Partner von:
Anzeige

Nach Newsfeed-Änderungen: Medienhäuser messen weitere Reichweitenrückgänge bei Facebook

Rückgang der Reichweite: Nach den Ankündigungen von Mark Zuckerberg belegen die ersten Statistiken nun deren Einfluss
Rückgang der Reichweite: Nach den Ankündigungen von Mark Zuckerberg belegen die ersten Statistiken nun deren Einfluss

Wenige Wochen nach Mark Zuckerbergs Ankündigung, den Algorithmus des Facebook-Newsfeed zulasten der Medienhäuser zu verändern, zeigen sich erste negative Auswirkungen. Mehrere US-amerikanische Statistiken belegen einen Rückgang der Reichweiten. Viele Nachrichtenseiten hoffen jedoch darauf, den Schwund mit Google und Apple News kompensieren zu können.

Anzeige
Anzeige

Die angekündigten Newsfeed-Änderungen bei Facebook scheinen sich nun ebenfalls in Zahlen auszudrücken. Laut einem Bericht des Branchendienstes Digiday vermelden Verlage und Herausgeber sinkende Reichweiten im größten sozialen Netzwerk. So zeigen beispielsweise die Daten von Chartbeat, dass die Reichweiten der analysierten Anbieter seit Anfang Januar um sechs Prozent zurückgegangen sind. Dieser Trend habe laut Chartbeat bereits in 2017 eingesetzt. Das US-amerikanische Unternehmen misst die Reichweite für rund 50.000 Herausgeber weltweit.

Eine Überraschung ist der nun statistisch belegte Schwund nach der Ankündigung von Mark Zuckerberg nicht. Anfang Januar hatte der 33-Jährige mitgeteilt, dass fortan “bedeutungsvolle” Inhalte von Freunden und Familien höher eingestuft werden als Nachrichten von Medienhäusern. Facebook sagte zudem, der Anteil an Nachrichten im Newsfeed soll von fünf auf vier Prozent reduziert werden. MEEDIA hatte darüber berichtet.

Der von PopSugar bereitgestellte TrendRank beobachtet die Social-Media-Aktivität von 700 Verlagen in 17 Kategorien. Das Unternehmen bestätigt den negativen Trend. Bei den Nachrichten von großen Medienhäusern wie der New York Times, der WashingtonPost, CNN und BuzzFeed belegen die Zahlen einen Reichweitenrückgang von 14 Prozent. Die Firma True Anthem kümmert sich ebenfalls um die Aktivitäten der Medienhäuser in sozialen Netzwerken. Deren Zahlen, basierend auf der Auswertung mehrerer hundert, größtenteils US-Medienhäuser, zeigen: Die Reichweite hat seit Facebooks Ankündigung insgesamt sogar zugenommen. Vor allem für lokale Nachrichten sei ein Anstieg von rund 26 Prozent zu verzeichnen. Dies wiederum passt mit einer weiteren Änderung von Zuckerberg zusammen, mit der er lokale Inhalte im Newsfeed priorisieren will. Ende Januar hieß es dazu vom Facebook-CEO:”Wenn Ihr einem Lokalverlag folgt oder jemand eine Story mit lokalem Bezug teilt, könnte das im Newsfeed höher stehen.”

Anzeige

Die Analyse von True Anthem zeige, so Digiday, dass der Anstieg mit Postings zusammenhängt, die Nutzer entweder viel kommentiert oder geteilt haben. Diese Beobachtung würde in die Zielsetzung von Zuckerberg passen, der mehr “bedeutungsvolle” Interaktionen der Nutzer auf seiner Plattform sehen möchte.

Gleichwohl scheint unter US-amerikanischen Verlegern keine Alarmstimmung vorzuherrschen. Die Entwicklung, heißt es aus der Branche, setze sich lediglich fort. Den größten Verlust habe man bereits im vergangenen Jahr festgestellt. Die Verluste seien in diesem Jahr dagegen weniger stark als noch in 2017. Hoffnung machen andere Quellen wie Google und Apple News, sagt Nick Ascheim von NBC News and MSNBC. Die über jene Anbieter erzeugte Reichweite sei mehr und mehr auf dem Vormarsch.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia