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„Voller Panik-Modus“: Apple-Aktionäre zittern wegen Sorge um iPhone X Quartalszahlen entgegen

Das iPhone X: Apples Smartphone-Flaggschiff – für zehn Monate
Das iPhone X: Apples Smartphone-Flaggschiff – für zehn Monate © Apple

Der Wind hat gedreht. Über Monate sah es so aus, als ob Apple dank des hoch gewetteten iPhone X, das seit November im Handel ist, als erstes Unternehmen die Bewertungsgrenze von einer Billion Dollar knacken könnte. Seit vergangener Woche jedoch befinden sich Anleger und Analysten in Deckung. Der Grund: Das iPhone X scheint sich nicht mehr so gut zu verkaufen wie noch anfangs erhofft. Bei Vorlage der neuen Quartalszahlen am Donnerstag hängt nun plötzlich alle Aufmerksamkeit auf dem Ausblick auf das März-Quartal.

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Plötzlich regiert die nackte Angst. Während der Dow Jones in der vergangenen Woche mehrere Prozent an Wert gewann, die wertvollsten Internetkonzerne Alphabet, Facebook und Amazon zwischen 4 und 8 Prozent an Wert zulegten und Netflix nach starken Quartalszahlen  gar ein astronomisches Kursplus von 43 Prozent binnen einer Woche verbuchte, koppelte sich ausgerechnet der wertvollste Konzern der Welt vom positiven Trend ab.

Wie ein angeschlagener Boxer musste Apple in der vergangenen Woche einen Schlag nach dem anderen einstecken. Um in der Spitze 5 Prozent wurden die Anteilsscheine des iKonzerns in den vergangenen fünf Handelstagen nach unten durchgereicht. In einem euphorisch steigenden Markt erscheint ausgerechnet der Einbruch des Platzhirsches verdächtig.

Panikmodus: Analysten reduzieren iPhone X-Erwartungen immer weiter

“Die Wall Street befindet sich im vollen Panikmodus”, erklärt GBH-Analyst Dan Ives den Ausverkauf in einer Research-Note am Freitag, die BusinessInsider vorliegt. Hintergrund dafür sind ausgerechnet die immer stärker reduzierten Erwartungen für das iPhone X, das im November mit hochfliegenden Erwartungen auf den Markt gekommen war.

Nach anfänglicher Euphorie setzten kurz vor dem Jahreswechsel die ersten Hiobsbotschaften ein. Sinolink Securities-Analyst Zhang Bin eröffnete den Auftakt der Anpassungen nach unten, JL Warren Capital folgte wenig später.

Auch BTIG rechnet mit schwächerem Ausblick

In der vergangenen Woche folgten Analysten mit größerem Renommee: Zunächst reduzierte KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo seine Absatzschätzungen für das laufende Quartal von 30 auf nur noch 18 Millionen Einheiten. Dann prognostizierte Wall Street-Insititution JP Morgan sogar, dass die Bestellungen bei Auftragsfertigern im laufenden Quartal gegenüber dem Weihnachtsgeschäft um 50 Prozent gesunken seien.

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Auch der Finanzdienstleister BTIG ist inzwischen skeptischer gestimmt und reduzierte seine Erwartungen für das laufenden Quartal ebenfalls substanziell. “Wir machen uns Sorgen, dass Apples Umsätze im März-Quartal mit 60 Milliarden Dollar unter den Erwartungen von 68 Milliarden Dollar liegen könnten”, schrieb Analyst Walter Piecyk in einer Research-Note am vergangenen Freitag, die dem Blog Apple 3.0 vorliegt.

Analysten bleiben langfristig optimistisch

Trotz der mutmaßlichen Schwächephase beim iPhone X bleibt BTIG-Analyst Piecyk für Apple mit einem Kursziel von 198 Dollar wegen der deutlich gestiegenen Durchschnittsverkaufspreise beim iPhone und möglicherweise besser als erwarteten Umsätzen der Servicesparte und beim iPad optimistisch. Dan Ives von GBH nennt sogar ein Kursziel von 205 Dollar.

Auch Amit Daryanani, Analyst bei RBC Capital, erwartet lediglich ein “lauwarmes März-Quartal”, rechnet aber damit, dass der Ausblick nicht dort liegen wird, wo es “das ‘Lärm/Angst-Level’ derzeit nahelegt”, schrieb Daryanani, in einer Research-Note am Sonntag, die Apple 3.0 vorliegt und ein Kursziel von 200 Dollar nennt.

Nach soviel Spekulationen wird CEO Tim Cook an diesem Donnerstag nach Handelsschluss mit der Vorlage der Quartalsbilanz und einem Ausblick auf die laufenden Geschäfte schließlich für Klarheit über Apples Geschäftsentwicklung sorgen. Enttäuscht Apple, droht der erneute Verlust des Börsenthrons: Erzrivale Alphabet befindet sich inzwischen nur noch 7 Prozent hinter dem Techpionier aus Cupertino…

 

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