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Springer Nature: Stefan von Holtzbrinck und BC Partners liebäugeln mit milliardenschweren Börsengang

Springer Nature-Chef Daniel Ropers
Springer Nature-Chef Daniel Ropers

Plötzlich wollen alle an die Börse: Nach dem erfolgreichen Börsengang der Siemens Medizintechnik-Tochter Healthineers und der bevorstehenden Aktienplatzierung des Vermögensverwalters DWS erwägt offenbar auch der Wissenschaftsverlag Springer Nature einen Gang auf das Aktienparkett. Sollte es dazu kommen, könnte die Anteilsplatzierung ein Volumen in Milliardenhöhe erreichen.

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Das Medienunternehmen Springer Nature wird schon seit Längerem als nächster Börsenkandidat gesehen. Jetzt hat Verlags-Chef Daniel Ropers den Spekulationen über eine milliardenschwere Aktienemission neue Nahrung gegeben. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bezeichnete der Firmenchef den Börsengang des Wissenschaftsverlags als einen logischen Schritt. „Wir schauen uns die Optionen an“, sagte er gegenüber der Zeitung. Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob nach allen Überlegungen ein Börsengang folge, schränkte er ein.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte hingegen im Februar von Insidern erfahren, dass der Wissenschaftsverlag eine milliardenschwere Aktienplatzierung im Mai anstrebt. Bereits im November vergangenen Jahres sollen die Eigentümer von Springer Nature, die Investmentbanken JPMorgan und Morgan Stanley, mit den Vorbereitungen für einen Börsengang beauftragt worden sein, heißt er. An Springer Science sind der Verleger Stefan von Holtzbrinck sowie der Finanzinvestor BC Partners beteiligt. Das Unternehmen, das nicht mit dem Berliner Medienkonzern Axel Springer zu verwechseln ist, war 2015 aus der Fusion von Springer Science mit der Holtzbrinck-Tochter Macmillan Science & Education hervorgegangen. Es beschäftigt mehr als 13.000 Mitarbeiter und kam laut “FAS” 2017 auf einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro. Springer Nature verlegt jährlich rund 12.000 neue Buchtitel und fast 3.000 Fachzeitschriften. Experten schätzen den Börsenwert der Gesellschaft auf fünf Milliarden Euro. Angeblich sollen mehr als 20 Prozent der Anteile nach dem Sprung aufs Börsenparkett im Streubesitz bleiben, heißt es.

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Auch das Berliner Medienhaus Axel Springer SE liebäugelt damit, die auf Affiliate-Marketing fokussierte Awin AG an die Börse zu bringen. Doch eine Aktienplatzierung dürfte wohl nicht vor 2019 erfolgen. „Einen konkreten Zeitplan für den in Aussicht gestellten Börsengang gibt es nicht. Schon bei der Bekanntgabe der Transaktion haben wir kommuniziert, dass ein Börsengang erst nach der Integrationsphase stattfinden könnte. An diesem Plan halten wir fest. Der klare Fokus liegt jetzt erstmal auf der operativen Zusammenführung von Awin und affilinet unter dem Dach von Awin und das wird sich auch im Jahr 2018 fortsetzen“, erklärt ein Sprecher von Springer auf Anfrage von MEEDIA. An der Awin AG hält Axel Springer 80 Prozent, United Internet 20 Prozent der Anteile.

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