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Noch ein Wechsel von Bild in die Politik: Parlamentsreporter Hanno Kautz wird Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn

Findet seinen neuen Sprecher bei der Bild-Zeitung: Gesundheitsminister Jens Spahn verpflichtet Politik-Journalist Hanno Kautz
Findet seinen neuen Sprecher bei der Bild-Zeitung: Gesundheitsminister Jens Spahn verpflichtet Politik-Journalist Hanno Kautz

Findet sich eine neue Regierung zusammen, sind Hauptstadtjournalisten besonders gefragt – für Antrittsinterviews beispielsweise, zur Inszenierung erster Ministerreisen. Nicht selten kommt es dabei auch zu Seitenwechseln. Erfahrene Reporter werden von Politikern als Sprecher angestellt. Nun ist der neue Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Suche nach einem Sprecher fündig geworden. Bei der Bild-Zeitung.

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Die Verbindungen von Hauptstadtjournalisten und Politikern gelten naturgemäß als ziemlich eng – nicht selten sind die Beziehungen so gut, dass sogar Seitenwechsel entstehen. Vor allem dann, wenn neue Regierungen ihre Arbeit aufnehmen. Besonders erfahrene Politik-Reporter mit Schwerpunkten sind dann gefragt.

Nun ist der neue Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fündig geworden und hat einen neuen Sprecher verpflichtet: Nach Recherchen von MEEDIA wird Hanno Kautz zukünftig die Arbeit des Ministers erklären und das Ministerium gegenüber der Presse vertreten. Auf Nachfrage hat Kautz den Wechsel bestätigt. Antreten wird er seinen neuen Job am 9. April.

Kautz gilt als Kenner der Gesundheitspolitik, arbeitet seit 2007 bei der Bild-Zeitung und hat sich bereits davor sechs Jahre lang für die Ärzte Zeitung mit diesen Themen auseinandergesetzt. Bereits aus dieser Zeit kennt er den aufstrebenden Politiker Jens Spahn, der vor seinem Ministeramt auch schon mal gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion war. Zuletzt war er Staatssekretär im Finanzministerium. Beide verbinde ein “enges Vertrauensverhältnis”, so Kautz, der bei Bild auch für das Verteidigungsministerium wie auch das linke Parteienspektrum verantwortlich war.

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Die Wechsel von Journalisten in die Politik sind für Medienhäuser Fluch und Segen zugleich. Zum einen verlieren sie gut vernetzte Mitarbeiter. Auch entsteht der Eindruck, dass manche Verbindungen über die Jahre womöglich zu eng geworden sind. Zum anderen ist es für die zukünftige Arbeit unter Umständen kein Nachteil, einen Sprecher oder gleich den Kommunikationschef eines Ministeriums zu kennen.

Immer wieder kommt es vor, dass Journalisten die Fronten wechseln und nach ihrem Einsatz in der Politik in ihre alten Redaktionen zurückkehren. Das prominenteste Bild-Beispiel ist der ehemalige Regierungssprecher Bela Anda, der anschließend wieder Politik-Chef bei Springers Boulevardtitel geworden war und unter dem ehemaligen Chefredakteur Kai Diekmann direkt in die Chefetage befördert wurde. Auch der erfahrene Politik-Journalist Rolf Kleine kehrte nach seinem Ausflug als Sprecher für den damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zurück zu Bild, wo er heute wieder über die SPD berichtet.

In der aktuellen Legislaturperiode ist Kautz der mittlerweile zweite Bild-Mann, der die Fronten wechselt. Erst vorvergangene Woche hatte MEEDIA über Wolfgang Ainetter berichtet, der bereits ins Verkehrsministerium gewechselt ist. Bei Bild hatte er zuletzt die Regionalausgaben koordiniert.

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