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„Big Bang“-Ableger „Young Sheldon“: Der Hoffnungsträger von ProSieben ist ein neunmalkluger Dreikäsehoch

“Young Sheldon”: Auf dem kleinen Mann ruhen große Hoffnungen der TV-Sender
"Young Sheldon": Auf dem kleinen Mann ruhen große Hoffnungen der TV-Sender

Bei ProSieben kommen sie aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Der Start von „Young Sheldon“, der Spin-off-Serie des Dauerbrenners „The Big Bang Theory“, startete am gestrigen Montag mit Spitzenquoten. ProSieben sprach gar vom „besten Serienstart des Jahrtausends“. Der Kanal aus München kann den Erfolg des jungen Sheldon Cooper gut gebrauchen.

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Denn ProSieben ist schon seit geraumer Zeit eine Art „Big Bang“-TV. Die Programmflächen, die die Münchner mit Wiederholungen der Erfolgssitcom rund um eine Gruppe Nerds in Kalifornien zupflastern, sind erstaunlich groß. So hatte das Medienmagazin DWDL schon für das Jahr 2015 ausgerechnet, dass fast 2.300 mal „The Big Bang Theory“ gezeigt wurde. Und das bei gerade mal 171 Folgen, die zum damaligen Zeitpunkt in Deutschland zur Verfügung standen.

Die „Big Mang“-Manie bei ProSieben hat seither nicht abgenommen. Die Serie ist so etwas wie der kleinste gemeinsame Geschmacksnenner, den das Privat-TV zu bieten hat. Es gibt einige Hardcore-Fans, aber wirklich schlecht findet „Big Bang“ niemand. Auch bei der x-ten Wiederholung kann man sich noch prima nebenher unterhalten und den Abwasch erledigen.

Da die Privatsender aktuell immer noch händeringend nach neuen Erfolgsformaten suchen, dürfte die Nachricht von einem „Big Bang“-Spin-Off am Sendersitz in Unterföhring eingeschlagen haben wie ein echter großer Knall. In „Young Sheldon“ geht es um die Kindheitsgeschichte des Super-Nerds Sheldon Cooper, für dessen Darstellung als genialer Sonderling mit autistischen Zügen Jim Parsons schon mehrfach ausgezeichnet wurde.

Ein erfolgreiches neues Dauerläufer-Format wird derzeit überall in der TV-Branche händeringend gesucht. Im zurückliegenden Jahr 2017 nahm der TV-Konsum in der jungen Zielgruppe so massiv ab wie nie zuvor, wie MEEDIA in einer TV-Bilanz 2017 analysierte. ProSieben büßte mit 9,5% 0,9 Punkte gegenüber 2016 ein und landete 2017 auf einem 25-Jahres-Tief, was die Marktanteile in der jungen Zielgruppe betrifft.

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Eine neue Serie mit einem Kinderdarsteller als Protagonist (Iain Armitage) war alles andere als eine sichere Nummer, aber die „Big Bang“-Macher rund um TV-Produzent Chuck Lorre haben geliefert. In den USA ist „Young Sheldon“ bereits überaus erfolgreich bei CBS angelaufen. Seit September hat sich der „Big Bang“-Ableger dort zur erfolgreichsten neuen Comedy-Show entwickelt, mit ausgezeichneten Quoten vor allem bei den 18- bis 49-Jährigen.

Und auch in Deutschland gelang die Premiere. “Young Sheldon” startete besser als jede ProSieben-Serie seit dem Jahr 2000, darum auch die leicht überkandidelt-euphorische Mitteilung des Senders vom „besten Serienstart des Jahrtausends“. Der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag bei in der Tat sensationellen 25,7%. CBS hat wegen des großen Erfolgs vorzeitig grünes Licht für eine zweite Staffel „Young Sheldon“ gegeben. Es dürfte nicht die letzte bleiben. ProSieben zeigt aktuell die elfte Staffel „The Big Bang Theory“.

Der Nachschub rollt also für ProSieben. Selbst, falls das Interesse nach den grandiosen Auftakt-Quoten („Young Sheldon“ wurde von ProSieben auch massiv beworben) ein wenig abkühlen sollte – die Entwicklung in den USA zeigt, dass der junge Sheldon Cooper alles andere ist als ein Rohrkrepierer.

 

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