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Nikkei Asian Review: Apple hat die iPhone X-Produktion inzwischen um bis zu 60 Prozent heruntergefahren

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Apples iPhone X: Vom Sorgenkind zum Kassenschlager / © Apple

Die Hiobsbotschaften für das iPhone X kommen inzwischen praktisch im Tagesrhythmus aus Fernost. Nachdem der Nikkei Asian Review am Wochenende über die Folgen der Produktionsreduzierung für Display-Lieferant Samsung berichtete, legte die japanische Wirtschaftszeitung heute mit einem Update zu Apples iPhone X-Bestellungen nach. Und die fallen offenbar noch schwächer aus als zuletzt erwartet: Wie Nikkei berichtet, produziert Samsung nunmehr bis zu 60 Prozent weniger OLED-Displays für das iPhone X.

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Das hatte sich Apple anders vorgestellt: Ein generalüberholtes iPhone mit randlosem OLED-Display zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones – das schien eine sichere Wette zu sein. Doch wie es mit Wetten so ist – manchmal gehen sie nicht auf. Diese Erfahrung muss der wertvollste Konzern der Welt in diesen Tagen machen.

Spätestens seit Bekanntgabe der jüngsten Quartalsergebnisse herrscht an der Wall Street nämlich Ernüchterung über Apples neues Smartphone-Flaggschiff: Das iPhone X hat zwar im Weihnachtsquartal sein Soll erfüllt, doch nun drohen die Anschlusskäufe zu verebben.

Nikkei Asian Review: Apple ordert bis zu 60 Prozent weniger OLED-Displays bei Samsung

Nur eineinhalb Monate nach dem Launch trafen aus Zuliefererkreisen in Asien nämlich die ersten Hiobsbotschaften ein. Überraschend schnell scheint Apple die iPhone X-Produktion  schon wieder herunterzufahren. Im ersten Quartal soll Apple demnach nur noch 20 Millionen Einheiten seines hochpreisigen OLED-Flaggschiffs fertigen lassen, wie der gut unterrichtete KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo zuletzt prognostizierte.

Diese Prognose stützt heute erneut die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review – mit Einschränkungen nach unten. Der Nikkei  Asian Review berichtet nämlich, Apples Zulieferer Samsung plane, im laufenden Quartal 20 Millionen oder weniger OLED-Displays für den iKonzern zu fertigen. Die ursprüngliche Zielvorgabe für das März-Quartal habe bei 45 bis 50 Millionen Displays gelegen. Apple habe seine iPhone X-Produktion demnach im laufenden Quartal um bis zu 60 Prozent heruntergefahren.

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iPhone X-Kürzungen setzen Samsung weiter unter Druck

Auf die Folgen für Samsung hat Nikkei am Wochenende hingewiesen: Der mit Abstand wertvollste Konzern Südkoreas versucht nun vermehrt, seine überproduzierten OLED-Displays an andere Kunden zu verkaufen, scheitert jedoch offenbar an der weitaus günstigeren Konkurrenz aus China. Die Folge: Samsung kommt an der Seouler Börse zunehmend unter Druck und verlor auch heute infolge des Nikkei-Berichts weitere zwei Prozent an Wert.

Wie Nikkei berichtet, hat Samsung noch nicht entschieden, wie weit die OLED-Display-Produktion im Juni-Quartal nach unten angepasst werden muss – ein abermaliger Einschnitt sei möglich, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung. Bislang rechne Samsung mit weniger als 50 Prozent der ursprünglichen OLED-Display-Lieferungen an Apple.

KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo hatte zuvor prognostiziert, dass Apple im einjährigen Lebenszyklus des iPhone X nun lediglich 62 Millionen Einheiten verkaufen dürfte – und  das hochgehypte Smartphone danach schon wieder vom Markt nehmen wolle.

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