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Springer und Ringier “entsetzt und fassungslos” über Mord an Enthüllungsjournalist Kuciak und seiner Verlobten

Wurde brutal ermordet, weil er seiner Arbeit nachging: der slowakische Journalist Ján Kuciak
Wurde brutal ermordet, weil er seiner Arbeit nachging: der slowakische Journalist Ján Kuciak

In der Slowakei wurden der Enthüllungsjournalist Ján Kuciak und seine Verlobte in ihrem Haus erschossen. Ján Kuciak war seit 2015 Redakteur des Newsportals aktuality.sk, das zu Ringier Axel Springer Slovakia gehört. Er recherchierte unter anderem Verbindungen von Unternehmern und Politikern zur organisierten Kriminalität. Bei Springer und Ringier zeigt man sich entsetzt.

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“Wir sind entsetzt und fassungslos über die Nachricht, dass Ján Kuciak und seine Lebensgefährtin offenbar Opfer eines grausamen Attentats geworden sind”, so die beiden Verlage in einer gemeinsamen Stellungnahme. Der Verdacht liege nahe, dass das Verbrechen im Zusammenhang mit einer laufenden Recherche Kuciaks stehe. Der 27-jährige hatte für das Internetportal sktuality.sk regelmäßig über Fälle von mutmaßlichem Steuerbetrug berichtet. In seinem Visier hatte er dabei vor allem prominente Unternehmer, die nach seinen Recherchen Geschäftsverbindungen zu den regierenden Sozialdemokraten ebenso wie zu Kreisen der organisierten Kriminalität unterhalten haben sollen.

Einer dieser Unternehmer hatte Kuciak zuletzt öffentlich wegen dessen Berichten gedroht. In der Drohung ging es allerdings nicht um Gewaltanwendung. Der Unternehmer wollte über Kuciak und seine Familie ähnliche “Schmutzberichte sammeln”, wie dieser über ihn, hatte der Unternehmer gegenüber Medien erklärt.

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“Wir trauern mit den Familien, den Freunden, und den Kollegen. Wir werden alles tun, um die Ermittlungsbehörden dabei zu unterstützen, den oder die Täter zu stellen. Sollte das Attentat ein Versuch sein, einen unabhängigen Verlag wie Ringier Axel Springer Slovakia davon abzuhalten, Missstände aufzudecken, werden wir dies zum Anlass nehmen, unseren journalistischen Auftrag noch gewissenhafter und konsequenter auszuüben”, so die Verlage in ihrer Mitteilung.

Mit Material von dpa.

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