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Das Amazon-Imperium: Warum der E-Commerce-Gigant plötzlich eine reelle Chance hat, vor Apple die Billionen-Bewertung zu knacken

Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz, an der Börse und auf seinem Konto
Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz, an der Börse und auf seinem Konto

Der Gewinner der ersten Berichtssaison des Jahres lautet – Amazon! Nicht nur, dass Jeff Bezos' E-Commerce-Gigant die Analystenerwartungen deutlich übertroffen und bewiesen hat, dass er Milliardengewinne einfahren kann, wenn er will – Amazons Kerngeschäft wächst auch immer rasanter. Dank der boomenden Cloudsparte, dem neu entdeckten Werbegeschäft und dem Ökosystem um Alexa besitzt Jeff Bezos nun das Momentum, um an der Börse sogar an Apple vorbeizuziehen – auch weil der Techpionier aus Cupertino wegen der iPhone X-Schwäche aus dem Tritt geraten ist.

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Es klang, als hätte der Marketing-Professor Nachhilfe in Mathematik nötig. Vier Monate ist es her, dass Scott Galloway eine bemerkenswerte Vorhersage traf: Nicht Apple, das es Anfang Oktober bereits auf einen Börsenwert von 795 Milliarden Dollar brachte, sondern Underdog Amazon, der damals mit lediglich 460 Milliarden Dollar bewertet wurde, würde als erstes Unternehmen die magische Billionen-Bewertungsgrenze knacken, verriet der Autor von “The Four” dem Finanzportal TheStreet.com.

Von den vier Tech- und Internet-Schwergewichten hält Galloway Amazon unterdessen für am besten für die Zukunft aufgestellt und gibt Jeff Bezos‘ Unternehmen nicht nur die besten Chancen, Google, Facebook und Apple zu überleben, sondern auch als erstes Unternehmen die Bewertungsgrenze von einer Billion Dollar zu knacken.

Scott Galloway sah Amazon schon im vergangenen Herbst auf dem Weg zur Nummer eins

Vier  Monate später scheint es tatsächlich, als wäre Galloway seiner Zeit voraus gewesen. Während Apple seinen Börsenwert in den vergangenen Monaten  lediglich um 29 Milliarden auf 824 Milliarden Dollar steigern konnte, tatsächlich aber aufgrund zuletzt schwerer Kursverluste einen Einbruch der Marktkapitalisierung von fast 100 Milliarden Dollar hinnehmen musste, konnte Amazon seinen Börsenwert in den vergangenen Monaten um spektakuläre 230 Milliarden auf bereits 690 Milliarden Dollar steigern.

Damit ist Amazon zwar weiterhin noch der  viertwertvollste Konzern der Welt, der Abstand auf die Top drei ist gehörig zusammengeschmolzen, sodass nur noch überschaubare Kurszuwächse zum weiteren Aufstieg fehlen:

•   3 % auf Microsoft mit einem Börsenwert von 708 Milliarden Dollar
• 12 % auf Alphabet mit einem Börsenwert von 773 Milliarden Dollar
• 20 % auf Apple mit einem Börsenwert von 824 Milliarden Dollar.

Apple fällt 2018 zurück, Amazon gewinnt im großen Stil

Wie schnell die Rückstände aufgeholt werden können, unterstreicht der Kursverlauf der vier wertvollsten Unternehmen seit Jahresbeginn:

• Apple: – 5 %
• Alphabet: + 6 %
• Microsoft: + 7 %
• Amazon: + 22 %

Keine Frage: In den fünf Wochen hat das Kapital unter Amerikas wertvollsten Unternehmen gehörig rotiert: Apple hat durch seine enttäuschende iPhone X-Entwicklung zuletzt deutlich an Börsenwert verloren, während Amazon überproportional zugewonnen hat. Sollten sich die Kapitalmärkte im Februar analog verhalten, könnte Amazon dem langjährigen Branchenprimus Apple schon in den kommenden Wochen den Börsenthron entreißen.

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Amazon könnte Apple schon in den nächsten Monaten überholen

Amazon müsste dabei keinesfalls noch einmal 22 Prozent zulegen, es würde auch reichen, wenn beide Aktien ihren aktuellen Trend bestätigen und Apple wegen der Sorge um das iPhone im Zuge von immer skeptischeren Analysteneinschätzungen weiter an Boden verliert, während Amazon das Momentum durch immer optimistischere Kursziele weiter nach oben spült.

Tatsächlich sprechen die beiden jüngsten Quartalsbilanzen Bände, warum aktuell alles gegen Apple und für Amazon läuft. Während Apple mit seinem wichtigsten Produkt (iPhone) in einem gesättigten und sogar rückläufigen Markt (Smartphones) schon wieder an seine Grenzen stößt, scheint Amazons Wachstum dank des boomenden Kerngeschäfts, der hoch profitablen Cloudsparte AWS, des neu endeckten Werbegeschäfts  und vor allem Alexa schier unbegrenzt.

“Alexa wird das iPhone der nächsten Dekade”

„Alexa wird das iPhone der nächsten Dekade, was Amazon zu einem Sprung über die Billionen-Marke in der Marktkapitalisierung verhilft“, erklärte Galloway in seinen Vorhersagen für 2018 seine zum Jahreswechsel noch mutige Prognose.

Sechs Wochen später erscheint der Paradigmenwechsel nach Jeff Bezos’ eigener Einschätzung nur allzu logisch: „Unsere Erwartungen an Alexa waren im vergangenen Jahr bereits sehr optimistisch, und wir haben sie weit übertroffen. Wir sehen positive Überraschungen in dieser Größenordnung sehr selten – erwarten Sie, dass wir unsere Anstrengungen intensivieren“, erklärte der weiter mit Abstand reichste Mann der Welt am vergangenen Donnerstag in Anschluss an die starken Quartalszahlen, bei denen Amazon ein rasantes Umsatzwachstum von 38 Prozent ausweisen konnte.

Akute Absturzgefahr: Wird Apple 2018 nach unten durchgereicht?

Die Wall Street hat unterdessen ihr Urteil gefällt: Apple ist die Vergangenheit – und Amazon die Zukunft. Für den iKonzern könnte 2018 unterdessen zum veritablen annus horribilis werden: Denn nicht nur von Amazon könnte der stolze Techpionier aus Cupertino in den kommenden  Monaten überholt werdern, sondern naheliegenderweise zunächst von  Alphabet, der trotz der eigenen Kursverluste nur noch 6 Prozent hinter Apple liegt.

Und selbst eine Überholung vom einstigen Erzrivalen Microsoft als ultimative Demütigung scheint nicht mehr ausgeschlossen: Dank des starken Comebacks durch Satya Nadella liegt der Windows-Hersteller nur noch 16 Prozent hinter dem iKonzern. Apples Total-Absturz an der Wall Street könnte so zur großen Börsenüberraschung 2018 werden.

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