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“Kein reines Esogewäsch, keine Gefälligkeitstexte”: Eckart von Hirschhausen über sein neues G+J-Gesundheitsmagazin

TV-Arzt der Nation mit “eigenem” Magazin: Eckart von Hirschhausen ist neuer Titelheld von stern Gesund leben
TV-Arzt der Nation mit "eigenem" Magazin: Eckart von Hirschhausen ist neuer Titelheld von stern Gesund leben

Nach Barbara Schöneberger und Johann Lafer liegt ab dem morgigen Mittwoch auch Eckart von Hirschhausen mit einem eigenem Heft an den Kiosken. Nach einigen Bestsellern und vielen TV-Formaten engagiert sich der "Arzt der Nation" jetzt sehr stark bei G+Js stern Gesund leben. Als Autor war er dort schon seit Jahren aktiv, nun bekommt er noch mehr Verantwortung für die Blattgestaltung. "Meine Kompetenz ist die der ungewöhnlichen Vermittlung". Zur Premiere hat er einen Selbstversuch im Abnehmen unternommen.

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Wie kamen Sie zu der neuen Aufgabe?
Von Hirschhausen: Natürlich haben mich die Kollegen von Gruner + Jahr damit geködert, dass es ganz wenig Arbeit für mich sein würde, was aber gelogen war. Aber mir macht es total Spaß, mit guten Leuten zusammen etwas zu entwickeln, was es so noch nicht gab.

Und wer hatte die Idee, dass Sie das Heft aufmischen sollen?
Meine Zusammenarbeit mit Stern Gesund leben ist mehr als zehn Jahre alt. Ich habe nach dem Studium angefangen, als Wissenschafts- und Medizinjournalist für den stern zu schreiben. Weil mich damals schon die Frage fasziniert hat, wie kommt Wissen zu den Menschen, die es am meisten brauchen und in welcher Darreichungsform verändert es Gesundheitskompetenz und idealerweise auch Verhalten. Ich hatte schon in der Kinderheilkunde kapiert, dass ganz viele von den Themen, mit denen Menschen in die Klinik oder Ambulanz kommen, nicht mit einer Tablette, einer Operation oder einem künstlichen Organ zu lösen sind, sondern dass es im Kern um Bildung und soziale Kompetenz geht: Wie lebe ich im Alltag, was esse ich, wie bewege ich mich, wie kann ich mit Stress produktiv umgehen?

Was machen Sie vor allem, Reportagen schreiben, Ideen liefern?
Meine Stücke schreibe ich selbstverständlich selber, mache Interviews und Selbstversuche – für das erste Heft habe ich 10 Kilo abgenommen und beschreibe, wie das geht. Als Blattmacher entwickle ich Themen im Austausch mit den Redakteuren und schreibe kleine Randnotizen, Editorial und steuere Bildideen und Perspektiven bei.

Wie würden Sie Ihrem Nachbarn den Unterschied zwischen dem alten stern Gesund leben und dem neuen erklären?
Das Heft ist humorvoller, relevanter, lebenspraktischer, lebensbejahender und vielfältiger. Es ist wie der stern bei Henri Nannen auch eine Wundertüte in dem Sinn, dass jeder etwas findet, wo er andocken kann. Aber es ist im Gegensatz zu vielen anderen Gesundheitsmagazinen nicht ein reines Wir-fühlen-uns-wohl-wir-machen-Yoga-Ding, wir sind alle im Flow und fühlen uns zu Hause kuschelig. Das wäre mir zu wenig. Und ich glaube, dass dieses Heft einerseits Tiefe hat und gleichzeitig gute Laune macht. Ich behaupte, dass ich bei stern Gesund leben nicht über Personality punkten muss, sondern über Inhalt.

Aber Gruner + Jahr hat Sie doch gecastet, weil Sie eine so bekannte Marke sind?
Meine Kompetenz ist die der ungewöhnlichen Vermittlung. So wie ich mit meinem medizinischen Kabarett einen Stil geprägt habe, möchte ich mit stern Gesund Leben ein modernes Wissensmagazin schaffen, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit Augenzwinkern. Auf Basis der wissensbasierten Medizin, kein reines Esogewäsch, keine Gefälligkeitstexte für Anzeigenkunden. Korallenpulver wirkt nicht. Punkt. Ich habe auch im Gegensatz zu vielen anderen öffentlich bekannten Menschen keinen einzigen Werbevertrag. Ich habe nie Wurstsalat oder sonstige Dinge in die Kamera gehalten und verzichte da auf eine ganze Menge Geld. Diese Unabhängigkeit ist für mich ein hohes Gut.

Wie kam es denn zu der Titelgeschichte?
Das Titelthema übers Abnehmen war für mich wie eine kleine öffentliche Wette. Die Idee dazu entstand miteinander. Vorgenommen hatte ich mir das jedes Silvester die vergangenen zehn Jahre. Und dann kam immer was dazwischen. Aber dann habe ich gedacht, wenn das die Titelgeschichte wird, dann musst du jetzt auch liefern.

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Und Ihr Ansatz zum Abnehmen?
Intermittierendes Fasten! Kein Pulver, keine Sekte, keine Ideologie. Egal ob du Wurst oder Ananas gerne isst, mach’ einfach lange Pausen zwischen den Mahlzeiten. Die Pause ist das Wichtigste, und zwar 16 Stunden. In den verbleibenden 8 Stunden kannst du essen, was du willst. Konkret esse ich an mehreren Tagen in der Woche zuletzt um 18 Uhr, und dann erst wieder am nächsten Morgen nach 10 Uhr. In der Zwischenzeit erholt sich der Körper, die Organe regenerieren, Fett wird eingeschmolzen, und nachweislich hält dieser Rhythmus jung.

Was ist denn für das Magazin Ihr Kriterium für Erfolg?
Ich habe gelernt in meinen ersten 50 Lebensjahren: Du hast verloren, wenn du deinen Erfolg im Außen suchst, Quote oder Auflage allein zählen für mich nicht. Jeder Leser möge gestaunt, geschmunzelt, etwas dazugelernt haben und Lust und Neugier bekommen. Ich würde behaupten, wenn man dieses Heft gelesen hat, dann hat man für jede Runde was Spannendes zum Weitererzählen. Mein Kriterium für das neue Magazin: Ich habe mich nicht gelangweilt. Und auch niemanden sonst.

Gibt es Themen, die Sie nie lesen möchten?
Nee, Tabus finde ich, sind dazu da, sie zu brechen. Es muss nicht jedes Thema jedem Leser gefallen, aber es ist die Mischung, die’s macht. Fotostrecken über den Ursprung der Schamanen, Wissenstücke, was eigentlich das Kleingedruckte auf dem Brillenrezept bedeutet, Tipps für coole Apps genauso wie witzige Schnappschüsse. Ich habe schon den Anspruch, dass es in jedem Heft ein Thema gibt, wo die Leser denken, da trauen die sich was.

Von Andreas Heimann, dpa

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