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Paid Content beim manager magazin: Chefredakteur Klusmann will Premium-Inhalte kostenpflichtig machen

Manager Magazin Chefredakteur Steffen Klusmann
Manager Magazin Chefredakteur Steffen Klusmann

Der Spiegel-Verlag setzt stärker auf Paid-Content im Netz. Auf der Webseite des zum Medienhaus gehörenden Wirtschaftstitels manager magazin sollen Inhalte teilweise kostenpflichtig werden. Geplant ist die Umsetzung der Maßnahme in wenigen Monaten. Leser sollen u.a. für Hintergrund-Reports zahlen. Damit will Chefredakteur Steffen Klusmann die Erlössituation von manager-magazin.de verbessern.

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Im Frühjahr 2016 führte der Spiegel-Verlag für Spiegel Online die Bezahlschranke ein. Ob Reportagen, Analysen, Porträts, Rekonstruktionen komplexer Ereignisse, Interviews und Gespräche – unter Spiegel Plus können Leser hier für ausgewählte Artikel zahlen. Abgerechnet werden die kostenpflichtigen Beiträge über das Web-Bezahlsystem Laterpay.

Jetzt weitet Spiegel-Verlagschef Thomas Hass die Bezahlstrategie im Netz auf die Wirtschaftszeitschrift manager magazin aus. „Wir arbeiten an einem Bezahlangebot für unsere Website. Neben den frei verfügbaren Geschichten, bohren wir dort künftig auch die ganz dicken Bretter – getreu unserem Markenversprechen ‘Wirtschaft aus erster Hand’. Wenn alles wie geplant klappt, werden wir im Frühsommer damit starten. Zielgruppe ist die digitale mm-Leserschaft“, erklärt Chefredakteur Steffen Klusmann gegenüber MEEDIA. Einen genauen Starttermin nannte der ehemalige Chefredakteur der Financial Times Deutschland (FTD) nicht. Dem Vernehmen nach könnte neben der Einführung des Bezahlangebots auch die Webseite optisch aufgewertet werden.

An dem Bezahlkonzept für arbeitet Klusmann nach Informationen von MEEDIA bereits seit vergangenen Herbst. Doch die Umsetzung des geplanten Paid-Content-Angebots soll noch einmal Fahrt aufgenommen haben, seitdem Stefan Plöchinger als neuer Leiter Produktentwicklung beim Spiegel-Verlag aktiv ist. Der frühere Chefredakteur von süddeutsche.de, der hier vor allem für die Einführung des Bezahlangebots SZ Plus verantwortlich war, soll beim Spiegel-Verlag als kaufmännischer Partner das multimediale Produktportfolio steuern und weiter ausbauen. Zu einer seiner wichtigsten Aufgaben gehört es, zunächst Spiegel Plus attraktiver zu machen. Dies soll dem Vernehmen nach in einigen Wochen erfolgen.

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Mit der Einführung der Bezahlschranke auf der Webseite will manager magazin-Chefredakteur Steffen Klusmann die Erlössituation seiner Marke stärken. Dabei konnte das Wirtschaftsblatt die verkaufte Auflage im hart umkämpften Marktumfeld halten. Sie bewegte sich im 4. Quartal 2017 bei 104.165 Stück. Dies ist gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein moderates Minus von 0,6 Prozent. Die Abo-Auflage bewegte sich im 4. Quartal des vergangenen Jahres bei 51.348 Stück, der Einzelverkauf bei 12.870 Stück. Nicht bekannt ist, ob die kostenpflichtigen Artikel auf der Webseite über Laterpay abgerechnet werden. Bei dem Bezahlmodell zahlen die Nutzer erst, wenn eine Gesamtsumme von mindestens fünf Euro erreicht ist. Der Erfolg von Laterpay wurde aber mehrfach angezweifelt. Ein attraktives Bezahlmodell ist aber wichtig, wenn das Paid-Angebot auf mm.de vor allen bei den Entscheidern in den Firmenetagen ankommen soll.

Damit kommt in das Segment der Wirtschaftspresse mehr Bewegung. Vergangene Woche gab das Berliner Medienhaus Axel Springer bekannt, seiner Wirtschaftszeitschrift Bilanz einen Relaunch zu verpassen. Damit will der Verlag den Titel vertriebstauglicher machen, um den Einzelverkauf am Kiosk zu steigern.

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Alle Kommentare

  1. Bezweifel doch sehr, dass beim manager magazin 2018 die Zeit reif ist für Exklusivberichte auf der Basis Kostenpflicht.
    Wie sinnierte Change-Manager Wolfgang Büchner 2011 über Kostenpflicht von Onlinemedien? ‘”Erst müssen wir die Kirche voll machen und dann können wir den Klingelbeutel rumgehen lassen und nicht umgekehrt…”‘ Quelle: https://youtu.be/2sUkys8oXbY?t=39m1s

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