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Im Alter von 90 Jahren: Ex-Spiegel-Chefredakteur Johannes K. Engel ist gestorben

War 25 Jahre lang Chefredakteur des Spiegel, nun ist er im Alter von 90 Jahren gestorben: Johannes K. Engel
War 25 Jahre lang Chefredakteur des Spiegel, nun ist er im Alter von 90 Jahren gestorben: Johannes K. Engel

Der langjährige Spiegel-Chefredakteur Johannes K. Engel ist tot. Er sei am 4. Januar im Alter von 90 Jahren in Hamburg gestorben, teilte der Spiegel am Montagabend mit. Engel hatte seit 1947 für das Nachrichtenmagazin gearbeitet und von 1962 bis 1987 die Redaktion geleitet.

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Spiegel Online beschreibt den ungewöhnlichen Werdegang und Berufseinstieg des damals 20-Jährigen Journalisten. Im August 1947 verfasste Engel, der zu diesem Zeitpunkt bei einer amerikanischen Nachrichtenagentur gearbeitet hatte, einen Brief an die Spiegel-Redaktion. In dem Schreiben empfahl er sich als zukünftigen Mitarbeiter, bot seine Dienste als Korrespondent aus Frankfurt an. “Schon im Impressum der Spiegel-Ausgabe vom 20. Dezember 1947 tauchte Engels Name auf”, so das Portal.

Fortan sollte Engel beim Spiegel bleiben. Über die Position des Verantwortlichen Redakteurs für verschiedene Ressorts wurde er 1959 schließlich stellvertretender Chefredakteur des einflussreichen Nachrichtenmagazins, 1962 bildete er mit Claus Jacobi die erste Spiegel-Doppelspitze. Im Zuge der Spiegel-Affäre, die 103 Tage für Herausgeber Augstein bedeutete, wurde zunächst auf Engels festgenommen, kam allerdings nach einem Tag wieder frei.

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Magazin-Gründer Rudolf Augstein würdigte Engel 1986 demnach zum 25. Jahrestag als Chefredakteur mit den Worten: “Es gibt wohl keinen in Deutschland, dem man ein Nachrichtenmagazin überhaupt so bedenkenlos übertragen könnte.” Zu seinen Weggefährten beim Spiegel gehörten Claus Jacobi, Günter Gaus, Erich Böhme und Werner Funk.

Mit Material der dpa

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