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Microsoft-Quartalszahlen: Die Cloud-Sparte treibt weiter das Wachstum

Liefert jetzt mit LinkedIn: Microsoft-CEO Satya Nadella
Liefert jetzt mit LinkedIn: Microsoft-CEO Satya Nadella

Überzeugendes Zahlenwerk von Microsoft nach Handelsschluss: Der Redmonder Softwareriese übertraf mit seiner Bilanz zum zweiten Quartal des neuen Fiskaljahres erneut die Erwartungen der Wall Street. Die Umsätze zogen – auch dank der LinkedIn-Übernahme – erneut um 12 Prozent an, während die operativen Gewinne um 10 Prozent zulegten. Treiber der Geschäftsdynamik war erneut das Cloud-Geschäft, das um 15 Prozent wuchs. Die Microsoft-Aktie war in Vorwegnahme der guten Quartalsergebnisse bereits vor Handelsschluss auf neue Allzeithochs geschossen und notiert nun schon bei 95 Dollar.

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Es ist eine der unterschätzten Erfolgsstories der Techbranche. Als Satya Nadella, über Jahre Chef von Microsofts Cloud- und Enterprise-Sparte, vor fast exakt vier Jahren zum Nachfolger des glücklosen Langzeit-CEOs Steve Ballmer ernannt wurde, notierte die Aktie des Software-Giganten bei knapp 37 Dollar.

Microsoft hatte 14 Jahre lang an der Wall Street keine neuen Allzeithochs gesehen, während der Windows-Hersteller von den neuen Platzhirschen der Internet-Ära, Apple und Google, abgehängt zu sein schien.

Kursplus von 150 Prozent in vier Jahren

2018 später wird die Microsoft-Aktie zu Kursen gehandelt, die dem IT-Pionier vor vier Jahren wohl kaum einer zugetraut hatte: auf immer neuen Allzeithochs bei inzwischen 95 Dollar. Der Börsenwert ist in vier Jahren unterdessen um 150 Prozent auf nunmehr 730 Milliarden Dollar angeschwollen – und der Abstand zu Apple und Alphabet kleiner geworden.

Warum die Wall Street im großen Stil auf den wertvollsten Softwareanbieter der Welt wettet, unterstrich Satya Nadella erneut nach Handelsschluss bei Vorlage des neusten Zahlenwerkes.

Umsätze legen um 12 Prozent zu
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Das langjährige Dow Jones-Mitglied konnte für den Dreimonatszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember nach GAAP-Bilanzierungsstandard Umsätze von 28,9 Milliarden Dollar ausweisen und damit den Vorjahreswert erneut um 12 Prozent übertreffen. Die Analystenschätzungen hatten noch bei 28,39 Milliarden Dollar gelegen.

Maßgeblichen Anteil daran hatte Microsofts Productivity & Business Processes-Segment mit einem Umsatzplus von 25 Prozent, das die Office-Sparte für Privatverbraucher und Geschäftskunden (inklusive der Online-Variante Office 365), die Enterprise-Lösung Dynamics 365 und das übernommene Online-Business-Netzwerk LinkedIn bündelt. LinkedIn steuerte bereits Erlöse in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar zur Bilanz bei.

Cloud-Sparte Azure wächst schneller als Amazons AWS

Der eigentliche Treiber der Geschäftsdynamik bleibt unterdessen die Intelligent Cloud-Sparte, deren Umsätze um 15 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar stiegen. Das Cloud-Flaggschiff Azure, das mit Amazons AWS-Sparte wetteifert, konnte um enorme 98 Prozent zulegen.

Nach Bilanzierungsstandard GAAP konnte der Seattler Software-Riese seinen operativen Gewinn um 10 Prozent auf 8,68 Milliarden Dollar steigern. Das Konzernergebnis wurde jedoch durch eine einmalige Steuerzahlung von 13,8 Milliarden Dollar, die im Rahmen der großen Steuerreform der Trump-Administration (TCJA) fällig wurde, belastet.

Unter dem Strich verbuchte Microsoft im Dezember-Quartal so einen Verlust von 6,3 Milliarden Dollar. Ohne die steuerliche Sonderbelastung hätte Microsoft im Schlussquartal 2017 netto 7,5 Milliarden Dollar verdient. Anleger beließen die heiß gelaufene Microsoft-Aktie, die seit Jahresbeginn bereits um 11 Prozent vorne liegt, nach Handelsschluss weiter auf dem Rekordhoch von über 95 Dollar.

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