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“Neues und noch mehr Neues”: G+J steigert 2017 Konzernergebnis und setzt weiter auf Mut zur Innovation

Das G+J-Führungstrio: CEO Julia Jäkel, Produktchef Stephan Schäfer (li.) und COO Oliver Radtke
Das G+J-Führungstrio: CEO Julia Jäkel, Produktchef Stephan Schäfer (li.) und COO Oliver Radtke

Aufwärtstendenz am Baumwall: Gruner + Jahr hat 2017 beim operativen Konzernergebnis deutlich zugelegt. Dafür war vor allem das wachsende Deutschland-Geschäft verantwortlich. Auch das Digitalgeschäft setzte den Wachstumstrend fort. Zum Erfolg, so der Verlag, hätten neue Magazine und Digitalgeschäfte beigetragen. Zuletzt startete G+J u.a. die Magazine Dr. v. Hirschhausens stern Gesund Leben und JWD.

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Am heutigen Mittwoch, einen Tag nachdem das Mutterunternehmen Bertelsmann seine Jahresbilanz in Berlin vorgestellt hatte, legte nun auch Gruner + Jahr aktuelle Zahlen vor. Demnach erwirtschaftete das Medienhaus 2017 einen Umsatz von 1,5 Mrd. Euro. Für den vierprozentigen Rückgang zum Vorjahr seien Portfoliomaßnahmen verantwortlich, bemerkbar machten sich die Verkäufe der Verlagsaktivitäten in Spanien und Österreich, so der Verlag. Das Operating EBITDA verbesserte sich um 6,1 Prozent auf 145 Mio. Euro (Vj.: 137 Mio. Euro). Damit stieg die EBITDA-Marge auf 9,6 Prozent (Vj.: 8,7 Prozent).

In Deutschland wuchs G+J dabei – in der Verlagswelt inzwischen alles andere als ein Selbstgänger – sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis. Einer der Hauptgründe für den positiven Geschäftsverlauf, heißt es bei Gruner, sei das stark wachsende Digitalgeschäft gewesen: So kletterte der digitale Anteil am Gesamtumsatz im deutschen Kernmarkt auf mehr als ein Viertel. Ein hohes Wachstum verzeichnete die 2016 gegründete Vermarktungsplattform Applike. Die erfolgreichsten G+J-Onlineangebote u.a. die der Food-Community Chefkoch erzielten laut G+J “jeweils Rekordreichweiten und –umsätze”. Nachhaltig zum Geschäftsverlauf beigetragen hätten darüber hinaus die Magazinneugründungen, die gemeinsam von G+J eMS und der RTL-Tochter IP Deutschland gebildete AdAlliance sowie die Content-Communication-Tochter Territory, die ebenfalls einen erfreulichen Geschäftsverlauf verzeichnet habe. Eine Baustelle bleibt das Frankreich-Geschäft und damit der letzte neben Deutschland verbliebene Kernmarkt des Medienhauses: Hier schwächelte die G+J-Beteiligung Prisma beim Umsatz, das Ergebnis sei sogar “stark zurückgegangen”. Ursache sei vor allem das schwierige Werbeumfeld im Nachbarland.

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Insgesamt sieht das Topmanagement den Verlag auf einem guten Weg. Zwar sei die Transformation noch nicht abgeschlossen, doch der seit seit einigen Jahren eingeschlagene Kurs zahle sich aus. So zeigten besonders die Printinnovationen, dass neue Magazine ein lukratives Geschäftsmodell seien. Auch Neugründungen wie die AdAlliance sowie Territory hätten in deren ersten vollen Geschäftsjahr den Beweis erbracht, dass die Angebote am Markt funktionieren. Und überdies verstelle der über den Gesamtkonzern sinkende Umsatz durch den Rückbau vor allem der internationalen Aktivitäten den Blick darauf, dass die langfristig verfolgten Geschäfte Jahr für Jahr immerhin leicht wachsen würden. Die Strategie, Gruner + Jahr, so ein Manager, zu einer “großen Ideenwerkstatt mit sehr gutem Track-record” zu formen, sei gelungen. Der Mut, “mehr Neues zu starten und auch mal Wagnisse einzugehen, bei denen der Ausgang ungewiss ist”, sei im ganzen Haus zu spüren. Allerdings: An der Marktrealität kommt auch G+J nicht vorbei, was vor allem die Stammtitel stern, Brigitte oder GEO treffe. Hier müssen mittelfristig die Neugründungen dauerhaft punkten, damit das Konzernergebnis auch in Zukunft auf dem derzeitigen Niveau gehalten werden kann.

Zur künftigen Ausrichtung des Verlagshauses erklärt CEO Julia Jäkel: „Es ist unser Anspruch, der kreativste und innovativste Verlag zu sein. Dass sich Ideenreichtum und Mut in guten Geschäftszahlen niederschlagen, bestärkt uns in unserem Kurs. Bestehendes hegen und entwickeln und Neues schaffen, Neues und noch mehr Neues: Das bleibt unser Ansporn. Der Wandel von Gruner + Jahr geht weiter.“

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