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Dank Kooperation mit Alibaba: Disney unternimmt neuen Versuch auf dem chinesischen Streaming-Markt

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Über 1000 Filme und Serien aus dem umfangreichen Disney-Archiv stehen demnächst den chinesischen Fans des Micky-Maus-Konzerns zur Verfügung. Möglich macht das eine Vereinbarung mit dem Internet-Riesen Alibaba, in dessen Streaming-Dienst „Youkou“ das Angebot integriert wird. Bereits Ende 2015 brachte Alibaba Disney-Inhalte nach China, musste die Zusammenarbeit jedoch nach wenigen Monaten beenden.

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Kino-Klassiker wie „Mulan“ und „Fluch der Karibik“, aber auch neue Disney-Produktionen wie „Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren“ oder die Neuauflage des 1980er-Jahre-Cartoons „Duck Tales“ sorgen nun auch in chinesischen Haushalten für Unterhaltung. Mehr als hundert Filme und über 1000 Serienepisoden umfasse die Partnerschaft, die nach Angaben Alibabas die größte Disney-Bibliothek Chinas zur Verfügung stelle.

Die Alibaba-Kooperation ist eine durchaus überraschende Nachricht: Für 2019 plant Disney immerhin eine eigene Over-the-top-Plattform für seine Inhalte, die nicht mehr und nicht weniger als eine Konkurrenz für den bisherigen Exklusiv-Partner Netflix darstellen soll. Großes Lockmittel zum Start sollen eigens für die neue Plattform entwickelte „Star Wars“-Serien werden, zitierte der Hollywood Reporter kürzlich Disney-CEO Bob Iger.

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Doch Disney und Alibaba arbeiten nicht zum ersten Mal zusammen. Schon Ende 2015 übernahm Alibaba den Launch des Streaming-Angebots „DisneyLife“ in China für den Maus-Konzern und brachte sogar einen Streaming-Stick ähnlich Googles „Chromecast“ oder Amazons „Fire TV Stick“ heraus. Ohne Angabe weiterer Gründe hatte „DisneyLife“ jedoch bereits im April 2016 auf Druck chinesischer Behörden wieder eingestellt werden müssen.

Nach Alibaba-Angaben sei „Youku“ das größte Streaming-Angebot Chinas. Über 580 Millionen Geräte nutzten „Youku“ und sorgten für über eine Milliarde Abrufe am Tag. Neben der neuen Partnerschaft mit Disney habe Alibaba bereits ähnliche Vereinbarungen mit Warner Bros., Paramount, Fox, NBCUniversal und Sony Pictures Television getroffen.

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