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“Facebook ist ein idealistisches Unternehmen”: Mark Zuckerberg tritt in Büßerpose vor den US-Kongress

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg steht eine weitere turbulente Woche bevor: Knapp einen Monat nach Bekanntwerden des Datenskandals um Cambridge Analytica muss sich Facebooks Konzernchef in den nächsten Tagen nun in einer Anhörung vor dem US-Kongress verantworten. Im Vorfeld legte Zuckerberg dem US-Repräsentantenhaus bereits seine Aussage schriftlich vor, in der er volle Verantwortung für den Umgang mit Nutzerdaten übernimmt. "Es ist mein Fehler, es tut mir leid", leistet Zuckerberg Abbitte. Ab heute muss sich der Facebook-Chef im US-Kongress den Fragen von US-Politikern stellen.

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Mr. Zuckerberg geht nach Washington. Ab heute muss sich der Facebook-Chef vor dem US-Kongress in der Datenaffäre um Cambridge Analytica verantworten. Zuckerberg hatte seine Bereitschaft zu einer Anhörung Ende März angekündigt und sich seitdem mit Beratern der Kanzlei WilmerHale auf den Showdown mit US-Politikern vorbereitet.

Dass der Gang vor den US-Kongress für Zuckerberg schwer werden dürfte, gilt als ausgemacht.

Seit jeher fühlt sich der 33-Jährige bei öffentlichen Auftritten eher unwohl und überlässt den Dialog mit der Politik eher Vizechefin Sheryl Sandberg.

“Es war mein Fehler, und es tut mir leid”
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Dem zweitägigen Auftritt vor dem US-Kongress hat Zuckerberg unterdessen ein schriftliches Statement seiner Eröffnungsaussage bereits vorweggenommen. “Es war mein Fehler, und es tut mir leid. Ich habe Facebook gegründet, ich leite es, und ich bin verantwortlich für das, was hier passiert ist”, erklärte der 63-fache Milliardär in den Schlüsselpassagen, die dem Finanzsender CNBC vorliegen.

Zuckerberg tritt im 2800 Worte langen Statement fast durchgehend in Büßerpose auf. In Bezug auf die russische Einflussnahme bei der vergangenen US-Wahl, für die das weltgrößte Social Network in den letzten 17 Monaten immer wieder kritisiert wurde, erklärte Zuckerberg demütig, man habe “zu langsam” reagiert.

“Facebook ist ein idealistisches und optimistisches Unternehmen”

“Jetzt ist klar, dass wir nicht die nötige Vorsorge getroffen haben, damit diese Tools keinen Schaden anrichten”, heißt es in dem vorbereiteten Statement. Die Verfehlungen würden ebenfalls die Verbreitung von Fake News, Hassrede und die Datensicherheit betreffen.

Gleichzeitig versuchte Zuckerberg Facebook als positives Unternehmen darzustellen, das einen wesentlichen Beitrag für eine bessere Vernetzung von Menschen geleistet habe. “Facebook ist ein idealistisches und optimistisches Unternehmen. Für den größten Teil unseres Bestehens haben wir uns auf die positiven Aspekte konzentriert, die dabei entstehen, Menschen miteinander zu vernetzen.”

Zuckerberg tritt an gleich zwei aufeinanderfolgenden Tagen im US-Kongress auf. Heute sagt der Facebook-Chef – gemeinsam mit Twitter-CEO Jack Dorsey und Google-CEO Sundar Pichai – vor dem Justizausschuss des US-Senats zum Datenschutz aus, am Mittwoch folgt dann eine zweite Befragung zum Datenskandal durch den Handels- und Energie-Ausschuss. Mehrere Senatoren hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, Zuckerberg “harte Fragen” stellen zu wollen.

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