Partner von:
Anzeige

100 Millionen Euro für Fake-Singlebörsen: Deutsche Männer lassen sich beim Online-Dating abzocken

Online-Datung boomt und damit auch der systematische Einsatz von Fake-Profilen
Online-Datung boomt und damit auch der systematische Einsatz von Fake-Profilen

Fake-Profile und der Einsatz von künstlicher Intelligenz führen dazu, dass von 100 Euro, die Männer für Online-Dating ausgeben, 40 Euro an unseriöse Portale überwiesen werden. Dies ermittelte die jährliche Marktstudie von Singleboersen-Vergleich.de. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro an Fake-Datingportale.

Anzeige

8.6 Millionen Deutsche nutzten im Jahr 2017 monatlich seriöse Datingportale wie beispielsweise Parship. Rund 50 Prozent der Singles gelang es auf diesem Weg, sich zu echten Dates zu verabreden. Der Branchenumsatz dieser Anbieter betrug dabei im vergangen Jahr satte 210,9 Millionen Euro, wovon 150 Millionen Euro auf Männer entfallen. Zu diesem Ergebnis kam die Studie von Singleboersen-Vergleich.de. „Der Online-Dating-Markt 2017-2018“ ist Bestandteil einer jährlich aktualisierten Analysereihe zum Online-Dating im deutschsprachigen Raum, die Erhebung der aktuellen Marktdaten wurde im Januar/Februar 2018 durchgeführt.

Doch wie die Studie weiter belegt, schreibt der Online-Dating-Boom nicht nur Erfolgsgeschichten – sondern fördert auch Betrug: “Zusätzlich geben unbedarfte Herren noch einmal über 100 Millionen Euro für Dating-Dienste aus, bei denen es so gut wie unmöglich ist, reale Kontakte zu knüpfen”, sagt Henning Wiechers, Gründer von Singleboersen-Vergleich.de.

Anzeige

Diese Graumarkt-Anbieter operierten mit einem Netzwerk aus über 1.000 Portalen und dem simplen Trick, dass man angeblich interessierte Damen erst nach dem Gang an die Kasse kennenlernen kann, heißt es weiter in den Untersuchungsergebnissen. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und automatisierter Chat-Dialoge seien diese Fake-Profile kaum mehr von echten zu unterscheiden. Strafrechtlich drohe der Schattenbranche keine Gefahr, da der Kunde in den AGB über die Situation informiert wird. Nur: Wer liest schon AGBs?

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia