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“Alte BBC-Schule”: Wie Marietta Slomka im “heute journal” Alexander Dobrindts “komplett sinnfreies Gelaber” zerlegte

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Wie schon Sigmar Gabriel, Horst Seehofer und einige andere zuvor wird sich nun auch Alexander Dobrindt "geslomkat" fühlen. In einem siebenminütigen Interview im "heute journal" hatte die Moderatorin den CSU-Politiker "gegrillt". Vor den Sondierungsgesprächen mit der SPD ging es dabei um Dobrindts steile These: "Auf die linke Revolution der Eliten folgt eine konservative Revolution der Bürger".

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In einem Gastbeitrag in der Welt hatte der Landesgruppenchef der CSU zuvor eine “linke Meinungsvorherrschaft in Deutschland” konstatiert und gegen die 68er gewettert, die in den Medien und in den Institutionen Schlüsselpositionen besetzen würden. „Wir brauchen den Aufbruch in eine neue, konservative Bürgerlichkeit, die unser Land zusammenführt, unsere Wertegemeinschaft stärkt und unsere Freiheit verteidigt”, schreibt der Politiker.

Der Debattenbeitrag zeigt Wirkung. Er löste tatsächlich eine Diskussion aus. Allerdings eine, bei der Dobrindt bereits im Laufe des gestrigen Tages nicht sonderlich gut aussah. So stellte beispielsweise “Monitor”-Chef Georg Restle in einem Brief an Dobrindt die Frage, von welcher „linken Revolution“ Dobrindt denn spreche, wenn in den vergangenen 35 Jahren 28 Jahre lang die CSU in der Bundesregierung saß – und in Bayern ja ohnehin seit Jahrzehnten regiert.

Lieber Alexander Dobrindt,so so, auf eine linke Revolution der Eliten folge jetzt also endlich endlich eine…

Posted by Monitor on Donnerstag, 4. Januar 2018

Am Abend stellte sich der Ex-Minister den Fragen von Marietta Slomka im “heute journal” und machte alles andere als eine gute Figur. Auf die Einwände der Journalistin, ob beispielsweise Helmut Kohl in seinen 16-Regierungsjahren und der damals ausgerufenen “geistig-moralischen Wende” denn nichts erreicht hätte, hatte Dobrindt keine Antwort, wie auch auf die simple Definitions-Frage, warum er von einer “Revolution” spreche. Das Interview wurde zum Duell, in dem der Minster keinen Punkt machen konnte.

Die folgenden Reaktionen im Social-Web ließen ebenfalls kein gutes Haar an dem Auftritt. Bei Twitter war schnell von “vorführen”, “entlarven” und “irre” die Rede.

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Alle Kommentare

  1. Dass Slomka Dobrindt entlarvt hat? Da habe ich wohl ein anderes Interview gesehen. Sie hat es versucht, mit begrenzten Mitteln, aber beim Versuch, Dobrindt mit Fragen in die Enge zu treiben, ist sie leider gescheitert. Sie bemühte sich, aber dabei blieb’s…

    1. Sinnfreies Gelaber? Nein, sinnfreie Fragen einer überschätzten Journalistin, die verkrampft versuchte, Dobrindt an die Wand zu stellen. Amüsant sind ihre Interviews allemal, weil Frau Slomka ihre Meinung über die Antworten des Interviewten stellt. Nichts gegen kritische Fragen, aber sachlich sollten sie schon sein.

    1. Sehe ich genauso, um so mehr beschleicht mich das Gefühl, dass eine linksliberal geprägte Presse mit aller Macht versucht ihre vermeintliche moralische Meinungshoheit zu verteidigen.

  2. Wenn Die Öffis mal Merkel und deren Gesinnungsgenossen so beharrlich in die Mängel nehmen würden. Aber da kuschelt man lieber und läsdt sich mit wachsweichen Allgemeinplätzen abspeisen Gesinnungsjournalismus in Reinform.

  3. Dass die CSU einen politischen Rohrkrepierer wie Alexander Dobrindt in der ersten Reihe belässt, sagt viel über die personellen Ressourcen der bayerischen Partei aus.

  4. Dobrindt: „Wir brauchen den Aufbruch in eine neue, konservative Bürgerlichkeit, die unser Land zusammenführt, unsere Wertegemeinschaft stärkt und unsere Freiheit verteidigt”,

    Dann klappt das auch mit der Integration. DH: Zugewanderte fänden etwas vor, in das sie sich integrieren könnten.

    Was wir denen derzeit anzubieten haben sind sind Zerfall der Gesellschaft und leere Sprüche. Wie diese hier:

    „Alte BBC-Schule“: Wie Marietta Slomka im „heute journal“ Alexander Dobrindts „komplett sinnfreies Gelaber“ zerlegte.

    Abartig, wenn die niederen Instinkte walten, der gesamte Inhalt eigenen Trachtens lediglich darin besteht, möglichst die Vorstellungen zerstören zu wollen, die für den anderen eine Bedeutung haben.

    Alte BBC-Schule…… Man faßt sich an den Kopf.

  5. Wenn so ein laues Interview als “BBC alter Schule” bezeichnet wird, dann hat meedia schon lange keine BBC mehr geschaut!

    Wo ist denn hier bitte der in dem obigen Beitrag beschworene Eklat oder das harte Nachfassen? Lauwarm das alles. Slomka arbeitet sich ab und findet keine Lücke in der Abwehr. Und Dobrindt antwortet geduldig und unemotional.

  6. Welchen Sender haben Sie gesehen?
    MS konnte ihren bekannten Oberlehrer-Sarkasmus nicht ins Ziel bringen.
    Ihre Methode ist völlig abgeprallt.
    Pech gehabt, Verehrteste…

    1. Sehr geehrte Damen und Herren, der typische Afd-Wähler. So dumm, dass er einfach immer weiter opponiert. Wenn er glaubt, dass eine Kuh lila ist, argumentiert er das weiter bins ins Grab, egal wie oft er widerlegt wurde. Euch kann man echt nicht mehr Ernst nehmen. Geht zu Trump!

      1. @Heinrich

        Was soll der Hass ?

        Der typische AFD Wähler ist überdurchschnittlich gebildet und überdurchschnittlich intelligent.

        Und er lacht gleichermassen über Frau Slomka, den pseudokonservativen Dobrindt und Herrn Becker.

        Die konservative Revolution ist längst im Gange, auch ZDF Zuschauer bekommen das in 5 Jahren mit.

  7. Ich habe seitens Slomkas die üblichen dümmlichen rhetorischen Tricks gesehen, mit denen sie versucht, alle Interviewpartner in die Ecke zu drängen, deren politischer Standpunkt ihr nicht passt.

    Das solche ein billiger Gladiatoren-Klamauk als gelungenes Interview durchgeht, ist das eigentliche Problem. Was haben wir denn erfahren, außer dass sich Slomka und Dobrindt nicht auf die Definition und Anwendbarkeit von Begriffen einigen konnten?

  8. Wann wird die Kommentarspalte hier endlich abgeschafft? Hier kommentieren doch zu 90% irgendwelche Möchtegern-Durchblicker mit ihren ewig gleichen rechtsbraunversifft-Polemiken. Es reicht wenn man diesen Dreck bei Facebook lesen muss. Keiner möchte zu 90% die Meinung von 1% Deppen lesen.

    1. So issse richtig, weil die Kommentare nicht Ihrem Weltbild entsprechen, schalten wir doch gleich die Kommentarfunktion ganz ab.
      Dass dann aber der Meinungsstreit wegfällt ist nicht so wichtig, Hauptsache, es passt und sie lesen nur noch, was ihnen gefällt.
      Das haben schon andere Medien versucht und sind dann kläglich abgestürzt. Für mich häte es sich dann mit dieser Seite.

  9. Es wäre besser gewesen, diese kalkulierte Provokation seitens der CSU einfach zu ignorieren. Der Interview-Stil von Frau Slomka führt bei Zuschauern, die für Dobrinds Thesen grundsätzlich empfänglich sind, nur dazu, dass sie sich bestätigt sehen. Dobrindt hat sein Paket zugestellt. Er ist auf Slomkas Spitzen doch so gut wie gar nicht eingegangen und hat die rund sieben Minuten Sendezeit genutzt, um die aktuelle Positionierung der CSU auszubreiten. Dass er dafür vom links-grünen Lager keinen Applaus bekam, war zu erwarten und sollte nicht als Verdienst des Interviewers gewertet werden. Die Tagesthemen haben von der CSU-Klausur berichtet und gut is.

  10. Ich kann nicht finden, dass Slomka ihn “zerlegt” hat. Was Slomka da gemacht hat, ist billigste Polemik. Ihre Fragen sind nicht dazu geeignet, erhellende Antworten vom Interviewten zu bekommen. Wenn also ein Interview überwiegend darauf ausgelegt ist, die eigene vermeintliche Wortgenialität” im Raum stehen zu lassen, ist das Thema verfehlt. “6, setzen!” hätte mein Lehrer damals gesagt.

    1. Ich mag den Dobrindt nicht, aber hier hat er vollkommen recht… die Alt-68er sind weit über ihre Ziele hinausgeschossen, bzw. wurden seit Anfang der 90er von den aalglatten Atlantiker-Juppies nur benutzt, um ihre neo-neoliberalen, pseudosozialistischen, selektiv humanistischen, neuen Werte einzuführen… 1. Maxime: “Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren” Und die Agenten Slomka/Kleber sind genau deshalb an ihren exorbitant gut bezahlten Positionen… welcher von der NATO begeisterte Journalist würde da nein sagen? Schliesslich sind ja nur wir Westler die Guten, und die Anderen machen alles verkehrt.
      Um die Transatlantiker aus ihren Positionen zu hieven bedarf es tatsächlich einer Zusammenarbeit der Konservativen… einer kleinen Revolution. Denn die “Links”rotgrünen sind schon dermassen ideologisch bauchmanipuliert und verstrahlt, dass sie überhaupt nicht mehr erkennen, wieviel Faschismus bereits in der Elite vorhanden ist… und nein, in den 1970ern war die Situation tatsächlich völlig anders… da richtete sich der 68er Protest gegen die tatsächlich nazidurchsetzte Elite, und nicht gegen Oppositionsparteien oder einzelne Erzkonservative. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis zum Beispiel durfte sich damals noch austoben… Heute ist jeder automatisch ein Nazi, wenn er kein globaler Marxist ist. Und das gilt sogar für echte, denkende Linke. Also nach meiner bescheidenen Erfahrung aus den 70ern sage ich mal, dass wir damaligen Linken in einer konservativen Umgebung ein wesentlich freizügigeres Umfeld hatten als heute, wo jeder so schrecklich toll sozial, human und tolllerant ist.

