftsmann, der sich nach seinem Rückzug aus der Geschäftsführung des Hamburger Spiegel-Verlags öffentlich gern im Hintergrund hält, bringt hierfür die notwendige Expertise mit – jedenfalls hatte ihm dies der ausgeschiedene Funke-Manager Manfred Braun bescheinigt. Einst hatte Braun den Ex-Spiegel-Mann als einen “der erfahrensten Medienmanager in Deutschland” bezeichnet, der über eine “außerordentlichen Expertise im Zeitungsgeschäft“ verfügt. Das Zeitungsgeschäft ist für Saffe nicht gänzlich unbekannt und hat einen Teil seiner Vita bestimmt. So war er von 2000 bis 2004 im hart umkämpften Berliner Zeitungsmarkt aktiv, zunächst als Verlagsleiter der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers. 2003 übernahm der Manager dann die Geschäftsführung des Berliner Verlags.

Später musste sich Saffe noch größeren Herausforderungen stellen. So war er von 2008 bis Februar 2015 Geschäftsführer des Spiegel-Verlags. Hier musste der gelernter Verlagskaufmann einen monatelangen Machtkampf zwischen dem damals amtierenden und intern umstrittenen Chefredakteur Wolfgang Büchner und der Redaktion ausfechten. Dabei hatte sich Saffe in dem Machtgerangel stets auf die Seite von Büchner geschlagen. Als man sich Ende 2014 von Büchner trennte, war er dagegen und verließ die Spiegel-Gruppe.

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