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FC Bayern-Boss Rummenigge erwartet Preisexplosion der Bundesliga-TV-Rechte – weil Apple, Amazon und Netflix auf den Markt drängen

Verhandlungsführer Christian Seifert (li.) und Karl-Heinz Rummenigge. Der Bayern-Boss ist “hoch zufrieden” über die milliardenschweren Medienerlöse
Verhandlungsführer Christian Seifert (li.) und Karl-Heinz Rummenigge. Der Bayern-Boss ist "hoch zufrieden" über die milliardenschweren Medienerlöse

Fußball-Fernsehrechte sind längst zum Milliardengeschäft geworden. Alle paar Spielzeiten bieten öffentlich-rechtliche und private Fernsehgesellschaften um die Übertragungsrechte am mit Abstand beliebtesten deutschen Volkssport. Obwohl die DFL die TV-Rechte für die nächsten Bundesligasaisons für 4,6 Milliarden Euro verkaufte, dürften für die Ware LIve-Fußball in der Zukunft noch ganz andere Summen bezahlt werden, glaubt Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Der Grund: Die Internetgiganten Apple, Amazon und Netflix dürften künftig mitbieten.


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Die Preisentwicklung ist astronomisch. Umgerechnet ganze 1,68 Millionen Euro zahlten die ARD und das ZDF den deutschen Bundesligisten vor 50 Jahren für die Rechte an der Fernsehausstrahlung der Spiele. Ein halbes Jahrhundert später sehen die Dimensionen wie folgt aus: Für die drei Spielzeiten von 2017/18 bis 2020/21 wurden die TV-Rechte für insgesamt 4,64 Milliarden Euro vergeben.

Der Gipfel der Vermarktbarkeit von König Fußball dürfte damit jedoch noch lange nicht erreicht sein. Tatsächlich relativiert sich die Preissteigerung der Bundesligarechte um den Faktor 274 binnen der vergangenen 50 Jahre nämlich schnell im internationalen Vergleich. Der FC Bayern verdient in der laufenden Saison etwa 95,84 Millionen Euro durch TV-Einnahmen – und damit weniger als der englische Zweitligist FC Sunderland. Dem Premier League-Meister FC Chelsea, flossen in der vergangenen Saison dagegen 173 Millionen Euro zu – 80 Prozent mehr als dem deutschen Rekordmeister.

“Die amerikanischen Unternehmen wie Apple, Amazon, Netflix kommen alle noch…”

Entsprechend sieht der Bayern-Boss nicht nur weiteres Aufwärtspotenzial, sondern eine regelrechte Preisexplosion bevorstehen, wie der 62-Jährige dem Männermagazin GQ verriet. Der Grund: Der zu erwartende Markteintritt der US-Internetgiganten Amazon und Netflix, deren Content-Budgets sich allein in diesem Jahr bis auf 8 Milliarden Dollar belaufen und Tech-Pionier Apple, das seine Bewegtbild-Bemühungen nun offensiver betreibt.

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Die Preise “werden noch explodieren. (…) Die wichtigsten Player sind noch gar nicht im Spiel. Die amerikanischen Unternehmen wie Apple, Amazon, Netflix, die kommen alle noch. (…) Denn für diese Unternehmen ist es doch nicht entscheidend, ob das Recht 500 Millionen oder eine Milliarde Euro kostet. Für die ist doch nur entscheidend: Ist das Recht exklusiv und hilft es bei meiner Verbreitungsstrategie?“, erklärte Rummenigge der GQ in der neuen Ausgabe, die heute erschien.

DAZN und Eurosport machen etablierten Anbietern bereits Konkurrenz

Ein Paradigmenwechsel sei bereits absehbar, erklärte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern: „Die ersten der neuen Player sind unterwegs: Eurosport, Amazon, DAZN. Man kann sagen, die sammeln erste Erfahrungen, um sich dann später stärker und gezielter zu engagieren. Wenn sie voll einsteigen, werden die Preise in die Höhe schießen.“

45 Bundesligaspiele sind in der laufenden Saison bereits über Eurosport zu sehen, während der Streaming-Anbieter DAZN in der nächsten Saison den Löwenanteil der Champions League-Spiele überträgt.

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