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US-Präsident Trump feuert Außenminister Tillerson via Twitter – und das Netz hyperventiliert

Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump
Exzessiver Twitter-Nutzer: US-Präsident Donald Trump

Er hat es wieder getan. US-Präsident Trump hat Twitter als politisches Instrument benutzt, um zur großen Überraschung in Washington Außenminister Rex Tillerson zu feuern und durch Ex-CIA-Chef Mike Pompeo zu ersetzen. Das Verhältnis von Tillerson galt seit Langem als belastet. Auf dem 280-Zeichen-Dienst schlug die Demission, in derem Zuge es zu einer weiteren Entlassung im Außenministerium kam, entsprechend hohe Wellen. Tillerson selbst verweigerte dem Präsidenten in seiner Abschlusserklärung den Dank.

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Dass die Chemie zwischen dem US-Präsidenten und seinem Außenminister schon länger nicht stimmte, galt als offenes Geheimnis in Washington. Im vergangenen Juli soll Rex Tillerson Trump “einen verdammten Trottel” genannt haben. Star-Autor Michael Wolff schilderte in seinem Bestseller “Fire and Jury” daraufhin bereits im Januar, dass der Abgang von Tillerson längst beschlossene Sache sei.

Vollzogen wurde die Trennung heute – und zwar auf erneut unkonventionelle Weise. Wieder benutzte der US-Präsident seinen Lieblingskommunikationskanal Twitter, um seine Personalrochade im Außenministerium zur Überraschung der Medien mitzuteilen (“Glückwunsch an alle”).

Dass selbst Tillerson, der Stunden zuvor noch von einer Dienstreise aus Afrika zurückkehrte, nichts von seiner anstehenden Entlassung  wusste, machte ein AP-Reporter und wenig später das Außenministerium selber in einer Mitteilung deutlich.

„Der Außenminister hatte wegen der entscheidenden Fortschritte, die bei der nationalen Sicherheit gemacht worden sind, jede Absicht zu bleiben. Er wird seine Kollegen vermissen. (…) Der Minister hat nicht mit dem Präsidenten gesprochen und kennt die Gründe nicht“, lautete die verblüffende Erklärung.

Es habe Spannungen gegeben, aber Tillerson habe nicht geahnt, dass er gefeuert werde, berichtet unterdessen NBC-Korrespondentin Andrea Mitchell. Erst tags zuvor hatte sich Tillerson wegen der Ermordung eines russischen Ex-Doppelagenten kritisch über Russland geäußert und sich damit der Meinung der britischen Regierung angeschlossen.

Doch es gab noch mehr Entlassungen im Weißen Haus. Auch Tillersons Mitarbeiter im Außenministerium, Steve Goldstein, der erklärt hatte, Tillerson wurde per Tweet entlassen und wisse nicht, warum, wurde offenbar wegen dieser für Trump wenig schmeichelhaften Mitteilung wenige Stunden später gefeuert.

Donald Trump kommentierte die kurzfristige Entlassung seines Außenministers unterdessen mit den höhnischen Worten, Tillerson werde “nun viel glücklicher sein”.

Das in der Form einmalige Vorgehen schlug auf Twitter entsprechend hohe Wellen:

Mehr noch: In seiner abschließenden Erklärung dankte Tillerson dem amerikanischen Volk und Diplomaten, nicht aber Präsident Trump:

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