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Nächste Newsfeed-Änderung: Facebook setzt künftig stärker auf Lokalnachrichten – in den USA

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Local first: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? So oder so ähnlich lässt sich die neuste Änderung zusammenfassen, die Facebook in seinem Newsfeed vornimmt. Nachdem Konzernchef Mark Zuckerberg einen Umbau des Newsfeed zu Lasten der Inhalteanbieter angekündigt hatte und Verlage, die auf Facebook publizieren, künftig Vertrauenschecks von Nutzern unterziehen lassen will, folgt nun die dritte Änderung, die zunächst in den USA startet und danach in anderen Ländern ausgeweitet werden soll.

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Inspiriert habe Zuckerberg seine Reise durch zahlreiche Bundesstaaten der USA im vergangenen Jahr, die von vielen Seiten als PR-Trip auf dem Weg zu einer Präsidentschaftskandidatur kritisiert wurde.

Davon wollte der 33-Jährge allerdings nichts wissen und berichtete stattdessen in einem neuen Blogpost bei Facebook: “Als ich im letzten Jahr durch das Land gereist bin, stach ein Thema hervor: Leute haben mir immer wieder berichtet, wie viel wir gemeinsam haben, wenn wir die spaltenden nationalen Angelegenheiten beiseitelassen” Man könne “Fortschritte erzielen”, wenn man sich “auf konkrete lokale Angelegenheiten” fokussiere, hätten ihm viele Menschen erzählt, so Zuckerberg in seinem Post.

Die Folge: Auch Facebook setzt in der Zukunft stärker auf Lokales – und zwar in seinem Newsfeed, den Zuckerberg der nächsten Änderung unterzieht. Künftig sollen Facebook-Nutzer in den USA mehr Artikel von Nachrichtenquellen aus der eigenen Heimatstadt sehen. “Wenn Ihr einem Lokalverlag folgt oder jemand eine Story mit lokalem Bezug teilt, könnte das im Newsfeed höher stehen”, schreibt der Facebook-CEO.

Sofortiger Start in den USA

Die Änderungen sollen ab sofort in den USA greifen und später auch in anderen Ländern ausgerollt werden – was nicht jeden Nutzer begeistern dürfte.

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Zuckerberg erklärte den Schritt weiter damit, dass “Lokalnachrichten uns besser dabei helfen, die Probleme in unserer Gemeinde zu verstehen”. Studien würden zeigen, dass das Lesen von Lokalnachrichten direkt mit Bürgerengagement korreliere.

Zuckerberg antwortet auf Facebook-Kritik mit Newsfeed-Umbau

Nach zuletzt immer größerer Kritik am Social Network hat Mark Zuckerberg den Umbau von Facebook in diesem Jahr zur Chefsache erklärt. Doch trotz Zuckerbergs PR-Offensive ist der Befreiungsschlag ausgeblieben.

Mit Facebooks Ankündigung, den Newsfeed zulasten von Verlagsinhalten umbauen zu wollen und Medieninhalte zudem von Nutzern in einer halbherzigen Miniumfrage bewerten zu lassen, erntete Facebook viel Kritik. Ob das viel kritisierte soziale Netzwerk Nutzern nun mit lokalen Inhalten das Gefühl gibt, dass ihre “Zeit auf Facebook gut angelegt ist”, bleibt abzuwarten.

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