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Brutus Bannon: die geniale Trump-Titelseite der New York Post zum Enthüllungsbuch “Fire and Fury”

“Auch Du, Brutus”: Die New York Post macht Donald Trump zu Julius Caesar und Steve Bannon zu seinem Adoptivsohn
"Auch Du, Brutus": Die New York Post macht Donald Trump zu Julius Caesar und Steve Bannon zu seinem Adoptivsohn

Die US-Presse scheint nur noch ein Thema zu kennen: Das Trump-Enthüllungsbuch von Michael Wolff “Fire and Fury”. Aus unzähligen Besuchen im Weißen Haus und Interviews mit über 200 Personen und Trump-Vertrauten schuf der Starjournalist das möglicherweise erste große Enthüllungsbuch der Ära Trump. Bislang sind nur Auszüge bekannt. Die Presse spitzt das Thema jedoch längst auf das Duell Donald vs. Steve Bannon zu.

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Obwohl das Buch noch nicht erschienen ist, kursieren bereits unzählige Zitate, Auszüge und Mutmaßungen, was alles in “Fire and Fury” stehen könnte. Klar ist: Wolff hatte lange einen hervorragenden und exklusiven Zugang zum Weißen Haus. Zudem führte er unzählige Interviews und sammelte eine Vielzahl von Einschätzungen, Kommentare und Beschreibungen des ersten Amtsjahres von Donald Trump.

Dass sich Trump mit dem Zugang des selbstbewussten Alpha-Journalisten zu seiner Administration indes kaum einen Gefallen getan haben dürfte, wird schon nach dem ersten Buchauszug klar, der gestern im New York Magazin veröffentlicht wurde. Wolff beschreibt u.a. im Detail, wie Steve Bannon Trump-Sohn Donald Jr. für sein Treffen mit einer russischen Anwältin kritisiert. Das Treffen Mitte des Wahlkampfs sei „Verrat, unpatriotisch, übler Mist“ gewesen. Weiter zieht Bannon über den vermeintlich folgenreichen Fehltritt von Donald Trump Jr.: „Sie werden Don Jr. im Fernsehen knacken wie ein rohes Ei“, wird der Breitbart-Chef zitiert, der im August als Chefstratege aus der Trump-Regierung ausgeschieden war.

Dass Bannon daraufhin zum unberechenbaren Faktor werden und einen Rachefeldzug planen könnte, wurde danach umgehend spekuliert. Wolffs Trump-Buch, das mit zahlreichen unangenehmen Details für den amtierenden Präsidenten gespickt ist, könnte den Auftakt bilden. In einem Statement kündigte ein Trump-Anwalt bereits rechtliche Schritte gegen Steve Bannon für dessen Enthüllung an.

Zudem distanzierte sich der Präsident in einer zornigen Erklärung noch einmal von seinem Ex-Berater und warf ihm vor, er habe „den Verstand verloren“.

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Alleine das Duell dieser konservativen Alpha-Tiere hat alles, um die Titelseiten der US-Boulevardblätter für viele Tage zu füllen. Wie das aussehen könnte, zeigen nun schon einmal die beiden großen New Yorker Titel.

Die Daily News sehen einen Hahnenkampf, während die New York Post gleich tief in die Historienschublade greift und aus Bannon Brutus macht, der seinen Adoptivvater den Meuchelstoß verpasst.

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