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Bizarrer Tweet: Guns N’ Roses-Sänger nennt Apple-Chef Tim Cook “den Donald Trump der Musikindustrie”

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Gemeinsamkeiten? Präsident Trump und Apple-Chef Tim Cook

Einfach mal einen raushauen: Guns N' Roses-Sänger Axel Rose hat zwar seit zweieinhalb Jahrzehnten keinen Hit mehr gelandet, buhlt nun aber bei Twitter um etwas Aufmerksamkeit. Dafür nimmt der inzwischen 56-Jährige den CEO des wertvollsten Konzerns der Welt mit einem ungewöhnlichen Tweet ins Visier: Tim Cook sei der Donald Trump der Musikindustrie, schreibt Rose. Dass dies nicht als Kompliment gemeint ist, wird aus den vorangegangenen Tweets des Guns N'Roses-Sängers deutlich, in denen er die Trump-Administration scharf kritisiert.

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Beiße niemals die Hand, die dich füttert: Von diesem Sprichwort hat Axel Rose offenbar noch nicht viel gehört. Mit dem gesamten Katalog der Alben von 1987 bis 2008 sind Guns N’ Roses bei Apple Music und iTunes vertreten – und bekommen entsprechend für ihre Downloads und Streams Millionen Dollar aus Cupertino überwiesen.

Das hindert den 56-Jährigen trotzdem nicht daran, gegen den Apple-CEO zu twittern. Auf dem 280-Zeichen-Dienst postete der Guns N’ Roses-Leadsänger heute nämlich überraschenderweise folgenden Tweet: “Tim Cook ist der Donald Trump der Musikindustrie.”

Kontext: Vollkommen unklar. Nun könnte man Rose, rein sachlich betrachtet, zugutehalten, dass der Vergleich tatsächlich gar nicht mal hinkt: Donald Trump ist als Präsident der USA der mächtigste Mann der Welt, während man Tim Cook als CEO des wertvollsten Konzerns der Welt ebenfalls als mächtigsten Mann der Wirtschaftswelt betrachten könnte.

Allein: Roses vergangene Tweets machen deutlich, dass der Vergleich keinesfalls als Kompliment zu verstehen sein dürfte. Die letzten Twitter-Einträge des früheren Rocksuperstars drehten sich allesamt um Donald Trump und seine Administration – und zwar höchst kritisch:

Was hat es also mit dem offenkundig wenig schmeichelhaften Trump-Vergleich und Tim Cook auf sich? Eine Möglichkeit: Axel Rose teilt die Einschätzung des Def Leppard-Gitarristen Phil Collen, der Cook, ohne ihn beim Namen zu nennen, wenig verhüllt im britischen Telegraph für die Profitmaximierung kritisierte.

“Was mich nervt, ist, dass die Künstler zu kurz kommen. Der CEO eines Unternehmens verdient Milliarden auf dem Rücken der anderen, die nur Pennys verdienen.” Collen kritisierte Apples Streaming-Dienst Apple Music im Telegraph-Interview als “das Ende der Musik, die wir gekauft haben”, vergisst dabei  aber, dass Spotify mit dem gleichen Geschäftsmodell bereits sieben Jahre länger operiert. Apple verdient nach Ausgaben von Jimmy Iovine zudem kein Geld mit seinem Streaming-Dienst.

Die andere Möglichkeit für Axel Roses bizarren Tweet: Der in die Jahre gekommene Altrocker, der mit Guns’N’Roses seit einem Jahrzehnt nicht mehr durch neues Material aufgefallen ist, braucht einfach mal wieder eine Schlagzeile.

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