Partner von:
Anzeige

Nach Missbrauchs-Vorwürfen: Dieter Wedel tritt als Intendant Bad Hersfelder Festspiele zurück – und liegt im Krankenhaus

Dieter Wedel
Dieter Wedel

Dieter Wedel tritt als Indendant der Bad Hersfelder Festspiele zurück. Das bestätigten die Veranstaltungs-Verantwortlichen in einer Pressemitteilung. Dieser zufolge liegt der Star-Regisseur zudem im Krankenhaus. Gründe wurden dafür nicht genannt. Wedel wurde Anfang Januar öffentlich von drei ehemaligen Schauspielerinnen der sexuellen Nötigung beschuldigt. Danach zog sich der Regisseur aus der Öffentlichkeit zurück.

Anzeige

In der Erklärung der Bad Hersfelder Festspiele heißt es: “Derzeit befindet sich Dieter Wedel in einem Krankenhaus. Nach den Ereignissen der letzten zwei Wochen ist er gesundheitlich angeschlagen.” Zudem gab der Regisseur eine eigene Stellungnahme heraus, in der es heißt: „Seit mehr als zwei Wochen sehe ich mich einer nicht enden wollenden Flut schwerster, öffentlich in den Medien erhobener Anschuldigen und Vorwürfen ausgesetzt. Der Umfang und die Art und Weise dieser Beschuldigungen haben mich zutiefst verstört und erschüttert. Und auch die Tatsache, dass es nicht aufhört.“ Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Wedel eine Herzattacke gehabt haben.

Bei den Vorwürfen handelt es sich um die Anschuldigungen, die dem Straftatbestand der sexuellen Nötigung nahekommen dürften. Anfang Januar beschuldigten drei ehemalige Schauspielerinnen via Berichterstattung im Zeit Magazin, zwei davon namentlich inklusive eidesstattlicher Versicherung, vom Regisseur bedrängt und sexuell missbraucht worden zu sein. Wedel bestreitet das, versicherte seine Version ebenfalls an Eides statt.

Anzeige

Seit dem Bericht, so heißt es in der persönlichen Mitteilung, habe Wedel Drohungen gegen sich wahrgenommen. Er selbst spricht von Erpressung: „Ich höre von Menschen, denen fünfstellige Beträge für Aussagen gegen mich angeboten wurden. Sie haben den Eindruck, dass mit enormem Aufwand Recherchen durchgeführt werden, deren Ergebnis aber von vornherein feststeht, denn als sie sich positiv über mich geäußert haben, wurden sie nicht zitiert. Andere vermeintliche Zeuginnen haben in den letzten Tagen versucht, mich zu erpressen. Wenn ich ihnen nicht eine noch höhere Summe anböte als Verlage oder Zeitungen, von denen sie angesprochen wurden, würden sie mich sofort  –  unabhängig vom Wahrheitsgehalt – belasten.“ Namen oder Medien nannte Wedel in seiner Stellungnahme nicht.

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia