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“Jeder kann seinen eigenen Mount Everest finden”: Neues Geo Adventure will Leser zu Abenteurern machen

Die Geo Adventure-Macher Lars Abromeit und Jörn Auf dem Kampe
Die Geo Adventure-Macher Lars Abromeit und Jörn Auf dem Kampe

Seit Neustem dürfen die Geo-Leser sogar selbst rausgehen und Spaß haben. Früher brachte das grüne Heft die Geheimnisse der weiten Welt zu den Käufern, mit dem Spin-Off Walden sollten sie dann schon einmal ihre nähere Umgebung erkunden. Mit Geo Adventure kommt jetzt ein Neuling, der die Leser gar dazu bringen will, selbst echte Abenteuer zu erleben.

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„Bei Geo Adventure wollen wir unvergessliche Erlebnisse draußen in der Natur feiern. Wir porträtieren Helden, erzählen von Grenzerfahrungen und regen unsere Leserinnen und Leser gleichzeitig dazu an, selbst raus zu gehen. Jeder kann seinen eigenen Mount Everest finden und erfahren. Denn Abenteuer sind skalierbar”, erklärt Jörn Auf dem Kampe, einer der beiden Macher des Heftes gegenüber MEEDIA. Sein Kollege Lars Abromeit ergänzt: „Auch im grünen Geo begleiten wir immer wieder abenteuerliche Expeditionen – aber meist in Verbindung mit wissenschaftlichen Fragen, die es dabei zu klären gilt. Bei Geo Adventure drehen sich die Geschichten nun um den persönlichen, inneren Erkenntnisgewinn. Um den magischen Augenblick.“

Das neueste Kind der Geo-Markenfamilie sieht auf den ersten Blick so gar nicht nach dem Mutterheft aus, allein weil der charakteristische Rahmen fehlt, der die meisten Hefte der Produktlinie eint. Einzige optische Ausnahme war bislang Walden. Auf dem Titel von Adventure ist ein Surfer und eine veritable Monsterwelle zu sehen. Dazu der Claim “Momente, für die wir leben”. Die wichtigste und wohl auch programmatischste Zeile des Covers lautet: “Mein erstes Mal”. Gemeint ist klettern über dem Meer, im Kanu nach Sansibar schippern oder alleine über den Atlantik kiten.

Das neue Magazin will das Machen und Erleben feiern. Zum Start konzentriert man sich ausschließlich auf Wasser-Themen. Eine Entscheidung, die vor allem dem Kooperationspartner geschuldet ist. Für den Neuling arbeitet Gruner + Jahr mit der Ocean Film Tour zusammen. Dahinter steckt eine Eventreihe, die zweimal pro Jahr die besten Outdoorfilme auf diversen Festivals einsammelt, zusammenfasst, daraus ein abendfüllendes Programm strickt und damit durch Europa tourt. Für die Funsport-Gemeinde sollen die Events sogar einen gewissen Kult-Charakter besitzen. Pro Jahr erreicht die Tour über 330.000 Zuschauer. Im Frühjahr hat die Event-Reihe einen klaren Wasser-Fokus, im Herbst geht es dagegen erdig zu. Genau dies will auch Geo Adventure in seiner Themenauswahl spiegeln.

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So bringen die erfahrenen Geo-Reporter Auf dem Kampe und Abromeit in ihrem Erstling eine Reportage über eine Frau, die alleine mit einem Kite den Atlantik überqueren will, eine Story über drei Segelanfänger, die mit einem Einbaum nach Sansibar segeln oder auch ein Interview mit Chris Sharma über die Faszination, über dem freien Meer zu klettern. „Die Rubrik „Jetzt du“ übersetzt dann das Große ins Machbare für jeden”, erklärt Abromeit gegenüber MEEDIA. “Und in einer Geschichte des Hefts probieren auch wir beide selbst etwas Neues aus – diesmal beim Klettern über dem Meer – ohne Seil.“ Diese “Jetzt du”-Mechanik gibt es nach Einschätzung der beiden Macher derzeit bei keinem anderem Outdoor-Magazin.

Als Leser haben die Macher zwei Zielgruppen im Visier: „Unser Magazin richtet sich an alle, die selbst gern diese Grenzerfahrungen austesten, aber auch an die Träumer, die sich auf dem Sofa in solche Abenteuer hineindenken und dabei mitfiebern wollen.” Abromeit sagt: „Studien zeigen, dass die Bedeutung von Erlebnissen immer mehr steigt, gerade in der Generation zwischen 20 und 45. Das sieht man auch am Erfolg von Eventagenturen wie der Jochen Schweizers. Materieller Reichtum ist eben nicht alles: Besondere Erfahrungen kann dir keiner mehr nehmen.”

Mit Geo Adventure ist den Hamburger ein überzeugendes Szene-Heft gelungen. Durch die Kooperation mit der beliebten Event-Reihe dürfte zudem für ein gewisser Grundabsatz gesorgt sein. Entscheidend für den nachhaltigen Verkaufserfolg sind allerdings zwei Fragen. Erstens: Gelingt es diesem Generalisten, der alle Themen nur streifen kann, genügend Menschen zu begeistern? Möglicherweise ist es eher so, dass die Leute, die sich für Surfen interessieren, lieber gleich ein Surf-Magazin kaufen und Tauch-Interessierte gleich zu solch einem Spezialtitel greifen. Zweitens könnte es schwer werden, bei einer derart geringen Erscheinungsweise von nur zweimal im Jahr eine treue Leserschaft aufzubauen. Frei nach der Titelzeile der ersten Geo Adventure ist das Heft für die Macher “das erste Mal”. Erst nach den weiteren Malen wird man die zwei Fragen wohl beantworten können.

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Alle Kommentare

  1. Es geht um die Zielgruppe der Menschen, die Grenzerfahrungen suchen, ob real oder in der Vorstellung. Weder Taucher noch Surfer im Speziellen. Wobei viele Taucher eben auch Fallschirmspringer sind und deren Einstellung zum Leben die Zielgruppe besser charakterisiert als die konkrete Sportart.

    Sehr gut und viel diskutiert (auch in den vielen Kommentaren!) ist das Thema genau dieser Zielgruppe hier:
    https://flugundzeit.blog/2016/08/30/base-ist-nicht-fallschirmspringen/

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