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Irritationen um Kapitalerhöhung: Manager Magazin-Bericht löst Kurskapriolen bei Springer-Aktie aus

Hauptaktionärin Friede Springer und ihr Vorstandschef Mathias Döpfner
Hauptaktionärin Friede Springer und ihr Vorstandschef Mathias Döpfner

Das Berliner Medienhaus Axel Springer weist einen Magazinbericht zurück, sich aktuell an der Börse neues Geld zu beschaffen. Das Manager Magazin hatte in einer Vorab-Meldung für die kommende Ausgabe darüber berichtet, dass Vorstandschef Mathias Döpfner aktuell eine Kapitalerhöhung auslote und hierüber eine Entscheidung in der laufenden Woche anstehe. An der Börse löste der Magazin-Bericht bei der Springer-Aktie heftige Kursturbulenzen aus.

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Das Verlagshaus Axel Springer erwägt gegenwärtig keine Kapitalerhöhung. „Es gibt derzeit weder Pläne für eine Kapitalerhöhung, noch werden solche Schritte derzeit geprüft“, erklärt eine Unternehmenssprecherin gegenüber MEEDIA. Der Vorstand wolle hingegen der kommenden Hauptversammlung einen Beschluss vorlegen, genehmigtes Kapital zu schaffen. „Der Umfang soll 10 Prozent des Grundkapitals betragen. Dabei handelt es sich nur um eine Ermächtigung, in Zukunft bei Bedarf flexibel Kapitalerhöhungen durchführen zu können“, betont eine Firmensprecherin und fügt hinzu. „Pläne für die Nutzung des genehmigten Kapitals gibt es derzeit nicht“.

Damit weist Axel Springer einen Bericht des Manager Magazins zurück, wonach Vorstandschef Mathias Döpfner aktuell eine Kapitalerhöhung auslotet. Eine Entscheidung, so das zum Spiegel Verlag gehörende Wirtschaftsmagazin, sollte angeblich noch in der laufenden Woche erfolgen. Die Kapitalmaßnahme würde nichts an den Anteilsstrukturen und Machtverhältnissen bei dem Medienunternehmen ändern. So würde Haupteignerin Friede Springer ebenfalls neue Aktien zeichnen und so ihre Mehrheit absichern, hieß es laut dem MM-Bericht. “Wir könnten auch eine Kapitalerhöhung vornehmen, das würde nichts an den Gewichten und Mehrheitsverhältnissen ändern,” betonte Döpfner gegenüber dem Wirtschaftsmagazin. Er fügte zudem hinzu: “Auch unsere Hauptaktionärin wäre in der Lage, bei einer Kapitalerhöhung mitzugehen.“ Danach würde Friede Springer neue Aktien zeichnen, wenn diese auf dem Markt kämen.

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Mit dem frischen Geld wolle Springer-Chef Döpfner, weitere Übernahmen finanzieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin. Was ihm hier allerdings vorschwebt, wollte er nicht sagen. „Mal abwarten, was sich an Gelegenheiten bietet. Wahrscheinlicher sind mehrere kleinere als eine große“, so der Vorstandschef gegenüber dem Wirtschaftsmagazin. Das Berliner Medienhaus, zudem Bild und Welt gehören, investierte laut Manager Magazin in den vergangenen Jahren stärker in das Classified-Geschäft, also in Kleinanzeigen-Portale.

Dass Axel Springer auf die Meldung des Manager Magazin hart reagiert, ist verständlich. Denn die Ankündigung einer Kapitalerhöhung drückt erheblich auf den Börsenkurs. Die Springer-Aktie gab deshalb nach der MM-Meldung zunächst deutlich um 2,5 Prozent nach, erholte sich dann aber wieder. Um die Mittagszeit zog der Kurs um 1,2 Prozent auf 67,65 Euro an. (gl)

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