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Gruner + Jahr bündelt Frauen-Titel in Zentral-Redaktion und startet Brigitte-Academy

Brigitte-Macherinnen: Chefredakteurin Brigitte Huber (li.) und Publisherin Illiane Weiß
Brigitte-Macherinnen: Chefredakteurin Brigitte Huber (li.) und Publisherin Illiane Weiß

Die schlechten Nachrichten wurden bereits am Freitag kommuniziert - auch wenn sie kaum wahrgenommen wurden: Gruner + Jahr stellt Brigitte Kreativ ein. Bei den anderen Titeln der Frauen-Familie wollen die Hamburger in den kommenden Monaten dagegen schlagkräftiger werden, indem sie die Redaktionen zusammenlegen, relevanter, indem sie das Heft überarbeiten und umsatzstärker, indem sie ihr Seminar- und Symposium-Angebot massiv ausbauen.

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Alle Veranstaltungen werden künftig unter dem Label der Brigitte Academy gebündelt. Ziel sei es, eine Marke zu schaffen, mit deren Hilfe die Frauen in Deutschland beruflich und persönlich wachsen können.

Dazu sind 2018 unter anderem zwei große Symposien geplant. Einmal am 21. April zum Thema Finanzen in Hamburg, mit rund 250 Teilnehmerinnen, und am 27. September in Essen mit rund 1.000 Besuchern. Der Frühjahrsevent ist bereits ausverkauft. Die Karten für die Herbstveranstaltung werden zwischen 200 und 300 Euro kosten. Damit dürften den Hamburgern bereits erhebliche Mehr-Einnahmen im sechsstelligen Bereich sicher sein.

Zudem will Chefredakteurin Brigitte Huber auf Veranstaltungstour gehen und im Zuge einer Meet-Up-Reihe eine Vielzahl deutscher Städte besuchen. Die geplante Eventgröße soll bei rund hundert Teilnehmerinnen liegen.

Das bisherige E-Learning-Programm unter dem Academy-Label wird ebenfalls ausgebaut. In Web-Videos vermitteln Experten dabei ihr Wissen in den Bereichen “Kreativität”, “berufliche Weiterbildung” oder auch “Inspiration”.

Kein Ausbau, aber auch kein Abbau, sondern ein Umbau wird es innerhalb der Print-Marken geben. Ab dem kommenden Heft erscheint die Brigitte mit einem überarbeiteten Heft-Konzept. An einigen Stellen ändert sich das Layout. Zudem will die Redaktion um Chefredakteurin Brigitte Huber bereits zum Hefteinstieg ein aktuelleres Thema spielen um relevanter zu werden. Außerdem bekommt die Acadamy mit ihren Karriere- und Finanz-Themen ein festes Ressort.

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Ebenfalls unter die Überschrift Umbau fallen die Maßnahmen der Brigitte-Macher, ab Anfang März alle Einzelredaktionen der Markenfamilie – von Barbara über Wir bis Mom – wieder zusammenzulegen und stattdessen Themen-Pools zu schaffen, die gemeinsam die jeweiligen Hefte bestücken. Die Übersicht sollen feste Redaktionsleiterinnen oder Blattmacherinnen behalten. Mit Stellenstreichungen soll die Struktur-Renovierung nicht verbunden sein.  

Ein Ziel des Relaunches dürfte zudem darin liegen, die Auflagenverluste der vergangenen Monate abzufedern. In einem schwierigen Marktumfeld verlor die Brigitte im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr 13,5 Prozent. Der Gesamtverkauf des Magazins liegt demnach derzeit bei 398.279 Exemplaren. Ein wichtiger Grund für das Minus ist jedoch auch eine Reduzierung bei den Lesezirkeln (von 94.600 auf 67.400) und den Bordexemplare (von 62.200 auf 43.400).

Wie bereits beim Umbau der Redaktion soll auch die Einstellung bei Brigitte Kreativ keine Stellenstreichungen zur Folge haben. Das DIY-Magazin erschien viermal pro Jahr. Die Hamburger wollen in den nächsten Monaten das Konzept überdenken und möglicherweise dann einen Neustart wagen. Bis dahin sind zwei DIY-Specials von Brigitte zu den Themen Stricken und Weihnachten geplant. Insgesamt kommt auch in diesem Jahr noch mehr Arbeit auf die neue Zentral-Redaktion zu.

Im vergangenen Jahr produzierten die Hamburger unter dem Markendach der Brigitte insgesamt 60 Hefte. 2018 sollen 68 sein.

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