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Springer-Journalist wechselt in die Politik: Bild-Mann Wolfgang Ainetter wird Sprecher im Verkehrsministerium

Beim Medienhaus Axel Springer auf dem Absprung:  Bild-Regionalkoordinator
 Wolfgang Ainetter
Beim Medienhaus Axel Springer auf dem Absprung: Bild-Regionalkoordinator Wolfgang Ainetter

Wolfgang Ainetter, Koordinator der Regionalausgaben von Bild, verlässt nach Informationen von MEEDIA die Boulevardzeitung, um Sprecher im Bundesverkehrsministerium zu werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Ein Sprecher von Springer räumte jedoch ein, dass es "diesbezüglich Veränderungen" geben werde. Der Wechsel Ainetters in die Politik soll bereits am morgigen Mittwoch erfolgen.

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Von Marvin Schade und Thomas Borgböhmer

Aus einer internen Mail, die MEEDIA vorliegt, geht hervor, dass Wolfgang Ainetter die Bild-Zeitung zum 14. März, also morgen, verlassen wird. Er bat Bild-Chefredakteur Julian Reichelt kurzfristig um die sofortige Auflösung seines Vertrages. Demnach wird Ainetter neuer Sprecher im Bundesverkehrsministerium, das künftig unter der Leitung des CSU-Politikers Andreas Scheuer steht. Scheuer wird am morgigen Donnerstag vereidigt. Offizielle Stellungnahmen zum Personalwechsel gibt es bislang nicht.

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Wolfgang Ainetter hat sich seit dem 1. Februar 2016 um die Regional-Berichterstattung der Bild gekümmert. Gemeinsam mit Karsten Witzmann steuerte er die Lokal- und Regionalausgaben des Boulevardblatts. Bereits von 2005 bis 2011 hatte er beim Berliner Medienhaus das Ressort Nachrichten geleitet. Bevor Ainetter von Juni 2012 bis Januar 2015 Chefredakteur beim österreichischen Nachrichtenmagazin “News” wurde, hatte dieser die Stelle als Chefredakteur der Wiener Tageszeitung “Heute” inne.

Update: 13. März 2018, 23.00 Uhr: 
Mittlerweile hat die Bild-Zeitung die Nachricht bestätigt. Auf Seite 1 der Ausgabe vom 14. März 2018 gratulierte die Redaktion dem designierten Verkehrsminister Andreas Scheuer zur “bahnbrechenden” Personalentscheidung.

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Alle Kommentare

  1. Spürt ihr das? Das ist die vielbeschworene Politikferne des Journalismus die gerade im Grad rotiert.
    Ok, ist Springer, hat eh nichts mit Journalismus zu tun, aber trotzdem…

  2. Warum soll das nicht gehen – vom Journalisten zum Pressesprecher?

    In umgekehrter Richtung wäre die “Politiknähe” vielleicht ein Problem. Doch so ist sie hilfreich. Ein Ex-Bild-CvD ist sicherlich um ein Mehrfaches effektiver als einer jener tran-tütigen Ministerial-Beamten, die auch nach vielen Jahren noch nicht wissen, was ein Reporter alles braucht für eine gute Story – und das obendrein möglichst sofort.

    Der neue Verkehrsminister Andreas Scheuer hat mit seinem neuen Sprecher Ainetter eine gute Wahl getroffen.

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