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Weniger Beschwerden und Rügen: Neue Regeln zur Herkunftsnennung haben sich laut Presserat bewährt

Beim Presserat sind im vergangenen Jahr weniger Beschwerden eingegangen
Beim Presserat sind im vergangenen Jahr weniger Beschwerden eingegangen

Zeitungs- und Zeitschriftenleser haben sich 2017 weniger beim Deutschen Presserat beschwert. Insgesamt erreichten die freiwillige Selbstkontrolle der Printmedien 1788 Beschwerden, im Vorjahr waren es noch 1851, wie der Presserat am Mittwoch mitteilte. In 21 Fällen wurden Rügen verhängt, die schärfste Sanktion gegen die betroffenen Medien. Im Vorjahr hatte der Rat noch 33 Rügen ausgesprochen.

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Viele Beschwerden richteten sich gegen Berichte über Krisen und Konflikte, etwa gegen die Veröffentlichung von Fotos angeblich straffälliger Demonstranten bei G20-Gipfel in Hamburg. Der Presserat sieht dabei keinen Verstoß gegen den Persönlichkeitsschutz, kritisiert aber, dass die abgebildeten Demonstranten damit an den Medienpranger gestellt würden. Nahezu die Hälfte der Rügen (9) wurden wegen Schleichwerbung etwa auf Online-Seiten verhängt.

Bewährt haben sich laut Presserat die neuen Regeln und Leitsätze zur Nennung der Herkunft von Straftätern und Verdächtigen. Seit März 2017 habe sich die Zahl der Beschwerden dazu deutlich verringert. Bis Dezember waren es 23 Beschwerden, im Vorjahreszeitraum noch 42. Nach der neu formulierten Richtlinie 12.1 sollten Medien die Zugehörigkeit potenzieller Täter etwa zu ethnischen oder religiösen Minderheiten nur bei «begründetem öffentlichen Interesse» nennen. Bis dahin war von einem «begründeten Sachbezug» die Rede.

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