  11. Da gäbe es ganz anderes Gelaber zu zerlegen. Aber die Wärter der stickigen Diskursreservate hierzulande sind dazu weder willens noch fähig.

    Der Gegenwert für die humorlos eingetriebenen acht Milliarden Euro jährlich, die Regierungssprecher Ulrich Wilhelm nicht genügen, sind allzu oft Nachrichtensendungen im Modus der Zurechtweisung, sind Weltausschnitte als Weltausblendungen, sind Aktivisten, die sich Journalisten nennen, und Journalisten, die der Regierung kühlende Luft zufächeln. Sind Krimis, die das hohe Lied der Staatsfrömmigkeit, des „Kampfs gegen rechts“ und der „Klimagerechtigkeit“ singen. Und sind Spielfilme, die, wie demnächst an einem Mittwoch im Ersten „Aufbruch ins Ungewisse“, den fiebrigen Träumen von Grünen und „Pro Asyl“ entsprungen scheinen: Ein künftiges Europa ist in die Hände autokratischer Populisten geraten, weshalb die letzten aufrechten europäischen Demokraten in der Musterdemokratie Südafrika um Aufnahme ersuchen. Ist das auch Quark, so hat er ein Rezept. Es heißt Wirklichkeitsverklebung aus Gründen derzeitiger Staatsräson. Ablenkungstheater. Verdrängungsfest- und weihespiele.

  12. Habe mir auf Grund dieses Artikels das Interview einmal angesehen. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wo Frau S. Herrn D. hier “gegrillt” haben soll. Abwegig. Im Gegenteil. Dobrindt hat Slomka ganz locker abtropfen lassen.
    Und wenn der Auto dieses Artikels den Tweet eines bekennenden CSU-Hassers wie Alexander Gorkow (Süddeutsche Zeitung) in die Überschrift seines Artikels übernimmt, dann bestätigt dies doch nur den Wahrheitsgehalt der These Dobrindts: Der Mainstream der veröffentlichen Meinung ist “links-grün”. Punkt.
    Stichwort Wahrheitsgehalt: Bei der letzten Bundestagswahl hat der “Prenzlauer Berg” übrigens mit über 50 Prozent links-grün gewählt. Frau S. stellt es aber so dar, als sei dort der Traditionalismus zuhause. So etwas mit “alte BBC-Schule” zu beschreiben (was immer das auch ist)… Grotesk.

  13. Komisch, ich finde, Frau Slomka hyperventiliert bei solchen Interviews regelmäßig, ihr quillt ihre eigene Meinung, auch über sich selbst, förmlich aus dem Gesicht, was völlig unsouverän, unprofessionell und arrogant wirkt. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass Herrn Dobrindt hierbei irgendetwas beeindruckt hätte und er sich in irgendeiner Form aus der Reserve hat locken lassen.
    Dass Linke nichts von linken Eliten wissen, obwohl man von ihnen täglich liest, hört und sieht, wundert mich nicht. Und dass das, was man täglich liest, hört und sieht, nicht der Meinung der Bevölkerungsmehrheit entspricht, belegen eben all die Jahre CSU in der Regierung. Da können Frau Slomka oder Herr Becker noch so sehr hyperventilierten. Und wenn man darüber nachdenkt, ist das ganze doch sehr lustig.

  14. Wer da meint, dass das ein gelungenes Auseinandernehmen des Interviewpartners, Alexander Dobrindt, gewesen ist, der irrt. Ich bin kein Fan der CSU oder gar von Alexander Dobrindt, nein im Gegenteil, aber was sich Frau Slomka regelmässig in ihren Interviews abliefert ist grauenvoll. Ich erinnere dabei auch an Interviews mit Herrn Lindner oder Herrn Gabriel. Jeder, der nicht der Meinung von Frau Slomka ist wird versucht in die Enge zu treiben. Ich warte auf den Tag, an dem Frau Slomka wie ein ungezogenes Kind mit den Füssen aufstampft, wenn jemand nicht ihrer Meinung ist. Das Interview war alles andere, aber nicht professionell

  15. @Klaus:

    überdurchschnittlich gebildet und überdurchschnittlich intelligent? Das klingt ganz nach dem “very stable genius” im Weißen Haus.

    Der typische AfD-Wähle ist ein ostdeutscher Mann mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife. Ach, ich vergaß: Die ganzen erhobenen Daten zur Wählerschaft bei der Bundestagswahl sind natürlich Fake News.

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