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Quartalszahlen: Apple verdient 20 Milliarden Dollar, verkauft aber weniger iPhones als im Vorjahreszeitraum

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CEO Tim Cook und das wichtigste Produkt in Apples Konzerngeschichte: das iPhone © Apple

Apple hat bei Vorlage seiner Geschäftsbilanz für das abgelaufene Weihnachtsquartal die Erwartungen der Wall Street leicht übertroffen. Im Geschäftszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember konnte Apple-Chef Tim Cook sowohl Umsätze als auch einen Gewinn je Aktie auf Rekordniveau ausweisen. Mit 20 Milliarden Dollar verbuchte Apple beim Konzernüberschuss einen Fabelrekord. Die iPhone-Absätze und der Ausblick für das März-Quartal blieben jedoch unter den Erwartungen zurück.

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Nach zwei Wochen im “vollen Panik-Modus” an der Wall Street hat Apple-CEO Tim Cook das mit Spannung erwartete Zahlenwerk für das Weihnachtsquartal vorgelegt. Im Geschäftszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember konnte Apple die Erwartungen der Analysten dabei knapp übertreffen.

Statt wie erwartet 87,1 Milliarden Dollar erlöste der Kultkonzern aus Cupertino im abgelaufenen Quartal tatsächlich 88,3 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem Apple noch 78,4 Milliarden Dollar erlöst hatte.

Größter Nettogewinn der Wirtschaftsgeschichte

Gleichzeitig konnte Konzernchef Cook den mit Abstand größten Konzerngewinn der Wirtschaftsgeschichte verkünden: Der Nettogewinn zog im abgelaufenen ersten Quartal des neuen Fiskaljahres von 17,89 Milliarden Dollar auf 20,1 Milliarden Dollar  an.

Weil Apple aber seit Jahren exzessiv – im vergangenen Geschäftsjahr allein für 35 Milliarden Dollar – eigene Aktien zurückkauft, konnte der Gewinn je Aktie noch deutlicher gesteigert werden: nämlich von 3,36 Dollar auf 3,89 je Anteilsschein zu verbessern und die Erwartungen der Wall Street, die bei 3,86 Dollar gelegen hatten, damit marginal übertroffen werden.

Apple verkauft weniger iPhones als im Vorjahresquartal

Treiber der Geschäftsentwicklung war einmal mehr das mit Abstand wichtigste Produkt der Konzerngeschichte: das iPhone. Angetrieben vom Ende September gelaunchten iPhone 8 und dem im November gelaunchten iPhone X konnte der wertvollste Konzern der Welt 77,3 Millionen Geräte verkaufen, blieb damit jedoch überraschenderweise unter dem Vorjahresergebnis von 78,3 Millionen.

Die Wall Street-Schätzungen, die bei rund 80 Millionen verkauften iPhones gelegen hatten, wurden damit deutlich verfehlt. Dass Apple am Ende also trotz rückläufiger iPhone-Verkäufe deutlich mehr verdiente, lag am Ende vor allem am deutlich gestiegenen Durchschnittsverkaufpreis, der um mehr als 100 Dollar auf 796 Dollar je Gerät gestiegen ist – und damit maßgeblich durch das hochpreisige iPhone X beeinflusst wurde. Insgesamt erlöste Apple mit seiner iPhone-Sparte 7 Milliarden Dollar höhere Umsätze.

iPad und Mac-Unit enttäuschen, Servicesparte und Apple Watch legen zweistellig zu
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Weiter positiv entwickelte sich zudem die zweistellig wachsende Servicesparte iTunes, die dank steigender Abonnements von Apple Music , der iCloud und vor allem des App Stores die Erlöse um respektable 18 Prozent auf bereits 8,5 Milliarden Dollar steigern konnte.

Auch mit der zunächst viel gescholtenen Apple Watch konnte Apple deutlich steigende Absätze verzeichnen, ohne freilich exakte Zahlen zu nennen. Das Segment “Andere Produkte”, in dem Tim Cook die Apple Watch seit dem Debüt 2015 versteckt,  legte um 36 Prozent zu, was nach Einschätzung von Marktforscher Horace Dediu in etwa einem Absatzwachstum der Apple Watch von 50 Prozent entsprechen dürfte.

Eher enttäuschend entwickelten sich dagegen zwei ältere Konzernsparten. Apple verkaufte im vierten Kalenderquartal, das bereits das erste seines Fiskaljahres 2018, praktisch ebenso viele iPads wie im Vorjahreszeitraum (13,17 vs. 13,08 Millionen Einheiten), aber um 5 Prozent weniger Macs (5,1 vs. 5,38 Millionen Einheiten).

März-Ausblick enttäuscht

Ebenso unter den Erwartungen fiel der Ausblick auf das März-Quartal aus: Tim Cook stellt Erlöse zwischen 60 und 62 Milliarden Dollar in Aussicht, während die Wall Street 65,9 Milliarden Dollar erwartete.

Apple-Aktien, die in Sorge vor der Quartalsbilanz in den vergangenen zwei Wochen fast 10 Prozent an Wert verloren hatten, gaben in unmittelbarer Reaktion auf die Bilanz weiter nach, legten dann im nachbörslichen Handel jedoch wieder um 3 Prozent auf 173 Dollar zu.

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