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iPhone X-Nachfrage immer schwächer: JP Morgan senkt Absatzprognose erneut deutlich

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Plötzlich kritisch beäugt: Apples neues Smartphone-Flaggschiff iPhone X © Apple

Die Ernüchterung ist groß: Das generalüberholte iPhone X sollte für Apple der ganz große Kassenschlager zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones werden, doch offenkundig verkauft es sich bereits wenige Monate nach dem Marktstart weitaus schlechter als erwartet. In den Chor der Kassandrarufe stimmt abermals die Investmentbank JP Morgan ein: Die Wall Street-Institution reduzierte die Absatzschätzungen für das iPhone X im laufenden und vor allem nächsten Quartal erneut massiv.

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Das iPhone X schien eine sichere Wette zu sein. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones launchte Apple im vergangenen November ein vermeintlich schier unwiderstehliches iPhone mit OLED-Display aus einem Guss – es schien das Must-Have-Gadget zu sein, nach dem sich Apples Fanboys vermeintlich seit Jahren die Finger geleckt hatten.

Zwar kam das iPhone X mit 999 Dollar bzw. 1150 Euro für das Einstiegsmodell  mit einem happigen Preisaufschlag auf den Markt, doch die aufgestaute Nachfrage würde sich mit voller Wucht im ersten Quartal entladen, wenn Apples Produktion sich auf Hochtouren befinde, so die Analystenmeinung Ende vergangenen Jahres.

JP Morgan berichtete als erste US-Großbank über den iPhone X-Einbruch

Das war vor dem iPhone X-Launch. Nur eineinhalb Monate später trafen jedoch aus Zuliefererkreisen in Asien die ersten Hiobsbotschaften ein. Überraschend schnell schien Apple die Produktion seines neuen Kultsmartphones schon wieder herunterzufahren. Spätestens seit Bekanntgabe der jüngsten Quartalsergebnisse herrscht an der Wall Street Ernüchterung über Apples neues Flaggschiff-Smartphone: Das iPhone X hat zwar im Weihnachtsquartal sein Soll erfüllt, doch nun drohen die Anschlusskäufe zu verebben.

Im ersten Quartal soll Apple demnach nur noch 20 Millionen Einheiten seines hochpreisigen OLED-Flaggschiffs fertigen lassen – die Hälfte des ursprünglich anvisierten Produktionsvolumens, hatte JP Morgan bereits Ende Januar vorausgesagt – und Apple danach an der Börse abstürzen lassen.

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Der gut unterrichtete KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo prognostizierte unterdessen, Apple dürfte im einjährigen Lebenszyklus des iPhone X nun lediglich 62 Millionen Einheiten verkaufen – danach dürfte das hochgehypte Smartphone schon wieder vom Markt verschwinden.

Nur noch 10 Millionen verkaufte iPhone X im nächsten Quartal erwartet

Nur sechs Wochen später legt JP Morgan noch mal nach – mit noch schlechteren Prognosen. Wie das Dow Jones-Mitglied am vergangenen Freitag in einer Research-Note mitteilte, die dem Finanzportal SeekingAlpha vorliegt, hat Analyst Narci Chang die Verkaufsprognosen abermals nach unten angepasst.

So rechnet Chang im laufenden Quartal, in dem der Analystenkonsens zuletzt bei 20 Millionen verkauften Einheiten des iPhone X lag, nun nur noch mit 15 Millionen verkauften iPhone X. Ursprünglich hatten Analysten mit bis zu 40 Millionen abgesetzten iPhone X im März-Quartal gerechnet.

Der Superzyklus fällt aus:  Ein weiteres Jahr iPhone-Stagnation erwartet

Im Juni-Quartal kommt es dann nach Einschätzung von JP Morgan ganz dick: Ganze 10 Millionen Einheiten des dann nur ein halbes Jahr alten iPhone X soll Apple laut Chang verkaufen – statt wie zuvor prognostiziert 18 Millionen Stück. Die Folge: Weil Apples andere iPhones nur unzureichend in die Bresche springen können, senkt der JP Morgan-Analyst auch in der Gesamtheit seine iPhone-Absatzschätzungen – im März-Quartal von 55 aus 52 Millionen Einheiten und Juni-Quartal von 45 auf 42 Millionen Einheiten.

Im Fiskaljahr 2018 würden Apples iPhone-Absätze nach Stückzahlen gerade noch um 2 bis 3 Prozent zulegen, statt wie zuvor prognostiziert um 9 Prozent, sagt Narci Chang voraus. Apples iPhone X-Superzyklus wäre demnach Geschichte. Ihre Hoffnungen haben Analysten und Anleger unterdessen bereits auf das nächste Fiskaljahr verschoben, in dem Apple gleich drei neue iPhone-Modelle vorstellen soll – darunter ein Maxi-OLED-iPhone mit einer Bildschirmdiagonale von 6,5 Zoll.

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