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Sorge um das iPhone X: Neue Hiobsbotschaften vom Wall Street Journal und der Deutschen Bank beschleunigen Apple-Absturz

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Apples iPhone X: Vom Sorgenkind zum Kassenschlager / © Apple

Die schlechten Nachrichten wollen für Apple einfach nicht abreißen. Nach zahlreichen warnenden Analysteneinschätzungen berichtete heute auch das Wall Street Journal über massive Produktionskürzungen beim iPhone X. Der Grund: Apples neues Kultsmartphone verkaufe sich einfach nicht so gut wie erwartet. Im ersten Quartal soll Apple demnach nur noch 20 Millionen Einheiten seines hochpreisigen OLED-Flaggschiffs fertigen lassen. An der Wall Street stürzt Apple weiter ab.

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Nach einem Jahr, in dem Apple zumindest an der Börse alles zu gelingen schien, macht der noch wertvollste Konzern der Welt 2018 äußert ruppig mit einer neuen Realität Bekanntschaft: Auch für den mythisch verehrten Kultkonzern aus Cupertino wachsen die Bäume offenkundig nicht in den Himmel.

Tatsächlich scheinen Apple-Aktionäre inzwischen im „vollen Panik-Modus“ angekommen zu sein. Seit rund einer Woche befindet sich der iKonzern an der Wall Street nämlich im freien Fall. In gerade einmal sechs Handelstagen hat Apple in der Spitze bereits 8 Prozent an Wert eingebüßt und dabei phasenweise über 70 Milliarden an Börsenwert verloren.

Sorgen um das iPhone X kosten Apple in einer Woche in der Spitze 70 Milliarden Dollar Börsenwert

Grund für den drastischen Absturz von den Höchstkursen bei 180 Dollar, die vor gerade einmal zehn Tagen aufgestellt wurden, auf heute weniger als 167 Dollar sind die schlechten Nachrichten, die inzwischen im Tagesrhythmus auf den erfolgsverwöhnten Techpionier von Analystenseite, aus Zuliefererkreisen und der Tech- und Wirtschaftspresse einprasseln.

In der Sache geht es dabei immer um das iPhone X, das sich nach einem anfänglichen Kaufrausch der Fangemeinde nun doch offenkundig  weitaus schwerer als erwartet tut. Die Folge: Konzernchef Tim Cook muss offenbar bei der Produktion auf die Bremse treten.

Um gleich 50 Prozent soll Apple seine iPhone-Bestellungen im März-Quartal gegenüber dem vorangegangenen Dreimonatszeitraum reduziert haben, überbrachte Wall Street-Institution JP Morgan vergangene Woche die Schockmeldung, die seitdem mehrfach ihren Widerhall gefunden hat.

Wall Street Journal: Produktionskürzung beim iPhone X von bis zu 60 Prozent
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Gestern folgte die Bestätigung aus Asien: Wie der Asian Nikkei Review berichtet, hat Apple im März seine iPhone X-Produktion auf 20 Millionen Einheiten halbiert. Die Bestätigung der Bestätigung kam heute unterdessen von der renommiertesten Adresse der Wirtschaftspresse: Auch das Wall Street berichtet über eine Produktionskürzung des iPhone X auf 20 von 40 Millionen Einheiten.

Das Murdoch-Blatt geht jedoch noch weiter und zitiert mit Verweis auf Zuliefererkreise eine Quelle, die sogar von Bestellungskürzungen von iPhone X-Komponenten von 60 Prozent spricht.

Auch Deutsche Bank skeptisch

Und mehr noch: Auch die Deutsche Bank äußerte sich am Abend skeptisch. US-Analystin Sherri Scribner erklärte in einer Research-Note, die dem Blog Apple 3.0 vorliegt,  unisono zu ihren Branchenkollegen in den vergangenen Tagen, dass die Wall Street-Erwartungen für das laufende, aber auch das nächste Quartal wegen der schwachen iPhone X-Nachfrage zu hoch seien.

Die Folge: Die Deutsche Bank bewertet Apple lediglich als “Halte-Position” mit einem Kursziel von 152 Dollar, das allerdings immer noch neun Prozent unter dem gegenwärtigen Niveau liegt. Nach den geballt schlechten Nachrichten steht Apple-Chef Tim Cook bei Vorlage der neuen Quartalszahlen am Donnerstag plötzlich wieder gehörig unter Druck.

 

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