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ProSiebenSat.1 steigert Umsatz und Gewinn – General Atlantic steigt bei Online-Geschäften ein

Der scheidende ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling legt seine letzte P1S1-Bilanz vor
Der scheidende ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling legt seine letzte P1S1-Bilanz vor

ProSiebenSat.1 holt sich für seine Web-Angebote einen Investor an Bord. Die schnell wachsende Commerce-Sparte mit Portalen wie Parship oder Verivox soll mit der US-Beteiligungsfirma General Atlantic als Partner zu einer führenden europäischen Plattform für Lifestyle-Angebote ausgebaut werden. Das teilte der Konzern im Zuge der Kommunikation seiner Bilanz für das Jahr 2017 mit. Demnach stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, der Gewinn um sechs Prozent auf 471 Millionen.

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Wie ProSiebenSat.1 mitteilte übernimmt General Atlantic 25,1 Prozent an der Web-Sparte, ihr Wert werde dabei auf 1,8 Milliarden Euro veranschlagt.

General Atlantic bringt nicht nur Geld, sondern auch viel Erfahrung mit neuen Geschäftsmodellen im Internet mit ein. Das Unternehmen ist in Deutschland am Fernbus-Unternehmen Flixbus, international am Ferienwohnungs-Anbieter airbnb, am Fahrdienstvermittler Uber oder an der chinesischen Suchmaschine Weibo beteiligt. Der scheidende ProSiebenSat-1-Chef, Thomas Ebeling, sagte, der Einstieg des Partners sei der «Startschuss für den Portfolioausbau sowie die weitere Beschleunigung des Wachstums in diesem Bereich».

Ebeling scheidet nach Vorlage der Jahresbilanz am Donnerstag vorzeitig aus dem Konzern aus. Ihm war die schwache Entwicklung des Kerngeschäfts Werbefernsehen angekreidet worden. Zuletzt hatte er mit abfälligen Bemerkungen über «ein bisschen fettleibige» Fernsehzuschauer Schlagzeilen gemacht. Sein Nachfolger wird der frühere Chef des Staubsauger-Herstellers Dyson, Max Conze. Er tritt im Juni bei dem Medienkonzern an.

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Das vergangene Geschäftsjahr schloss ProSiebenSat.1 zudem etwas besser ab als erwartet. Dank des gut laufenden Digitalgeschäfts verdiente der Konzern mit 471 Millionen Euro unter dem Strich sechs Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Auch beim Umsatz, der um sieben Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zulegte, konnten die Münchener ihre Prognose erfüllen.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg zudem um drei Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Für das aktuelle Geschäftsjahr hat sich das Management rund um den neu ernannten Konzernchef Max Conze ein weiteres Umsatzplus sowie eine Ebitda-Marge im mittleren 20-Prozentbereich vorgenommen.

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