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Spiegel TV gibt Führungs-Trio auf: Jesper Doub verlässt Geschäftsführung der Fernsehtochter

Jesper Doub
Jesper Doub

Bislang bestand die Geschäftsführung von Spiegel TV aus einem Dreiergespann. Jetzt ist damit Schluss. Jesper Doub scheidet als Geschäftsführer bei der Fernsehtochter aus. Damit wird die TV-Gesellschaft künftig von einer Doppelspitze geleitet. Doub hat aber weiterhin ein Auge auf Spiegel TV. Der ehemalige DuMont-Manager wird als Vertreter der Spiegel-Gesellschafter ein Auge auf das wichtige Fernsehgeschäft haben.

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Der ehemalige Studio Hamburg-Manager Goetz Hoefer war Mitte 2016 zum weiteren Geschäftsführer von Spiegel TV berufen worden, um dem Unternehmen neue Wachstumsimpulse zu bringen. Doch mit der Ernennung von Hoefer in die Geschäftsführung wurde das TV-Unternehmen neben Jesper Doub und Dirk Pommer von einer Dreierspitze geführt.

Nun gehört dieses Führungs-Trio der Vergangenheit an. Jesper Doub scheidet als Geschäftsführer bei der Spiegel TV GmbH und ihren Tochterfirmen aus. Dies bestätigt eine Sprecherin des Spiegel-Verlags gegenüber MEEDIA. Dennoch bleibt Doub dem Fernseharm des Verlagshauses erhalten. Er werde das TV-Geschäft der Spiegel-Gruppe als Gesellschaftervertreter der Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co.KG verantworten, heißt es. Unberührt hiervon sind die anderen Positionen des studierten Wirtschaftsingenieurs in der Spiegel-Gruppe. Der gebürtige Däne bleibt unverändert Verlagsleiter im Spiegel-Verlag sowie Geschäftsführer von Spiegel Online. Doub war im Herbst 2014 als CTO von der DuMont Mediengruppe zur Spiegel-Gruppe gewechselt und wurde im August 2015 zum Geschäftsführer von Spiegel Online berufen.

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Dass der Spiegel-Verlag die Führungsspitze seiner TV-Tochter neu ordnet, ist verständlich. Hoefer und Pommer sind bei Spiegel TV für das operative Geschäft verantwortlich. Doub nahm hier eine Sonderrolle ein. Der Geschäftsmann war hier vor allem für strategische Fragen und wichtige Personalien verantwortlich. Diese Aufgaben wird er in seiner neuer Postion als Gesellschaftervertreter von Spiegel TV beibehalten, heißt es. Spiegel TV hat in den vergangenen Jahren turbulente Zeiten durchlaufen. Der Verlust von Auftragsproduktionen in der Vergangenheit (2011 “Kerner”) zwang das Unternehmen zu diversen Personalanpassungen. Erst jüngst erlebte das “Spiegel TV Magazin” eine schwere Zäsur. Seit 1988 wurde das Politik-Format am Sonntagabend ausgestrahlt. Mitte 2018 wandert das TV-Magazin auf den RTL-Sendeplatz am Montag um 23.25 Uhr. Der Wechsel des Sendeplatzes stellt die Geschäftsführung von Spiegel TV ebenfalls vor Herausforderungen, da für den späten Sendeplatz von RTL geringere Minutenpreise bezahlt werden dürften als beim Spiegel TV-Klassiker am Sonntag; zudem ist die Montagssendung künftig kürzer.

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