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Facebook-Manager: Russische Einflussnahme bei US-Wahl sollte Chaos erzeugen, nicht Ergebnis beeinflussen – Trump triumphiert auf Twitter

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Auch 15 Monate nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten beschäftigt der Verdacht einer russischen Intervention über die sozialen Medien sowohl die US-Tagespolitik als auch das weltgrößte Social Network. Am Wochenende mischte sich der Facebook Anzeigen-Chef in die Debatte ein und stellte auf Twitter klar, dass der Großteil der aus Russland finanzierten Werbebuchungen nach der US-Wahl erfolgt sei. Danach holte Donald Trump postwendend zu einem neuen Rundumschlag gegen die Medien aus.

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Die Ermittlungen um die Einmischung in die US-Wahl durch Russland gewinnen weiter an Dynamik. Am Freitag hat die US-Justiz im Rahmen ihrer Ermittlungen Anklage gegen 13 russische Staatsbürger erhoben. Obwohl Donald Trump von einer russischen Manipulation weiter nichts wissen will, erklärte sogar sein eigener Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster am Wochenende in München, die Beweise seien inzwischen “unumstößlich”, dass sich Russland bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt habe.

Hoch umstritten ist indes weiter das Ausmaß. In die Debatte schaltete sich am Wochenende auch Facebook-Manager Rob Goldman ein. Der Vice President of Ads des weltgrößten sozialen Networks lieferte auf Twitter mehrere Hintergründe zu den russischen Anzeigenbuchungen. Erste Erkenntnis: “Ich habe alle Anzeigen gesehen und kann sehr definitiv sagen, dass eine Beeinflussung der Wahl *NICHT* das Hauptziel war”.

Mehr noch: “Die Mehrzahl der russischen Anzeigenschaltungen ereignete sich NACH der Wahl”, twitterte Goldman mit Verweis auf einen Blogbeitrag aus dem vergangenen Oktober, der von den meisten Medien aber ignoriert worden sei.

Donald Trump verlor keine Zeit, die Steilvorlage auf dem 280-Zeichen Dienst zu verwerten und zu retweeten. “Die Fake News-Medien liegen nie daneben”, höhnte Trump und zitierte die Tweets von Facebooks Anzeigenchef.

Ron Goldman präzisierte in seinem Tweetsturm am Wochenende unterdessen, welche Absicht die aus Russland finanzierten Anzeigen tatsächlich gehabt hätten.

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“Das Hauptziel der russischen Propaganda und Desinformation bestand darin, Amerika zu teilen, indem sie unsere Institutionen wie Meinungsfreiheit und die sozialen Medien, gegen uns verwendet haben. Es hat Angst und Hass gegen Amerikaner geschürt. Und unglaublich gut funktioniert. Wir sind als Nation ziemlich gespalten”, lautet das bittere Fazit von Facebooks Anzeigenchef, das das zuletzt scharf  kritisierte weltgrößte Social Network selbst nicht in einem guten Licht dastehen lässt.

Warum Facebook die Anzeigen zugelassen hat, die zur Spaltung beigetragen haben und davon finanziell profitiert hat, wie zuletzt Hollywood-Star Jim Carrey monierte, thematisiert Rob Goldman freilich nicht. Einmal in Fahrt, teilte Donald Trump auf Twitter am Wochenende in gewohnter Manier gegen die Fake News-Medien, die andauernden Ermittlungen in der Russland-Affäre und sogar gegen die Obama-Administration aus:

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