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Gipfelsturm: Amazon überholt Alphabet an der Börse – und ist nun zweitwertvollster Konzern der Welt

Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz, an der Börse und auf seinem Konto
Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz, an der Börse und auf seinem Konto

Amazons schier unwiderstehlicher Durchmarsch an die Börsenspitze geht weiter. Exakt einen Monat nachdem der E-Commerce-Gigant aus Seattle Microsoft an der Börse überholt hat und zur neuen Nummer drei der Welt aufgestiegen ist, geht der Gipfelsturm nun weiter. Mit einer Marktkapitalisierung von 768 Milliarden Dollar zog Amazon gestern per Handelsschluss an der Wall Street an der langjährigen Nummer zwei Alphabet vorbei.

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Ausverkauf, welcher Ausverkauf? Während Facebook sich durch den desaströsen Umgang mit dem Datenskandal um Cambridge Analytica selbst zerlegt, an der Börse in zwei Handelstagen in der Spitze um 65 Milliarden Dollar vernichtet und dabei fast die gesamte Internetbranche in Sippenhaft mit nach unten zieht, trotzt ein Konzern wie ein Fels in der Brandung dem Abschwung.

Amazon wird seinem Status als Überflieger ohne Schwerkraft wieder einmal gerecht. Das neue Börsenjahr ist gerade einmal acht Wochen alt, da liegt Amazon an der Wall Street schon wieder um 36 Prozent vorne. Lohn der unwiderstehlichen Kursrally: Ein saftiger Anstieg in der Marktkapitalisierung um fast 200 Milliarden Dollar auf nunmehr 768 Milliarden Dollar.

Kursplus von 36 Prozent seit Januar

Dank des schier unwiderstehlichen Höhenflugs hat Amazon in den vergangenen Wochen immer neue Rekordmarken durchbrochen: Im Januar fielen die Marke von 1200, 1300 und 1400 Dollar, im Februar die 1500 Dollar-Marke, vergangene Woche sogar die Notierung von 1600 Dollar.

Bei Kursen von 1586 Dollar hat der E-Commerce-Riese gestern einen neuen Meilenstein erreicht. Im Börsenranking rückt Amazon durch den Kursschub von gestern 2,7 Prozent nunmehr bereits auf Platz zwei und überflügelt damit nach fünf Jahren wieder Google-Mutter Alphabet.

Auf der Überholspur dank Alexa
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Nach Einschätzung von Analysten dürfte es nicht mehr als eine Durchlaufstation auf dem Marsch auf den Börsenthron sein, den Marketing-Professor Scott Galloway bereits im vergangenen Herbst bei weitaus geringeren Kursen vorausgesagt hatte. „Alexa wird das iPhone der nächsten Dekade, was Amazon zu einem Sprung über die Billionen-Marke in der Marktkapitalisierung verhilft“, erklärte Galloway in seinen Vorhersagen für 2018 seine zum Jahreswechsel noch mutige Prognose.

Zwölf Wochen später erscheint der Paradigmenwechsel nach Jeff Bezos‘ eigener Einschätzung nur allzu logisch: „Unsere Erwartungen an Alexa waren im vergangenen Jahr bereits sehr optimistisch, und wir haben sie weit übertroffen. Wir sehen positive Überraschungen in dieser Größenordnung sehr selten – erwarten Sie, dass wir unsere Anstrengungen intensivieren“, erklärte der weiter mit Abstand reichste Mann der Welt im Anschluss an die starken Geschäftszahlen für das Dezember-Quartal, bei denen Amazon vor zwei Wochen ein rasantes Umsatzwachstum von 38 Prozent ausweisen konnte.

An der Wall Street nur noch 16 Prozent Rückstand auf Apple

Analysten rufen unterdessen immer höhere Kursziele aus. Vergangene Woche erst stufte Wells Fargo Amazons Kursziel auf 1755 Dollar nach oben. Damit haben die San Franciscoer Analysten unterdessen noch längst nicht das höchste Kursziel der Wall Street auf dem Zettel. Der Vermögensverwalter Jeffries etwa sieht das Kurspotenzial von Amazon bei 1850 Dollar.

Erreicht Amazon dieses Kursniveau, könnte tatsächlich der Börsenthron winken. Aktuell trennen den 23 Jahre alten Internetpionier aus Seattle nur noch 16 Prozent von der Nummer eins der Börsenwelt, Apple, das mit 889 Milliarden Dollar bewertet wird. Stagniert der Techpionier aus Cupertino im Zuge der schwachen iPhone X-Verkäufe weiter, könnte sich bei Kursen um 1850 Dollar in den kommenden Monaten tatsächlich die Wachablösung auf dem Börsenthron vollziehen.

Das passende Bild des Dominators lieferte bereits Konzernchef Jeff Bezos, der auf der Robotermesse MARS mit einem Roboterhund namens SpotMini Gassi ging. Ironische Fußnote: SpotMini wurde von der Roboterfirma Boston Dynamics entwickelt, die Alphabet im vergangenen Jahr an SoftBank verkaufte.

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