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“Jetzt hat ProSieben komplett verkackt”: Gamer-Shitstorm nach aufgeregtem Bericht zum Battle-Spiel “Fortnite”

Nach einem Bericht über das PC-Game “Fortnite” hagelt es Kritik für ProSieben
Nach einem Bericht über das PC-Game "Fortnite" hagelt es Kritik für ProSieben

Vor wenigen Tagen berichtete ProSieben im Nachrichtenmagazin "Newstime" über das beliebte Computerspiel "Fortnite Battle Royale". Jugendschützer und Eltern würden "Alarm schlagen" wegen des "wilden Gemetzels". Was folgte, war ein Shitstorm von Seiten der Gamer, die der ProSieben-Redaktion Unkenntnis vorwerfen. Eine zitierte Expertin distanziert sich bereits von der reißerischen Berichterstattung.

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“Nur wer andere abknallt, überlebt. Zumindest online”: Mit diesen Worten moderiert Laura Dünnwald den knapp zweiminütigen “Newstime”-Beitrag zum PC-Game “Fortnite” an. Darin konzentriert sich die Redaktion auf die Sorgen von ausgewählten Jugendschützern, die vor allem kritisieren, dass im Internet eine deutlich brutalere Version als die Basis-Version (FSK 12) verfügbar sei – und zwar frei und ohne Altersbegrenzung.

“Fortnite Battle Royal” ist auf Schulhöfen und in Kinderzimmern Trend. Weltweit hat das Game mittlerweile mehr als 20 Millionen Nutzer, seit dem vergangenen Wochenenden kann es auch auf dem Smartphone gespielt werden. Das Prinzip des Spiels: 100 Spieler schießen aufeinander, bis nur noch einer überbleibt.

In der ProSieben-Berichterstattung wird “Fortnite” nun als “wildes Gemetzel” beschrieben, als “Überlebenskampf”. Die Jugendlichen hätten “Spaß am Tötungsszenario”. Es sind Formulierungen wie diese, über die sich die Fans des Spiels massiv ärgern. In den sozialen Netzwerken werfen sie der ProSieben-Redaktion vor, schlecht recherchiert zu haben, Klischees zu bedienen und unnötige Ängste vor sogenannten “Baller-Spielen” zu schüren. In eigenen Videos nehmen YouTuber Stellung zu der Darstellung und geben ihren Zuschauern beispielsweise Tipps, wie sie ihre “besorgten Eltern” nach der “völlig übertriebenen” Wortwahl von ProSieben durch Fakten beruhigen können.

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Für den Beitrag wurde auch Linda Scholz interviewt, eine Referentin der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW. Nach eigenen Angaben seien ihre Aussagen jedoch “unpassend und falsch aus dem Kontext gerissen” worden, um “reißerische Panikmache bei den Eltern zu erzeugen. Die Fachstelle veröffentlichte außerdem eine Stellungnahme und distanzierte sich von dem Kontext des Berichts “Eltern warnen zu wollen” oder “Alarm zu schlagen”. Aus dem Interview mit ihrer Referentin sei durch Anmoderation und Zusammenschnitt mit weiterem Material “ein Kontext entstanden, der nicht von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW beabsichtigt worden war”.

Bei Twitter reagierte das Social-Media-Team von ProSieben und gab lediglich an, die Kritik an die Redaktion weitergeleitet zu haben.

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