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Amazon kauft Smart Home-Anbieter Ring für mehr als 1 Milliarde Dollar, um Lieferservice zu optimieren

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Amazon bietet künftig smarte Türklingeln an / Screenshot: © Ring / YouTube

Jeff Bezos verliert auf dem Weg an die Spitze der Internet-Industrie keine Zeit. Nach Handelsschluss an der Wall Street gab Amazon bekannt, dass der E-Commerce-Gigant den Smart Home-Anbieter Ring für einen ungenannten Betrag übernimmt. Den lieferte Reuters wenig später nach: Nach Angaben des Nachrichtendienstes hat Amazon mehr als eine Milliarde Dollar für den Anbieter von Video-Türklingeln und smarten Sicherheitskameras überwiesen – vermutlich, um seinen Lieferservice zu verbessern.

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Amazon macht bei seinen Bemühungen, dichter an den Kunden heranzurücken, ernst. Nur zwei Monate nachdem der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt Blink, einen Anbieter von smarten Sicherheitssystemen und -kameras, übernahm, hat Jeff Bezos nun auch den größeren Rivalen Ring akquiriert.

Ring wurde 2012 gegründet und bietet seine smarte Video-Türklingel “Video Doorbell” seit 2013 an. Nutzer können auf diese Weise von ihrem Smartphone, Tablet oder Computer ihr Zuhause überwachen und entsprechend mit Besuchern sprechen. Überwachungsaufnahmen werden zudem in der Cloud gespeichert.

Doch Amazon dürfte es kaum um das Angebot von Sicherheitssystemen in seinem Sortiment als vielmehr um den nächsten Schritt in der Lieferkette gehen: den autorisierten Zutritt in die Wohnung / das Haus des Kunden, um so auf sicherem Weg eine Lieferung zustellen zu können.

Der Kauf hänge mit Amazons Absicht zusammen, “Produkte nicht nur nach Hause, sondern in das Zuhause” des Kunden zu liefern, erklärte Techblogger Neil Cybart (“Above Avalon”) die Motivation hinter Amazons Akquisition.

Den Preis für die Übernahme wollte Amazon nicht verraten. Die Nachrichtenagentur Reuters war aber offenbar gut vernetzt und taxierte den Kaufpreis wenig später auf mehr als eine Milliarde Dollar.

An der Wall Street kam die Übernahme gut an: Die Amazon-Aktie legte im nachbörslichen Handel immerhin um 4 Dollar oder 0,3 Prozent zu – ein Wertzuwachs, durch den Amazon den kolportierten Kaufpreis im Börsenwert gleich zweimal zurückverdient hätte.

Amazon befindet sich in diesem Jahr an der Börse ohnehin in Überschallgeschwindigkeit. In den ersten zwei Monaten des Jahres legte der Internet-Pionier bereits um 29 Prozent zu und konnte seine Marktkapitalisierung um 150 Milliarden Dollar steigern. Nur noch sechs Prozent trennen Amazon nun noch von Alphabet – der Nummer eins der Internet-Industrie.

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