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“Ein starkes, aber hartes Jahr”: Facebook setzt im vierten Quartal bereits 13 Milliarden Dollar um, doch der Newsfeed-Umbau belastet

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Kein Ende des "FaceBooms": Auch bei Vorlage der jüngsten Geschäftsbilanz für das abgelaufene Dezember-Quartal konnte Facebook die Erwartungen der Wall Street scheinbar spielend leicht übertreffen. Bei Umsätzen von nunmehr 12,97 Milliarden Dollar fuhr der viertwertvollste Internetkonzern bereits 4,27 Milliarden Dollar ein. Mehr als 1,4 Milliarden Menschen nutzen das blaue Netzwerk inzwischen täglich. Die Wall Street reagiert nachbörslich jedoch mit Kursabschlägen, weil die Verweildauer nachlässt und Nutzer in den USA abwandern.

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“Facebook hat eine Menge vor sich”: Rein wirtschaftlich scheint Mark Zuckerberg kaum einen Grund für seinen großen Facebook-Umbau zu haben, den der 33-Jährige als seine große Jahres-Herausforderung ankündigte.

Nach 8,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum erlöste der nach Alphabet, Amazon und Tencent inzwischen nur noch viertwertvollste Internetkonzern der Welt zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember nunmehr bereits 12,97 Milliarden Dollar, was einem Umsatzplus von nochmals 47 Prozent entsprach. Analysten hatten lediglich mit Umsätzen von 12,55 Milliarden Dollar gerechnet.

Facebooks Gewinn legt wegen Sondersteuerzahlung nur um 20 Prozent zu

Die Gewinne explodieren exorbitant weiter: Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte seinen operativen Gewinn um stolze 61 Prozent steigern – von 4,57 Milliarden auf nunmehr bereits 7,35 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn je Aktie (GAAP) stieg auf 2,21 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street, die noch bei 1,95 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten, damit um Längen.

Das Nettoergebnis wurde jedoch durch eine Sondersteuerzahlung für das Gesamtjahr 2017 in Höhe von  3,2 Milliarden Dollar geschmälert.
Nach GAAP-Bilanzierungsstandard stieg der Konzerngewinn unter dem Strich lediglich um 20 Prozent auf 4,27 Milliarden Dollar. “Es war ein starkes, aber hartes Jahr”, bilanzierte Konzernchef Zuckerberg im begleitenden Statement das vergangene Geschäftsjahr, in dem Facebook seine Umsätze insgesamt auf 40 Milliarden Dollar steigern konnte.

Erster Nutzerrückgang in den USA

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg per Ende Dezember zudem gegenüber dem Vorjahresquartal um weitere 14 Prozent auf nunmehr 2,13 Milliarden Mitglieder. Facebook hatte den Durchbruch durch die historische 2-Milliarden-Nutzer-Marke erst Ende Juni vergangenen Jahres vermeldet.

1,4 Milliarden Facebooker loggen sich inzwischen täglich in das Social Network ein (ebenfalls plus 14 Prozent). Für Irritationen sorgte dagegen der erste Nutzerrückgang in den USA. In den vergangenen drei Monaten nutzten 184 Millionen Amerikaner – und damit eine Million weniger – täglich das Social Network.

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Newsfeed-Änderung reduziert Verweildauer auf Facebook jeden Tag um 50 Millionen Stunden

Und mehr noch: Zuckerberg gestand zudem ein, dass der Umbau des Newsfeeds die Verweildauer der Nutzer reduziert hat. “Wir haben bereits im letzten Quartal Änderungen gemacht, nach denen weniger Viralvideos gezeigt wurden, um sicherzustellen, dass die verbrachte Zeit auf Facebook gut angelegt ist”, wiederholte der Facebook-CEO in einem neuen Post sein Umbau-Mantra.

“Wir haben Änderungen duchgeführt, die zu einer Reduktion der auf Facebook verbrachten Zeit von ungefähr 50 Millionen Stunden am Tag geführt haben”, rechnete Zuckerberg vor – und verschreckte damit Anleger.

An der Wall Street wurde der Internet-Gigant für die Bilanz und die begleitenden Ausführungen abgestraft: Die Facebook-Aktie gab nachbörslich um 4 Prozent auf 178 Dollar nach.

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